Kategorien
Behörden Dornum Polizei und Gericht

Kein zweiter Mann in Sicht

Polizeidienststelle Dornum wird wohl vorerst ein Einzelposten bleiben

Als im Oktober der Dornumer Polizeioberkommissar Uwe Fieker in Pension ging, fragten sich viele Bürger, ob die bis dahin mit zwei Beamten besetzte Dornumer Dienststelle wieder neubesetzt würde. Auch Sorgen, dass gar eine "Wegrationalisierung" im Raume stehe, waren zu hören. Wir fragten deshalb bei der Polizeidirektion nach und erhielten nun folgende Stellungnahme: 

fresenspegel: Wie gestaltet sich die Kriminalitätsstatistik im Bereich Aurich mit Fokus auf Dornum?

"Im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Norden (zu dem auch die Gemeinde Dornum gehört) war zuletzt in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020 insgesamt ein Rückgang des Kriminalitätsaufkommens im Vergleich zum Vorjahr festzustellen. In der Gemeinde Dornum mussten wir zwar zuletzt eine leichte Steigerung verzeichnen, jedoch bei einer weiterhin hohen Aufklärungsquote von knapp 68 Prozent. Der leichte Anstieg im Kriminalitätsaufkommen kann hier u.a. auf allgemeine Schwankungen zurückgeführt werden und ist aus polizeilicher Sicht nach derzeitigem Stand nicht als besorgniserregend zu werten.

fresenspegel: Nach dem Ausscheiden eines zweiten Beamten in der Dienststelle Dornum wird diese derzeit als Einzelposten betrieben.

 Von Oktober 2019 an bis zur Pensionierung von Polizeioberkommissar Uwe Fieker im Oktober 2021 war die Polizeistation Dornum erstmalig mit zwei Beamten besetzt. Zuvor war in Dornum immer ein Beamter für die Belange der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde zuständig. Die Einfachbesetzung der Station ist aufgrund der aktuellen Kriminalitäts- und Einsatzlage sowie aufgrund von Aufgabenverlagerungen zurzeit vertretbar.
Beabsichtigt ist, mittelfristig wieder zwei Beamte*innen in Dornum einzusetzen. Die Realisierung ist jedoch von verschiedenen Rahmenbedingungen abhängig.

fresenspegel: Aus der Bevölkerung wurden wir mit der Frage konfrontiert, ob es polizeilicherseits Pläne gibt, die Dienststelle Dornum ganz aufzugeben. Ist diese Besorgnis begründet?

Nein. Diese Besorgnis ist unbegründet.

fresenspegel: Auf den zu- und abführenden Straßen von Dornum ist teilweise Verkehr mit stark überhöhten Geschwindigkeiten zu beobachten. Rennen und gewagte Überholmanöver sind häufig zu beobachten. Vielfach auch durch touristischen Verkehr. Wie stellt sich dieses Phänomen der Polizei dar? Wie häufig und in welchem Ausmaß gibt es Verkehrsüberwachungsaktionen in diesem Bereich? 

Grundsätzlich finden im gesamten Zuständigkeitsbereich der PI Aurich/Wittmund immer wieder Verkehrsüberwachungen und -kontrollen statt. Die Kontrollen bzw. Maßnahmen der Verkehrsüberwachung werden durch den Einsatz- und Streifendienst am Sitz des PK in Norden durchgeführt.
Insbesondere aber auch mit dem Einsatz unserer sogenannten Verfügungseinheit am Sitz der PI sind wir im Bereich der Verkehrsüberwachung verstärkt aktiv. Die Beamtinnen und Beamten führen Kontrollen und Verkehrsüberwachungen im gesamten Inspektionsbereich, auch in der Gemeinde Dornum, durch. Bei entsprechenden Hinweisen zu illegalen Autorennen oder sonstigem verkehrsgefährdendem Verhalten werden auch gezielt – lokal und zeitlich – Kontrollen durchgeführt. 
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir über die Häufigkeit von Kontrollen keine nähere Auskunft geben können.

