Urlaubsbetrieb im Kreis Aurich und auf den Inseln kommt zum Erliegen.

Die begrenzte Kapazität an medizinischer Notfallversorgung gab den Ausschlag für eine Verordnung, nach der im Kreis Aurich und auf den Inseln sich nunmehr keine Touristen mehr aufhalten dürfen. Die Insel Norderney wurde am Wochenende mit polizeilicher Hilfe geräumt. Viele Touristen hatten für den angeordneten Schritt wenig Verständnis. Einige schilderten unschöne Reaktionen einzelner Einheimischer, die als beleidigend empfunden wurden. Andererseits sind aus dem Beherberungsgewerbe, sowie aus der Gastronomie Ängste bezüglich der weiteren Entwicklung zu vernehmen.

(stk)

Geflügelpest in Dornum

Ca. 10.000 Puten mussten am Samstag in Dornum getötet werden. In dem betroffenen Betrieb war die Geflügelpest festgestellt worden. Nun wird der Umkreis amtlich überwacht. Die Geflügelpest ist für den Menschen keine unmittelbare Gefahr.

Das Niedersächsische Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt dazu in einer Pressemeldung mit:

Vogelgrippe in einem Putenbestand im Landkreis Aurich
Nationales Referenzlabor weist Vogelgrippevirus H5N8 nach – Bestand wird getötet

Hannover/Aurich. In Niedersachsen gibt es einen Fall von Geflügelpest in einem Nutztierbestand. Betroffen ist ein Betrieb mit etwa 10.000 Putenelterntieren im Landkreis Aurich, Gemeinde Dornum. Nachdem zunächst bei Eigenkontrollen des Betriebes das Aviäre Influenzavirus H5 festgestellt wurde, wurde der Bestand amtlich beprobt. Das Labor des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat den Verdacht auf H5 bestätigt. Das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hat festgestellt, dass es sich um die hochpathogene Form des Virus, also H5N8 handelt. Der betroffene Bestand mit 55 Wochen alten Putenelterntieren wird bereits heute (Samstag) gekeult.
Das Veterinäramt des Landkreises hat einen Sperrbezirk im Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb eingerichtet. In zwei weiteren Betrieben, die sich in dem Bezirk befanden, wurden ebenfalls die Geflügelbestände getestet. Die Ergebnisse des LAVES sind negativ.

Wenn der Kurort seine Gäste zur Heimreise zwingt…

Johannes Trännapp, Bürgermeister der Samtgemeinde Hage

Hage ist Luftkurort und beliebt bei Patienten mit Bronchialbeschwerden. Die nahe Nordsee und ihr Klima gibt Hage ideale Kurbedingungen, wäre nicht dort Corona und die Verwaltungsanordnung, die alle Gäste ausweist und die Gemeinde vor schier unlösbare Probleme stellt. Wir sprachen mit dem Bürgermeister Johannes Trännapp über die Auswirkungen der jetzigen Krise…

Interview aufgezeichnet am 19. 3. 2020

(stk.)

Verkündet der Gesundheitsminister eine Falschdiagnose?

„Das Gesundheitssystem ist auf die Coronakrise gut vorbereitet…“ dies kann man den Aussagen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn entnehmen. Ist dies tatsächlich gegeben? Das Bündnis Attac stellt sich gegen diese These und beurteilt Spahns Analyse als krasse Fehldiagnose.

Wir sprachen mit Frau Dagmar Paternoga, von der der Attac-AG Soziale Sicherungssysteme über sich ergebende Notstände in den Kliniken.

Dagmar Paternoga
Interview Dagmar Paternoga / Hajo Steinsiek am 16. 3. 2020

mehr Informationen zum Thema:

Krankenhaus statt Fabrik http://krankenhaus-statt-fabrik.de

Hagenerin zerkratzt Auto

Auf frischer Tat ertappte am Freitagvormittag (20. 12.) ein Essener Ehepaar eine Dame aus Hage, die ihr vor dem Nettomarkt in Norden parkendes Auto zerkratzte. Die Hagenerin war zuvor durch Hupkonzert und dichtes Auffahren auffällig geworden und fühlte sich offenbar durch ein vermeintlich vom Beifahrer des Essener Fahrzeugs fotografiert. Jedenfalls verlangte sie lautstark die Löschung des nicht vorhandenen Fotos und drohte mit der Polizei. Da das nicht zum Erfolg führte, umrundete sie nachdem die Essener den Nettoladen betraten, das Fahrzeug des Essener Ehepaares und hinterließ eine nicht unerhebliche Kratzspur rund ums Auto, dass nun fast ganz lackiert werden muß. Ihr Pech, dass der Essener Beifahrer sie dabei aus dem Vorraum des Nettomarktes beobachtet hatte und daraufhin noch zu stellen versuchte. Die Dame bestieg allerdings schnell ihr Fahrzeug und brauste fort. Da das Geschehen von zwei Personen mitbeobachtet wurde und eine dritte Person schon zuvor die Hagenerin in ihrem aggressiven Verhalten beobachtet hatte, wird das zunächst der Polizei gegenüber versuchte Abstreiten kaum einer strafrechtlichen Ahndung entgegenstehen. Der Gesamtschaden an dem Essener Fahrzeug dürfte sich auf etwa 5000 Euro belaufen.
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