Paris verliert eines seiner Wahrzeichen

Notre Dame de Paris. Bild: wikipedi

Zufall oder Symbolik, Frankreichs Präsident wollte gerade in dem Moment eine Rede an die Nation richten, in der er den sozialen Brand, der sich im Begriff der Gelbwesten über die Grenzen Gehör verschaffte, zu dämmen ansann, als das Feuer die Kathedrale Notre Dame zu zerstören begann. „Live“ verfolgt die Welt die zerstörende Gewalt des Großbrandes und ein Weltkulturerbe mit Elementen aus dem 13. Jahrhundert ist vernichtet. Stunden nach dem Ausbruch des Brandes ist noch nicht klar, ob die beiden Haupttürme überhaupt erhalten werden können, nachdem feststeht, dass das Kirchenschiff verloren ist. Tausende Zuschauer vor Ort und evakuierte Einwohner des Umfeldes werden zu Zeitzeugen. Immerhin, soweit bisher bekannt, wurde kein Mensch verletzt. Ursachenforschung dürfte folgen, bisher spricht alles dafür, dass Renovierungsarbeiten als Auslöser in Betracht kommen. Ein historischer Moment, der in die Geschichtsbücher eingehen wird, denn viele Unikate der Kulturgeschichte sind vernichtet. Paris mit einer Ruine einer der ältesten gotischen Kathedralen Europas. Der Kontinent, der in dieser Zeit seine Identität auf den Prüfstein stellt und nicht nur architektonische Sinnbilder benötigt ist betroffen.

Schöne Festtage und ein erfolgreiches Jahr 2019

Allen Freunden und Lesern schöne Festtage!
모든 친구와 독자 아름 다운 축제 일!
Alla vänner och läsare vackra festliga dagar!
Tous les amis et les lecteurs beaux jours de fête!
All friends and readers beautiful festive days!

Herzkranke Metropole mit dicker Luft

Essen sah sich vor der vom Landschaftsverband propagierten Einführung des Begriffs Metropole gerne als das „Herz des Ruhrgebiets“. Vom Image des vormaligen Ruhrgebiets wollte man mit dem Metropolenbegriff weg vom schmuddeligen Kohlenpott, den man heute lieber im Ruhrmuseum verortet sieht. Dass man damit aktuell einen viel passenderen Begriff fand, denn Luftverschmutzung im gesundheitsschädlichen Ausmaß fand man bisher zumeist in den Metropolen Asiens und Amerikas, dürfte den „Machern“ an der Ruhr wohl spätestens nach der Verkündung des heutigen Fahrverbotsurteils in Teilen des Reviers dämmern. Über Jahre hatte man die Dramatik und das Ausmaß der Belastung nicht wahrhaben wollen und sich mit Vertröstungspraktiken vor effizienten Maßnahmen gedrückt. Wirtschaft und Mobilität hatte in der Argumentation Vorrang vor Gesundheit und Lebensqualität der Anwohner. Erst Brüssel und die konsequente Einforderung durch Initiativen konnte dem Bürger mit Hilfe der Gerichte die minimale Lebensqualität gesunder Luft durchsetzen. Dabei hätte man bereits vor Jahren konsequent und noch vor dem Bekanntwerden der vorsetzlichen Betrügereien der Autoindustrie umsteuern können. Und dies auf allen politischen Ebenen. Insbesondere die Kommunen, die derzeit hilflos auf Land und Bund verweisen, haben es unterlassen im Nahverkehr brauchbare Alternativen zu entwickeln. Derzeitig noch angeschaffte Dieselbusse, die im engen Zeittakt die Stadt durchkreuzen sind ebensowenig alternativlos, wie eine Wegführung durch Stadtteile mit Massenbesiedlung. Vielleicht hätte man die Aktion „Grüne Hauptstadt“ konsequenter sehen müssen und nicht nur als Aufwertung beiläufiger Freizeitzonen. Dem heutigen Gericht muß man eine logische Geradlinigkeit attestieren, dass es ungültige Schlüsse und Verweise ablehnte und den hier wohnenden Bürger mehr in den Mittelpunkt stellt als dies Politik in Kommune, Land und Bund bisher taten. Eine völlig neue Dimension ist der Einbezug der historisch gewachsenen überregionalen Fernstraßen, die im Ruhrgebiet zum Teil in Armbreite zu Wohnblöcken verlaufen. Hier steht ein städtebaulicher Aspekt in der Krise, der nicht nur durch Abwarten, Hinhalten und Relativieren zu beheben ist. Allerdings wird die Bundespolitik ihre Nähe zur Autoindustrie überdenken müssen. Vorübergehender Schwerpunkt wird sicher eine bisher vermiedene Nachrüstung auf breiter Basis sein, denn weder eine Enteignung von Mobilen, noch Restriktionen allein können volkswirtschaftlich vertretbar sein. Der Spagat zwischen unabdingbarer Gesunderhaltung des Bürgers und dem Anspruch nach Mobilität wird man neu denken müssen.