Wir bedanken uns bei Frau Wiebke Baden von der Pressestelle der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund

Hans-Joachim Steinsiek, Dornum, 16. 11. 2021




Kategorien
Kommentar Wahlen

Eine Wahl mit mit vielen Abwägungen

Ein Kommentar zur Kommunalwahl in Niedersachsen

von Hans-Joachim Steinsiek, Dornum

Nun steht die Kommunalwahl in NS vor der Endentscheidung. In etlichen Gemeinden werden am kommenden Sonntag die Stichwahlen im Schatten der Bundestagswahl stattfinden. Abschluß eines Ringens um die kommunale Hoheit, bei der vielfach seitens der Parteien auf Gewohnheitswähler geschielt wurde. Vor allen in den Bereichen, wo wenig politisches Protestpotential zu erwarten war, gab es einen allenfalls als langweilig zu beschreibenden Wahlkampf. Wenig Sachaussagen, populäre Beschwörung der Heimatscholle und aus den Wahlkampfzentralen gespeister Plakatwahlkampf, auf dem die Köpfe geradezu austauschbar erscheinen. Nachfrage eher unerwünscht, ein reiner Verkündungswahlkampf, der lediglich in bestellten Runden die üblichen Fotos produzierte, um die Hoheit in den lokalen Printausgaben zu wahren. Eine Interviewanfrage bei MdB Johann Saathoff, SPD, konnte man sich eigentlich sparen, sein Wahlkampfbüro schirmte ihn schon im Vorfeld vor jeder möglicherweise kritischen Rückfrage ab, nach Verweigerung eines schriftlich vorzulegenden Fragekatalogs, ein Unding für einen redlichen Journalisten, schließt man „aus Termingründen“ die Kommunikation. Eher System, dem dann bis zur Bürgermeisterkandidatenebene nachgeeifert wird. Bloß keine bösen Schlagzeilen bekommen, eher verweigern und hoffen. Schöne Bilder mit Oma Erna beim Kaffeeplausch sind eben risikoloser als eine kritische journalistische Befragung. Warum soll der Bürger eigentlich eine Partei wählen, die sich nicht von unabhängigen Journalisten befragen lässt. Großes Kino und Spektakel vor TV-Runden sind häufig nur billiges Unterhaltungsmaterial. Nun die Ergebnisse dürften spiegeln, dass der bundespolitische Absturz der Großparteien etwas mit Politikverdrossenheit zu tun hat, dem Hoffen auf „Weiter so..“, was insbesondere jüngere Wähler nicht mehr bereit sind zu akzeptieren. Parteien feiern heute bereits Tendenzen dort, wo einst satte Mehrheiten einzufahren waren. Im Ergebnis werden politische Themen vermehrt über Gerichte, Privatklagen und überregionale Gruppierungen angegangen und entschieden. Indirekt werden die Kommunen in den kommenden Jahren stärker als zuvor von der Bundespolitik abhängig sein, denn notwendige Veränderungen und Strukturmaßnahmen jenseits von Länder- oder Bundeszuweisungen sind kaum denkbar. Bei den Gemeinden droht Stillstand und weitere Verschuldung. Dies scheinen vermehrt Bürger zu spüren, die sich in Kommunen resignativ der Wahl enthalten und fatalistisch der weiteren Entwicklung zusehen. Insoweit sind die ehemals starken Großparteien auch in der Kommunalebene die Verlierer. Ohne Bündnisse ist auch hier keine Politik mehr durchsetzbar. Weg von Programmen, hin zur zufälligen Personenwahl, der politische Weitblick ist abhanden gekommen.

