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2021 Bürgermeisterwahl Dornum Kommunalpolitik

Uwe Fieker tritt in Dornum an. „Ich will Politik mit den Bürgern machen!“

Dornum steht vor der Bürgermeisterwahl. Dabei tritt ein unabhängiger Kandidat an, der den meisten Dornumern wohl bekannt sein dürfte. Uwe Fieker ist Ortspolizist in Dornum, wo die Polizeiwache bekanntlich schon im Rathaus untergebracht ist. Aber Fieker kennt nicht nur das Rathaus, er glaubt auch die Sorgen der Dornumer gut zu kennen und wünscht sich für seine Gemeinde einen neuen Aufbruch. Wir sprachen mit dem Kandidaten und mussten dies, coronabedingt natürlich per Telefoninterview bewältigen.

Uwe Fieker am 9. 5. 2021 im Telefoninterview
Uwe Fieker

Wer mit Uwe Fieker Kontakt aufnehmen möchte kann dies unter:

telefonisch unter 0152-29587298, oder per Mail, uwefieker@gmx.de

(Pm., Interview: Hans-Joachim Steinsiek, Redaktion fresenspegel.de)

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Dornum

Dornumer Bockwindmühle bekommt Wind…

Ein Bericht von Michael Röthling, Dornum / Bockwindmühle von 1626 – Herrlichkeit Dornum e.V.

Aufgrund der Corona Pandemie kann die Bockwindmühle in Dornum derzeit immer noch nicht ihre Pforten öffnen. Die Aussenbesichtigung ist dafür jederzeit unter Beachtung der entsprechenden Abstände zueinander jederzeit möglich. An der Mühle sind einige Hinweisschilder mit QR-Codes befestigt. Über diese QR – Codes kann man Mühlenfilme abrufen.
Zum kommenden Vatertag soll die Mühle wieder in vollem Glanz strahlen. Dazu trafen sich einige Mühlenmitglieder und rollten die Exponate aus der Remise. Meene Schmidt brachte mit seinem Oldtimer Mc Cormick Trecker den Leiterwagen aus dem Winterlager.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist DSCF1375-2-600x435.jpg

Wilhelm Broeksmid, Albert Verton, Dieter Becker und Meene Schmidt

Gemeinsam haben Wilhelm Broeksmid, Dieter Becker, Albert Verton und Meene Schmidt die Erdkarre aus der Remise geholt, die beiden Pflüge wurden aufgestellt und auch der Elektrowagen steht wieder auf der Wiese vor der Mühle. Der Schriever Michael Röthling durfte alles fotografieren und in diese gesetzten Worte fassen.
Don Quichote ist an der Bockwindmühle in Dornum kein Unbekannter, zumal am Müllerhaus ein Verbotsschild für ihn aufgehängt ist. Allerdings fühlen sich die freiwilligen Müller im Kampf gegen die schwarzen Gesellen aus Dornum fast so wie dieser tapfere Ritter. Vor vier Wochen wurde der Mühlenacker mit Sommergetreide und Bohnen frisch bestellt. Die Saat wurde sogar noch mit einem Netz abgedeckt.
Groß war die Verärgerung, die Saatkrähen hatten fein säuberlich die gekeimten Bohnen durch das Netz gepickt und vom Sommergetreide waren nur noch die leeren Spelzen übrig.

Meene Schmidt, Albert Verton, Meene Schmidt bei der Aussaat des Urgetreides.

Michael Röthling hatte schon lange die Idee, auf dem Mühlenacker historisches Getreide zu säen. Es hat fast ein halbes Jahr intensiver Recherche gebraucht, angefangen beim örtlichen Samenhandel über bekannte Müller bis hin zum Internet. Letztendlich hat er bei den Urkornpuristen in Eppingen einen Lieferanten gefunden, der keimfähiges Getreide im Kilobereich anbietet.
So wurden jetzt auf dem Mühlenacker kleine Parzellen mit Waldstauden Roggen, Dinkel, Urdinkel Blue Velvet, Schwarzer Emmmer und Korashan Weizen gesät. Einige dieser Sorten sind Wintergetreide und hätten bereits im vergangenen Herbst eingesät werden müssen, die Freiwilligen Müller haben es trotzdem mit einer Ansaat versucht. Diesmal wurde ein höheres Netz gespannt. Urgetreide hat eine lange Geschichte, es ist meistens genügsamer als heutige moderne Getreide und krankheitsresistent, liefert aber weniger Ertrag. Dafür ist es reich an Mineralstoffen und die Bekömmlichkeit ist ausgezeichnet. Gebackes Brot und Kuchen schmeckt hervorragend.
Am Rande sei noch bemerkt, dass mit den Urgetreiden Bier gebraut wird und auch hervorragende Spiritousen gebrannt werden.
„Dinkel ist das beste Getreide, fett und kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner. Es verschafft dem, der es isst, ein rechtes Fleisch und bereitet ihm gutes Blut. Die Seele des Menschen macht er froh und voll Heiterkeit. Und wie immer zubereitet man ihn isst, sei es als Brot, sei es als andere Speise, ist er gut und lieblich und süß.“ schrieb dazu die Äbtissin und universalgelehrte Hildegard von Bingen (1098 – 1179)

Da diese Urgetreide hervorragende Verwendungsmöglichkeiten bieten, werden sie sicherlich in Zukunft häufiger von den Mitgliedern der Bockwindmühle verwandt werden.