Hebammenzentrale soll bessere Versorgung ermöglichen

LKA/Aurich. Die politischen Gremien des Landkreises Aurich möchten die Hebammenversorgung verbessern und haben daher beschlossen, die Gründung einer Hebammenzentrale mit bis zu 25.000€ im Jahr zu unterstützen.

Die Mittel stehen seit dem 01. November 2018 zur Verfügung. Der Aufbau und Betrieb ist zunächst als Projekt auf drei Jahre ausgelegt. Während dieser Zeit soll überprüft werden, ob mit der Hebammenzentrale eine Verbesserung der Versorgung erreicht wird. Als Kooperationspartner konnte mit dem Diakonischen Werk Aurich bereits ein Träger gefunden werden. Aktuell findet seitens des Diakonischen Werkes eine Ausschreibung zur Stellenbesetzung statt. Der Landkreis Aurich wird mit seinem Amt für Gesundheitswesen die weitere Entwicklung der Arbeit der Hebammenzentrale während des Projektzeitraumes begleiten und die Eröffnung zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

In den letzten Jahren steigen die Geburtenzahlen im Landkreis Aurich. Gleichzeitig sinkt jedoch die Zahl der freiberuflich arbeitenden Hebammen, was zu einer Bedrohung der flächendeckenden Hebammenversorgung im Landkreis Aurich in den kommenden Jahren führen könnte. Schon jetzt gestaltet sich die Hebammenversorgung zunehmend schwierig. Schwangere Frauen müssen sich sehr früh, bereits mit positivem Schwangerschaftstest, um eine Hebamme bemühen, da deren Kapazitäten Monate im Voraus ausgeschöpft sind.
Aktuell ist es zudem unmöglich, freie Kapazitäten von Hebammen oder deren spezifische Qualifikationen (z. B. das Angebot von Vorbereitungskursen) zentral einzusehen und diese zu vermitteln, da Hebammen außerhalb der Klinik im Rahmen einer Selbstständigkeit tätig sind.
Die Bundesregierung plant zwar, die Ausbildung von Hebammen und Entbindungspflegern im Sinne eines Dualen Studiums zu akademisieren und nicht wie bisher, die Ausbildung an eine Hebammenschule durchzuführen. Die Akademisierung wird jedoch erst mittelfristig zu einer Entlastung durch Nachwuchskräfte in der Region führen. Im Amt für Gesundheitswesen des Landkreises Aurich wurde diese Entwicklung mit Besorgnis beobachtet. Darüber hinaus wurde ein dringender Handlungsbedarf durch die im Kreisgebiet tätigen Hebammen sowie durch den örtlichen Elternverein Mother Hood e.V. gesehen.
Nach ersten Treffen zwischen Verantwortlichen der Kreisverwaltung und den örtlichen Interessenvertretungen wurde ein Runder Tisch zur Hebammenversorgung im Landkreis Aurich initiiert. In dessen Rahmen wurde die Idee zum Aufbau und Betrieb einer Hebammenzentrale konkretisiert, wie sie bereits in anderen Kommunen, z.B. der Stadt Oldenburg, im Landkreis Friesland oder dem Landkreis Leer umgesetzt wurde. Parallel sind die politischen Entscheidungsträger auf Kreisebene über die bisherige Situation und die aktuellen Planungen informiert worden. Die Notwendigkeit einer Verbesserung der Gesamtsituation der Hebammenversorgung wurde fraktionsübergreifend erkannt.
Ziel und Aufgabe einer Hebammenzentrale ist u.a. eine verbesserte Nutzung der vorhandenen Ressourcen. So können sich werdende Mütter über eine Hotline oder eine eigene Homepage direkt an die Zentrale wenden, wenn sie keine eigene Hebamme finden. Die Hebammenzentrale verfügt über Übersichten und Gebietskarten, kennt die Angebote und Qualifikationen der im Landkreis Aurich tätigen Hebammen und kann freie Kapazitäten hebammen- und gebietsübergreifend vermitteln. Darüber hinaus kann die Hebammenzentrale auch Anfahrtswege bei Hausbesuchen überblicken und so Angebot und Nachfrage effektiv zusammenbringen. Dadurch wird die Versorgung der Familien mit Hebammenhilfe im Sinne eines familienfreundlichen Landkreises sichergestellt. Denn jede werdende Mutter hat einen gesetzlichen Anspruch auf die Begleitung einer Hebamme. Darüber hinaus können Familien mit sozialen Problemkonstellationen rechtzeitig erreicht und Frühe Hilfen installiert werden. Hebammen sehen Familien und ihre Kinder frühzeitig im familiären Umfeld und können belastenden Entwicklungen entgegensteuern.