skt, 24. 9. 2021

Kategorien
Amtliche Mitteilungen Aurich Behörden Landkreis Aurich

Der Landkreis Aurich bündelt seine Dienstleistungen im „Online-Kreishaus“

Dies wird zukünftig die zentrale Anlaufstelle für die Anliegen der Bürger*innen sein. Neben den auch weiterhin angebotenen klassischen Antragsunterlagen können dort bereits jetzt zahlreiche Online-Dienste in Anspruch genommen werden. Neben den bereits seit längerer Zeit angebotenen Dienstleistungen wie der Zulassung, Um- und Abmeldung von Kfz oder der Infektionsschutzbelehrung werden mit dem Start des Online-Kreishauses weitere Dienste rein digital angeboten. Dies ist insbesondere bei Dienstleistungen rund um das Jobcenter der Fall. Bei Dienstleistungen mit Gebühren besteht die Möglichkeit der Bezahlung mit gängigen Zahlungsmitteln wie Kreditkarte oder PayPal.

Die Authentifizierung erfolgt in den meisten Fällen mit einer Registrierung beim Servicekonto des Landes Niedersachsen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit der Anmeldung mit der Online-Funktion des Personalausweises. Weitere Informationen dazu lassen sich im Online-Kreishaus finden.

Das digitale Dienstleistungsangebot wird sukzessive ausgebaut, um den Bürger*innen eine möglichst einfache Antragstellung zu bieten und den Weg ins Kreishaus zu ersparen. Der Landkreis Aurich kommt damit seiner Verpflichtung zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetz bis Ende 2022 nach.

Der Einstieg ist entweder über die Homepage des Landkreises Aurich oder direkt über www.kommune365.de/landkreis-aurich möglich.

Kategorien
Parteien Personen Politik

Buchvorstellung: Manfred Krapf, Von Schröder zu Merkel.

Die letzte Bundestagswahl war eine politische Wende. Zwar konnte die SPD eine kleine Mehrheit ausbauen, eine Mehrheit, die aber für eine eigenständige Regierungsverantwortung nicht mehr ausreicht. Doch der schmerzliche Verlust an Wählern hat bei der SPD eine gut dokumentierte und nachvollziehbare Geschichte, die die Identität der Partei nachhaltig ändern dürfte. Um diesen Abgang richtig einzuordnen ist die vorliegende soziologische Betrachtung von Manfred Krapf hilfreich.

Die SPD in den Bundestagswahlen von 1998 bis 2013

Manfred Krapf: Von Schröder zu Merkel. Die SPD in den Bundestagswahlen von 1998 bis 2013. 191 S., Tectum Verlag, Baden-Baden, 2017, ISBN 978-3-8288-3994-6, € 29.95

Eine soziologische Betrachtung der Epoche der SPD, die auch als Inhaltskrise und Abkehr von der geschichtlichen Positionierung gelesen werden kann. Ein wertvoller Beitrag zum Verständnis der gesellschaftlichen Entwicklung bis in die Gegenwart.

Kategorien
Landschaftsschutz Landwirtschaft

Abdichtung des Sandwaters ist abgeschlossen

Leck wurde mit sogenanntem Flüssigboden verfüllt

LKA/Aurich/Simonswolde. Die Abdichtung des Sandwaters in Simonswolde ist abgeschlossen. Nun soll in den kommenden Wochen beobachtet werden, ob die durchgeführte Maßnahme den erhofften Erfolg hat und der Wasserstand in dem rund 23 Hektar Niedermoorsee nach den Winterniederschlägen im kommenden Jahr wieder auf das vorherige Niveau steigt.

Zur Erinnerung: Im Frühjahr 2021 war dem Landkreis Aurich bekanntgeworden, dass der ungewöhnlich niedrige Wasserstand im Sandwater nicht unmittelbar durch die Witterung in den vorangegangenen Jahren, sondern durch ein Leck im Bereich der südlichen Verwallung verursacht worden ist. Auf einer Länge von ca. 750 Metern drang Wasser aus dem Sandwater unter dem Weg „Achtert Sandwater“ hindurch in den neben dem Weg laufenden Graben und floss ab. Dadurch war der Wasserstand im Sandwater um mehrere Dezimeter gesunken. Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit in den Jahren 2018 bis 2020 führten bei den niedrigen Wasserständen im Sandwater zu Fischsterben.