Bei dem Arbeitseinsatz zeigte sich mal wieder, dass alle hochmotiviert auf die Öffnung der Bockwindmühle warten. Da aber viele Aktive von Alter her der Hochrisikogruppe angehören, werden sie noch auf ihre zweite Impfung warten müssen, dann hoffen sie auf einen Neustart an der Bockwindmühle.

weitere Informationen:
www.Bockwindmühle-Dornum.de

(ü. Pm., Fotos: Verein Bockwindmühle)

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Dornum Kommunalpolitik

Besuch der Gemeinderatsversammlung mit Hürden.

Die Gemeinde Dornum hatte für den 11. Mai um 16.30 Uhr eine Gemeinderatsversammlung angekündigt. Mit Auflagen wegen der Pandemie. Alle Besucher sollten sich bis 24 Stunden zuvor anmelden und eine Testbescheinigung vorlegen können, die nicht älter als 24 Stunden sei. Für Dornumer Bürger wäre dann eine Testung für den Abend des 10. Mai, oder möglicherweise während der Dienstzeit am 11. Mai notwendig geworden. Ausweislich der Webseite der Gemeinde gibt es nur 2 Praxen, die eine solche Testung hätten durchführen können.
Wir hakten bei der Gemeinde nach und erhielten den wenig hilfreichen Hinweis, dass man sich ja in Nachbargemeinden testen lassen könne und im übrigen sei die Anordnung von Bürgermeister Hook so festgesetzt worden, mit Rückhalt bei der Kommunalaufsicht in Aurich. Natürlich wollten wir das so auch nicht hinnehmen und informierten uns ebendort. Interessant dann die Erkenntnis, dass die Gemeinde wohl Personen, die sich hätten nicht testen lassen können, mit einem Schnelltest vor Ort bedienen würde. Einen derartigen Hinweis fanden wir und uns informierende Leser leider nicht auf der Gemeindewebseite.
Anlaß für uns eine Presseanfrage an die Gemeinde zu richten, ob für diesen Fall Vorsorge getroffen sei und diese Information dann von uns der Öffentlichkeit verkündet werden könne. Wir setzten eine Frist für den Folgetag, leider ohne Beantwortung seitens der Gemeindeverwaltung. Erstaunlich dann ein weiterer Blick ins Web, die Versammlung wurde ohne Presseinformation abgesagt. Wenig Stil in der „Herrlichkeit Dornum“ wo die Information des Bürgers wohl als nicht so dringlich angesehen wird und selbst Presseanfragen keine Erhellung bringen. Die Bewertung durch den Bürger dürfte in einem Wahljahr diesem selbst belassen sein.

hier der der Gemeinde übermittelte Text unserer Anfrage am 5. 5. 2021, 11.30 Uhr:

Eilige Presseanfrage, Beantwortungsfrist 6. 5. 2021, 10 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie uns die Kommunalaufsicht Aurich bestätigte, seien für Personen, die sich nicht haben rechtzeitig testen lassen können, Coronasoforttest vor Ort möglich.
Dies ist leider nicht in der Veröffentlichung zur Veranstaltung erwähnt.
Bitte teilen Sie mir kurzfristig mit, ob entsprechende Vorkehrungen getroffen wurden und Testmöglichkeit vor Ort gewährt ist.

(stk)

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Dornum Fähren Kommunalpolitik Politik Tourismus Verkehr

Wenn Dornums Fähre kein Gehör findet

Baltrum, eines der Traumziele an der Nordsee wird über Dornum betreten. Genauer über den verbindenden Fährbetrieb zwischen der Insel und der Festlandsgemeinde Dornum. Der Fährbetrieb dient nicht nur der Touristik, sondern ist ein fester Bestandteil der Küsteninfrastruktur auf die Bewohner und Touristen gleichermaßen angewiesen sind. Seit einiger Zeit läuft der Verkehr an dieser Nahtstelle aber nicht mehr glatt. Fährbetreiber und Gemeindeverwaltung stehen im Kommunikationsstau. Letztlich verhinderte die Gemeinde mit dem Hinweis, die Geschäftsführerin der Fährgesellschaft sei nicht Einwohnerin, sie hat nur ihren Dienstwohnsitz in der Gemeinde, in der Einwohnerfragestunde das Wort zu ergreifen. Dabei hätte diese der Gemeinde viel zu erzählen. Von fehlenden Toiletten und anderen Hemmnissen eines unbeschwerten Miteinanders. Grund genug für uns, mit Frau Christina Ulrichs, der Geschäftsführerin der Baltrum Linie, die Lage an der Waterkant zu erörtern.

Christina Ulrichs, Geschäftsführerin der Baltrum-Linie, ist verärgert über die Arroganz , die der wichtigen Infrastruktur Fähre seitens der Dornumer Hafenbetreiber entgegengebracht wird.

Erzwingen kann Frau Ulrichs von Seiten des Fährunternehmens in der Tat kein Rederecht bei einer Einwohnerfragestunde. Und es kann diskutiert werden, ob dieses Bürgerinstrument geeignet ist Konflikte dieser Art zu lösen. Die sich ergebende Unzufriedenheit des Gewerbetreibenenden und Dornumer Bürger könnte jedenfalls eine Rolle bei den bevorstehenden Kommunalwahlen spielen. Immerhin stehen dem bisherigen Bürgermeister bis jetzt schon zwei Konkurenten gegenüber, die neue Konzepte für die „Herrlichkeit“ an der Küste fordern.

stk

(Fotos: Eigentum der Baltrum Linie)