Neuer Radweg zwischen Leerhafe und Müggenkrug – Bau dauerte insgesamt mehr als zwei Jahre

lkw Wittmund. Was lange währt wird endlich gut: Eine Firmenpleite im Jahr 2016 und ein schlechter Sommer (2017) haben den Bau des Radwegs an der Kreisstraße 41 (Leerhafe-Müggenkrug) massiv verzögert. Landrat Holger Heymann nutzte daher die Einweihungsfeier am Dienstag (30.10.18) für einige diesbezügliche Erklärungen gegenüber den Bürgern, die zur Einweihung gekommen waren. Und er bat um Nachsicht, denn auf derartige wirtschaftliche Prozesse bzw. auf das Wetter habe man seitens der Kreisverwaltung, die den Bau planerisch sehr gut vorbereitet habe, leider keinen Einfluss.
Nunmehr aber ist das Werk vollbracht, der 3,344 Kilometer neue Asphalt-Radweg (Breite zwei Meter) ist offiziell eingeweiht und für den Verkehr freigegeben.

Zu den Kosten: Rund 1.080.000 Euro waren dafür im Kreishaushalt veranschlagt. Diese Summe teilt sich auf reine Baukosten, nämlich 930.000 Euro sowie Grunderwerbskosten in Höhe von 150.000 Euro auf. Finanziert wurde dies nur zu 27 Prozent aus Eigenmitteln des Landkreises, das waren 292.000 Euro. Gefördert wurde der Bau vor allem über bewilligte GVFG-Mittel (60 %), Finanzhilfen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden in Höhe von 648.000 Euro. Weitere 140.000 Euro (13 %) stammen aus Mitteln der Klimaschutzinitiative, also Mitteln zur Verbesserung der Radwegeverkehrsstruktur des Bundesumweltministeriums.

Zum Radwegebau im Landkreis Wittmund allgemein: Der Bau des Radweges an der K 41 ist die fünfte Maßnahme aus der aktuellen Prioritätenliste. Das sechste Projekt, der Bau des Radweges an der K 50 ( Wiesedermeer-Upschört), ist ebenfalls fast fertig. Die Arbeiten an dem Teilstück sind voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen. Der Beginn der Arbeiten an dem Radweg an der K 14 (Werdumer Altendeich – Altfunnixsiel, die akuelle Nummer 7 der Prioritätenliste) ist für 2019 eingeplant. Für den Radweg an der K 16 (Poggenkrug-Burhafe) soll voraussichtlich in 2019, also ebenfalls im nächsten Jahr, das notwendige Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden.

Verhindert Laschet den Ausstieg aus Urananreicherung und den Exportstopp für Brennelemente?

Eine Bundesratsinitiative von Baden-Württemberg soll den Exportstopp erreichen,  doch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der sonst zwar gerne die Stilllegung von Tihange und Doel im benachbarten Belgien fordert, legt sich nach Ansicht verschiender Aktionsbündnisse quer.