Nachdem die Verantwortlichen Kenntnis von der Leckstelle erhalten hatten, wurden Lösungen zur Abdichtung gesucht und verschiedene Alternativen geprüft. Unter Berücksichtigung der Bodenverhältnisse, der Erreichbarkeit der Baustelle und der Kosten entschied man sich letztlich für die Abdichtung mit sogenanntem Flüssigboden.

Für die Abdichtung wurde mit einer speziellen Fräse ein etwa 30 bis 40 Zentimeter breiter und bis zu drei Meter tiefer Schlitz in der Mitte des Weges hergestellt und dieser dann mit Flüssigboden verfüllt. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Bodenmaterial und Zusatzstoffen. Es wirkt abdichtend, bleibt dauerhaft elastisch und passt sich daher den Bodenbewegungen an.

Der Flüssigboden wurde zunächst in einer speziellen Anlage vorbereitet und mit Betonmischern zur Baustelle gebracht. Die Arbeiten mussten angesichts des durchfeuchteten und instabilen Bodens nach und nach durchgeführt werden. Dabei haben die Mitarbeiter der ausführenden Firma Heyen und des Landschafts- und Kulturbauverbandes sehr gut zusammengearbeitet. Leider führte die wechselhafte Witterung zu Unterbrechungen, da der Weg zeitweise kaum sicher durch Baufahrzeuge befahrbar war und die Arbeiten durch Niederschlagswasser in der Baugrube behindert worden wären.

Wegen der Lage der Baustelle im Wasserschutzgebiet Tergast und in einem Naturschutzgebiet musste bei den Arbeiten besonders sorgsam vorgegangen werden. Die Stadtwerke Emden, als Eigentümerin des Gewässers, beauftragten dazu einen Fachmann, der die Arbeiten engmaschig begleitete. Diese wurden vom Landkreis Aurich genehmigt, von den Stadtwerken Emden beauftragt und die Kosten werden zu gleichen Teilen vom Landkreis, Stadtwerken und der Gemeinde Ihlow getragen.

ü. Pm.

Kategorien
Kommunalpolitik Norden Ostfriesisches Teemuseum in Norden

Neue Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher Norden

Am 11.11.2021 fand im Rahmen einer kleinen ostfriesischen Feierstunde im Rummel des Ostfriesischen Teemuseums die Vereidigung der neuen Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher
statt. Bürgermeister Florian Eiben übergab allen Ortsvorstehern/-innen ihre Ernennungsurkunde.
Gleichzeitig legten alle ihren Diensteid gegenüber dem Bürgermeister ab. Sie haben nun den Status des Ehrenbeamten/ der Ehrenbeamtin und sind somit „der verlängerte Arm“ der Stadtverwaltung der Stadt Norden.

Für folgende Ortsteile wurden Ortsvorsteher/ -innen feierlich vereidigt s. Titelbild:
v. links: Günther Schwitters ( Süderneuland II ), Alwin Mellies ( Leybuchtpolder ), Wolfgang Hinrichs ( Süderneuland I ), Gerd Zitting ( Westermarsch I ), Heike Ippen ( Neuwesteel ), Hermann Reinders ( Westermarsch II ), Gerhard Hönnig ( Norddeich ), Ursula Jahnke ( Tidofeld ), Manfred Placke ( Ostermarsch ) und Bürgermeister Florian Eiben. Für den Ortsteil Bargebur ist die Stelle des Ortsvorstehers/-in bisher noch unbesetzt. Sollten Sie Interesse an diesem Ehrenamt haben und sich als Sprachrohr vor Ort in diesem Ortsteil gerne für die Belange der Bürgerinnen/Bürger einsetzen wollen, dann wenden Sie sich bitte an die Stadt Norden.

(üPm., 15. 11. 21)

Kategorien
Aurich Personen Soziales

Volksbund verleiht Medaille für Verdienste um Erinnerungskultur

Langjähriger Einsatz für Völkerverständigung ist beispielhaft

LKA/Aurich. Für ihre Verdienste um die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sind Alwin de Buhr (Spetzerfehn) und Heinz Kleemann aus Aurich im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Auricher Kreishaus mit der Albert-Schweitzer-Medaille geehrt worden. Dabei handelt es sich um eine der höchsten Auszeichnungen, die der Volksbund zu vergeben hat.

Vor allem durch ihren langjährigen Einsatz für die Kriegsgräberstätte in Tannenhausen hätten de Buhr und Kleemann einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur im Landkreis Aurich geleistet, hob Landrat Olaf Meinen in seiner Funktion als Kreisvorsitzender des Volksbundes hervor. Und auch dessen Bezirksgeschäftsführer Marco Wingert (Oldenburg) sowie Jann-Peter Ubben als Geschäftsführer

des Kreisverbandes Aurich lobten das ehrenamtliche Engagement der beiden Geehrten als beispielhaft.

Ende 1941 war am Ortsrand von Tannenhausen ein Barackenlager für russische Kriegsgefangene errichtet worden. Bis zu 236 von Ihnen starben bis Kriegsende auf Grund schlechter Versorgung, schwerer Arbeit und durch Misshandlungen. Sie wurden auf dem sogenannten Russenfriedhof beigesetzt. Dieser Friedhof hat als Kriegsgräberstätte Bestand. Seit zehn Jahren erinnert auch eine Gedenktafel in deutscher und russischer Sprache an das Schicksal der Toten. Sie war im Rahmen eines Projektes an der Hauptschule Aurich unter der Leitung von Lehrer Alwin de Buhr in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge entstanden. Durch seine Nachforschungen habe de Buhr vielen der Opfer erst ein Gesicht gegeben, hoben Meinen und Wingert hervor. Heinz Kleemann ist seit vielen Jahrzehnten bemüht, durch die persönliche Begegnung zur Verständigung zwischen Deutschen und Russen beizutragen. Er und de Buhr wiesen nachdrücklich darauf hin, dass Sie die Ehrenmedaille stellvertretend für alle entgegennehmen, die sich gemeinsam mit Ihnen im Landkreis Aurich um das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft bemühen.

Diese dürften nicht in Vergessenheit geraten, mahnte Volksbund-Geschäftsführer Wingert. Denn „aus der Beschäftigung mit den Ereignissen und Schicksalen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert können wir viel für unser heutiges Miteinander lernen.“ Dies sei auch Kern der Bildungsarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der sich im Auftrag der Bundesregierung um rund 2,8 Millionen Gräber in 46 Länder kümmert. Dabei betreut der gemeinnützige Verein mehr als 800 Kriegsgräberstätten und sucht aktiv nach bislang Vermissten.

Für seine Aufgaben erhält der Volksbund zwar einen Zuschuss aus Bundesmitteln, den überwiegenden Teil der benötigten Gelder bringt er jedoch durch Spenden auf – unter anderem durch die Haus- und Straßensammlung, die jeweils im Herbst durchgeführt wird und auch in diesem Jahr wieder läuft. „Leider wird es aber immer schwieriger, Sammlerinnen und Sammler für uns zu gewinnen“, machte Wingert deutlich. Grund sei, dass viele Menschen aufgrund des wachsenden zeitlichen Abstandes kaum noch eine persönliche Verbindung zu den Gräbern der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft hätten. Darum sei die Erinnerungsarbeit, wie sie Alwin de Buhr und Gerd Kleemann leisten, umso wichtiger.

Auch der Landrat warb für eine Beteiligung an der Haus- und Straßensammlung. „In unserem Landkreis gibt es leider weiße Flecken“, stellte Meinen fest. Auch ein zeitlich begrenztes ehrenamtliches Engagement könne hier viel ausrichten, betonte Wingert. So sei es beispielsweise möglich, Radtouren mit einer Sammeltätigkeit für den Volksbund zu verbinden. „Über diese Bereitschaft würden wir uns sehr freuen“, sind sich Geschäftsführer und Landrat einig.