Verschiedene Aktionsbündnisse und Arbeitskreise, sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bemängeln das nach ihrer Ansicht fehlende Engagement des NRW-Chefs in der Auseinandersetzung um Aufarbeitung und Produktion von Kernbrennstäben. So heißt es in einer am 23. 10. 2018 herausgegebenen Pressenachricht, „Der internationale Urananreicherer Urenco wird weiterhin die belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel mit angereichertem Uran von seinen Standorten Gronau/Westfalen und Almelo/NL für die Brennelementefertigung beliefern. Dies teilte ein Unternehmenssprecher am Wochenende in zwei Antwort-Mails an einen belgischen Atomkraftgegner sowie das Umweltinstitut München mit. In beiden Schreiben heißt es gleichlautend: „URENCO hat langjährige Verträge mit unseren belgischen Kunden, und in dieser Hinsicht erfüllen wir weiterhin unsere Verpflichtungen.“
Dabei hatte erst Anfang Oktober der Chef von Urenco Deutschland, Joachim Ohnemus, in Gronau gegenüber Bundestagsabgeordneten der Linken und von Bündnis 90/Die Grünen bekundet, dass Urenco in Zukunft auf Uranlieferungen von Gronau nach Belgien „intern“ verzichten wolle. Gründe für den jetzigen Rückzieher nannte Urenco nun nicht.
„Wir sind natürlich sehr enttäuscht und empört, dass Urenco auch weiterhin die gefährlichen Atomkraftwerke in Tihange und Doel mit angereichertem Uran aus Gronau und Almelo beliefern will. Offensichtlich will Urenco nicht verstehen, wie gefährlich diese Reaktoren wirklich sind.“ so Marc Alexander von der 11 maart-beweging aus dem belgischen Ravels, ca. 50 km östlich von Doel. In diesem Zusammenhang kritisieren die Anti-Atomkraft-Initiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der zwar gerne die Stilllegung von Tihange und Doel sowie einen Exportstopp für Kernbrennstoffe ausDeutschland dorthin fordere, doch nun just eine Bundesratsinitiative von Baden-Württemberg ablehnt, die genau einen solchen Exportstopp erreichen will. Auch habe Laschet bislang seine CDU-Parteifreunde in Berlin nicht von einem Exportstopp und Ausstieg aus der Urananreicherung und der Brennelementefertigung überzeugen können oder wollen.“Es zeigt sich, wie wichtig und unerlässlich gesetzliche Beschränkungen für die Uran-Exporte sind.
„Außerdem muss nach der Experten-Anhörung im Bundestag am letzten Mittwoch die Stilllegung der beiden Atomanlagen zügig angegangen werden,“ betont Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

CSU verliert bayrisches Selbstverständnis, SPD nur noch marginal.

Bayern hat gewählt – für CSU und SPD besonders bitter.

Ein Kommentar von Hans-Joachim Steinsiek

Heute so, morgen so, doch wenn es eine gültige Wahlaussage gibt, kann sie nur lauten: Es bleibt ungewiß. Vorbei die Zeiten klarer Wählerkontingente, vorbei die Zeiten von Parteialleinansprüchen. An solchem Abend wie gewohnt in den Kategorien Gewinner und Verlierer zu denken ist zu kurz gesprungen.

Auch werden die Erklärungsversuche der beteiligten Parteien allenfalls hilflose Direktreaktionen darstellen, denn ein Ergebnis, das auf einer so hohen Wahlbeteiligung beruht ist schwerlich als zufälliges Wahlergebnis zu interpretieren.

Immerhin lassen sich die Ergebnisse der einzelnen Parteien in ihrer politischen Folge durchaus bestimmen. Denn während die CSU lediglich von einem, immerhin gewaltigen, Einbruch in der Zustimmung ausgehen muss, ist es für die SPD wohl das Ende einer sich bereits längerfristig absehbaren Talfahrt. Dass dieses Länderergebnis bei der SPD nicht lokal bedingt ist und ein Vertrauensverlust in der Bundespolitik zur Voraussetzung hat, ist offenbar. Für die Grünen, deren Kurswechsel sich auszuzahlen scheint, dürften neue Zeiten beginnen, denn an ihnen wird eine CSU, die sich vorab jedwede Kontaktierung der AfD ausschloß, nicht vorbei kommen. Die AfD wird ihren Zugewinn sicherlich nur nach innen feiern können, denn eine reale politische Gestaltung lässt sich mit den zu erwartenden Zahlen kaum anstreben. Die FDP darf dankbar sich im Landtag melden, das Ergebnis der Linken spiegelt den Bedeutungsverlust, den die in sich zerstrittene Partei erlitt. Völlig neu ist die Stellung der Freien Wähler, deren Geltung zu wachsen scheint.

Es dürfte spannend werden, wie das Nachwahlprozedere ausfällt, denn viel Gesprächsbedarf wird in jeder Konstellation erforderlich sein. Ein Trend, der sich europaweit abzeichnet und zu Bündniskonstellationen bisher ungewohnter Art führt. Immerhin ist in Bayern ein Zeitrahmen vorgegeben, der die zukünftigen Partner zur Eile treiben wird.

Dieser Beitrag wurde auch über Focus-online verbreitet.

Wittmund will sich neu erfinden und dabei die „Bürger mitnehmen“.

Am 15. Oktober 2018 startet im Landkreis Wittmund eine Bürgerbefragung. „Der Weg zum Leitbild als ein umfassender Prozess, der die Attraktivitätssteigerung und klare Profilierung des Landkreises Wittmund für die Zukunft zum Ziel hat“ heißt es in einem Aufruf, mit dem Ziel, “ das Außenimage des Landkreises zu verbessern  und gleichzeitig auch die Bindung der Bürger an „ihren“ Landkreis zu verstärken.“

Das ganze Prozedere wird durch eine externe Beratungs- und Managementfirma geleitet. „Integraler Bestandteil des Prozesses ist, was die Bürger über den Landkreis denken und von ihm erwarten. Daher befragen wir sie genau.“ beschreibt Landrat Holger Heymann den sogenannten Leitbild-Prozes,

Bis zum Monat Mai 2019 werden der Öffentlichkeit in dieser Analysephase umfängliche Beteiligungsmöglichkeiten angeboten, um eigene Meinungen und Anregungen in den Prozess einzubringen: etwa in Expertengesprächen, bei Workshops und Bürgerbefragungen.
Die Bürgerbefragung startet am 15. Oktober 2018 für insgesamt sechs Wochen auf der für den Leitbildprozess eingerichteten Webseite (leitbild.landkreis-wittmund.de). Sie ist für diesen Zeitraum auch direkt über einen Klick-Button auf der Startseite der Kreisverwaltung, www.landkreis-wittmund.de zu erreichen.
Außerdem werden die Fragebögen im Kreishaus Wittmund, in den Rathäusern der Samtgemeinden Esens und Holtriem, in dem Rathaus der Gemeinde Friedeburg sowie in den Rathäusern der Inselgemeinden Spiekeroog und Langeoog ausgelegt. Dort können sie ausgefüllt auch wieder abgegeben werden. Sie werden an den Landkreis weitergeleitet. Das ausgearbeitete Konzept und die Ergebnisse des Prozesses werden allen beteiligten Akteuren auf einer öffentlichen Veranstaltung Ende September 2019 vorgestellt.

Am Ende steht die Umsetzung der Pläne. Den Machern ist jedenfalls klar, dass es sich dabei um einen langen Prozess handeln wird.

(Bild: Landkreishaus Wittmund, Bildeigner: Kreis Wittmund)

Pfadfinder Ramelow als Aspirant für die „St. Georgs-Plakette“

Ein Verein von Erwachsenen, die ihren Jugendidealen als Pfadfinder treu bleiben wollen (VdAPG e. V.) bietet dem Politiker der Linkspartei und thüringischen Ministerpräsidenten die von ihnen herausgegebene „St. Georgs-Plakette“ an.