(ü. Pm.)

Kategorien
Norden Veranstaltungen

Janne Mommsen liest aus „Das Inselweihnachtswunder

Am Freitag, den 3. Dezember um 19.30 Uhr liest der Autor Janne Mommsen in der Norder Stadtbibliothek aus seinem neuen Roman „Das Inselweihnachtswunder“.
Die junge Inselpastorin Carola leitet im Friesendom die Chorprobe für Heiligabend. Alle sind voller Vorfreude aufs Fest, nur sie nicht. Nach der Christmette wird sie wieder alleine in ihrem kleinen Reetdachhaus sitzen.


Noch ist aber Vorweihnachtszeit, und es gibt eine Menge zu tun: Als Carola auf der gegenüberliegenden Hallig Langeneß eine Andacht hält, bittet der sympathische Organist Torin sie um einen Gefallen: Seiner Großmutter geht es gesundheitlich so schlecht, dass sie Weihnachten wahrscheinlich nicht erleben wird. Ob Carola mit der Familie den Heiligabend vorziehen könne?
Kurz vor Weihnachten überschlagen sich die Ereignisse. Ein Geldkoffer mit mehreren tausend Euro wird an Land gespült, ein anonymer Wohltäter sorgt für ein Weihnachtswunder, und die Möglichkeit eines Single-Heiligabends in der kleinen Inselbuchhandlung zeichnet sich ab. Ob dort vielleicht auch ihr ganz persönliches Weihnachtswunder auf Carola wartet?

Der Autor Janne Mommsen hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Romane und Theaterstücke.

Eine telefonische Reservierung der Karten ist ab sofort unter der Nummer 04931/ 923 – 353 möglich. Die Lesung wird entsprechend der zum Zeitpunkt der Abendveranstaltung geltenden Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes durchgeführt. Auf jeden Fall gilt die 2G-Regel. Weitere Informationen dazu erteilt das Bibliotheksteam telefonisch.

Kategorien
Kunst Tanz Veranstaltungen

Der Deutsche Tanzpreis 2021 ist vergeben…

hier zum Artikel…

Tanzpreis Solo mit Sofa. Foto: UrsulaKaufman

Kategorien
Corona Ereignisse Norden

Garten und Landschaftsmarkt in Norden unter Coronabedingungen

Der Garten und Landschaftsmarkt in Norden ist bei Touristen und Einheimischen beliebt. Doch unter Coronabedingungen eine Einbahnstraße. Die Stadt Norden legte ein Rechtsgehgebot vor und teilte die Spuren zur Sicherheit.

Trotz trüben Herbstwetters fanden sich Besucher und nutzten die kulinarischen und themenbezogenen Angebote, die eine Palette von Haushaltswaren bis zu Heilpflanzen bot.

Der Sturz einer Besucherin erforderte den Einsatz eines Rettungswagens.

Kategorien
Buchvorstellung

Eintauchen in Ostfrieslands Sozialgeschichte

Georg Murra-Regners neues Werk „Der Amerikaner“ erschienen

Georg Murra-Regner hat eine Vielzahl von Veröffentlichungen zur Geschichte in und um Dornum und Ostfriesland geschrieben. Sein neuestes Werk, „Der Amerikaner“, ein historischer Roman mit enger Anlehnung an eine konkrete Person aus Ostfriesland, stellt den sozio-ökonomischen Hintergrund einer Epoche dar, die viele Menschen zunächst ins Moor und dann in die Auswanderung zwang.

Wir sprachen mit Georg Murra-Regner über sein neues Buch:

Georg Murra-Regner im Gespräch mit Hans-Joachim Steinsiek, 3. 10. 2021, Dornum

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich:

Der Amerikaner, Georg Murra-Regner, ISBN 978-3-9823254-0-8