Ramelow war wohl einmal in früher Jugend Mitglied bei den evangelischen Pfadfindern (CPD), wurde aber in der Öffentlichkeit eher durch die Rehabilitationsbemühungen für die kommunistische FDJ wahrgenommen.
Die wohl auch zu Zwecken der öffentlichen Wahrnehmung herausgegebene Medaille wurde zuvor bereits Personen des öffentlichen Lebens angedient, die einen Bezug zur Pfadfinderei in ihrer Biografie aufzuweisen hatten. Der Verein der Altpfadfinder agiert jenseits der allgemeinen Pfadfinderverbände, die ihrerseits allerdings die Erwachsenen aus ihren Reihen gerne in ihren Verbänden halten wollen. Der Großteil des relativ kleinen Altpfadfinderverbandes befindet sich dagegen schon im Seniorenalter und pflegt durch die Verbandsarbeit den geselligen Kontakt, bei stetig altersbedingt abnehmender Mitgliederzahl.
Der für den 3. November geplanten Übergabeaktion in Neudietendorf dürften daher auch einige Vertreter der allgemeinen Pfadfinderverbände fernbleiben, da man bei Ramelow kein falsches Zeichen setzen will. Ramelow dürfte in allgemeinen Wahlkampfzeiten dieser sicherlich unerwartete Zuspruch von dieser Seite nicht unangenehm sein, galten Pfadfinder in linken Kreisen doch eher als Auswuchs bürgerlicher bis imperialer Ideologie. In der Ex-DDR waren sie verboten und durch die Blauhemden der FDJ ersetzt, bei denen das „Treu Gott, Treu Volk und Vaterland“ allenfalls auf Volk und Sozialismus reduziert war.
Die Begründung kann sich jedenfalls Ramelow auf der Zunge zergehen lassen:
„Wir zählen Herrn Bodo Ramelow zu den ehemaligen und heutigen Pfadfinderinnen und Pfadfindern, die sich nach den Regeln und Prinzipien des Pfadfindertums, aktiv auf die Lebenssituationen in dieser Welt eingelassen haben und durch ihr politisches Engagement und die Weiterentwicklung ihrer persönlichen Fähigkeiten die Gesellschaft prägend mitgestaltet haben. Ihr Lebensweg und ihr Einsatz für die Gemeinschaft – war und ist unseres Erachtens gelebtes Pfadfindertum und macht sie zu Vorbildern, nicht nur für unsere jungen Menschen in den aktiven Pfadfinderverbänden.“
2014 wurde Ramelow noch in BILD durch den damaligen Chef der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen wegen seines Einsatzes für totalitäre DDR-Altlasten des „Geschichtsrevisionismus“ bezichtigt. Unter anderem ging es um Ramelows Forderung eines sofortigen Stopps der sogenannten „Blauhemd-Prozesse.

Veranstaltungshinweise des Ostfriesischen Teemuseums

Veranstaltungsort: Ostfriesisches Teemuseum Norden, Am Markt 36

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17 Uhr

Sonntag, 09.09., 11 – 12 Uhr

Entdeckertour durch das Alte Rathaus mit anschließender Bastelaktion

Bei dieser Mitmach-Aktion im Rahmen des Tags des offenen Denkmals haben unsere jungen Gäste die Gelegenheit, das Alte Rathaus der Stadt Norden zu erkunden. Gemeinsam wird dabei geschaut, was sich im Laufe der Jahrhunderte im alten Versammlungssaal abspielte, wo die blau bemalten Fliesen zu finden sind und wo sich die Gefängniszellen verbergen. Anschließend darf jedes Kind seine eigene Fliese bemalen.

Für Kinder von 6 – 12 Jahren | 3 € Materialkosten

An diesem Tag ist der Eintritt in das Alte Rathaus der Stadt Norden kostenfrei.

Dienstag, 11.09.2018, 11 Uhr

Teekulturen weltweit

Weltweit wird neben Wasser kein Getränk so häufig getrunken wie Tee. In dieser Führung erfahren Sie, wie der Tee in vielen Ländern auf sehr unterschiedliche Weise zubereitet und getrunken wird. Dabei wird gezeigt, wie eine japanische Teezeremonie ablaufen kann, aus welchen Gefäßen der Tee in Argentinien getrunken wird oder welche Zutaten in Indien verwendet werden. Auch die ostfriesische Teekultur kommt dabei nicht zu kurz.

60 Minuten | 3 € zzgl. Eintritt pro Person | begrenzte Teilnehmerzahl | Anmeldung empfohlen