Das Magazin aus Ostfriesland

  • Mit Zucchini Sistaz einen Tag am Meer

    Mit Zucchini Sistaz einen Tag am Meer

    Ein besonderes Konzertereignis im Dornumer Schloss

    Am 27. Mai 2023 sind die drei Zucchini Sistaz auf Einladung des Bürgerverein Herrlichkeit Dornum zu Gast im Dornumer Schloss.

    Sommer, Sonne, Swingmusik – mit ihrem neuen Programm ‚Tag am Meer‘ versprechen die Zucchini Sistaz eine kurzweilige Konzertreise gen Küste. Mit sirenenhaft anmutendem Satzgesang rudern die drei sonnigen Gemüter weit hinaus in die Gezeiten der Unterhaltungsmusik.

    Elegant und erfrischend tauchen die Ausnahme-Damen des deutschen Jazzschlagers nach der einen oder anderen musikalischen Perle, angeln in der Musikgeschichte und heben versunkene Schellack-Schätzchen.

    Mit im Gepäck haben sie wie immer Gitarre, Kontrabass, Trompete und Kinkerlitzchen, um ihren zeitgemäßen Sound im Stil der 20er-60er Jahre strandesgemäß wie anmutig selbst zu begleiten.

    Und geplaudert wird natürlich auch, so wie sich das für eine ordentliche Damenkapelle gehört: unterhaltsam, charmant und mit der gebührenden Umschweife!

    Dass die Zucchini Sistaz ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen müssen, beweisen gemeinsame Tourneen mit u.a. Götz Alsmann, der SWR Big Band, den Geschwister Pfister oder Gerburg Jahnke.

    Mit rund 100 Auftritten im Jahr haben sie sich eine treue und stetig wachsende Zuhörerschaft erspielt, die das detailverliebte Gesamtkunstwerk ‚Zucchini Sistaz‘ zu schätzen weiß. Ein „Tag am Meer“ ist fast wie Ferien – Gesangsharmonien, in denen man baden möchte, die eine oder andere unvergessene Sehenswürdigkeit und die schönsten Ohrwürmer als Souvenirs machen den gemeinsamen Abend zu mehr als einem herausragenden Konzertereignis.

    Die Zucchini Sistaz sind:

    Tina ‚La‘ Werzinger – Gesang, Gitarre, Ukulele

    Jule Balandat – Gesang, Kontrabass

    Schnittchen Schnittker – Gesang, Gebläse und Kinkerlitzchen

    Das Konzert im Rahmen des Dornumer Kulturprogramms 2023 wird gefördert von der Ostfriesischen Landschaft, von der Sparkassenstiftung Aurich-Norden und unterstützt mit einer Spende  vomWindpark Georgshof II in Dornum.

    Die Veranstaltung im Dornumer Schloss am Samstag, 27. Mai 2023 beginnt um 20:00 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr.Der Eintritt kostet 25 Euro, Karten sollten vorbestellt und reserviert werden, Tel: 04933 3389827 oder E-Mailk.begitt@yahoo.de

    Fotos: Peter Wattendorff

    „fresenspegel.de “ ,

    en bietje mehr as blot Proteree Huus bi Huus, in ‚t Dörp!

  • Osterfeuer,  in Ostfriesland fester Brauch

    Osterfeuer, in Ostfriesland fester Brauch

    Osterfeuer sind mehr als brennende Haufen und Trinkkonsum. Hier erinnert man sich an eigene Jugenderfahrungen mit Eiersammeln, Fackelumzug und Eierspielen.

    Wir besuchten Großheide und Nesse. In Großheide wird das Osterfeuer vom Heimatverein organisiert, in Nesse ist es die Freiwillige Feuerwehr. Immer im Mittelpunkt die Kinder und Jugendlichen. In Großheide wird ein Fackelzug mit den Kindern zum Feuerplatz organisiert, wo dann die mitgeführten Fackeln angezündet werden und die Kinder den vorbereiteten Feuerstoß entzünden.

    Alle Kinder erhalten Eier und können an Wurf und Suchspielen teilnehmen, denn natürlich findet sich eine Wiesenfläche mit Eibesatz. In Nesse hat die Feuerwehr Brandtonnnen vorbereitet, wo Kinder Stockbrote backen.

    Eiersuche und Abbrand des Feuerstoßes folgen. Soziale Treffpunkte, in diesem Jahr bei besten Wetterbedingungen.

    In Nesse verrät man uns noch das Stockbrotrezept zum Nachbacken…

  • Vermehrte Ausgabe von Alkohol an Jugendliche

    Landkreis überprüft Einhaltung des Jugendschutzes

    LKA/Aurich. Im Zuge einer Jugendschutzkontrolle, die am 16. März 2023 in der Krummhörn und Hinte sowie am 22. März 2023 in Aurich an jeweils acht verschiedenen Verkaufsstellen durchgeführt wurde, sind in elf Fällen Alkohol und Tabakwaren an eine 16-Jährige verkauft worden. Die junge Frau hatte sich als Praktikantin des Landkreises Aurich für die Testkäufe zur Verfügung gestellt. Die Quote lag im Vergleich zu 2022 damit sogar noch höher. 2022 wurden Alkohol und Tabak an 10 von 16 Verkaufsstellen frei an Jugendliche Testkäufer veräußert. Die 16-Jährige erhielt, ohne dass sie nach ihren Ausweispapieren und ihrem Alter gefragt wurde, frei an 11 von 16 Verkaufsstellen Spirituosen wie Weinbrand, Wodka und auch Zigaretten.

    Die Testkäufe wurden in Zusammenarbeit mit der Polizei Aurich und dem Amt für Jugend und Soziales des Landkreises Aurich durchgeführt. Überprüft wurden Lebensmittelläden, Fachgeschäfte für Tabakwaren und Tankstellen. Der Kreisjugendpfleger Werner Voß zeigte sich erschrocken angesichts der hohen Zahl an Verkaufenden und der freien Herausgabe von Spirituosen an Minderjährige. „Wir werden künftig mehr Jugendschutzkontrollen durchführen und das Verkaufspersonal stärker sensibilisieren und aufklären müssen“, lautete sein Fazit.

    Noch vor Ort wurde das Verkaufspersonal und die jeweiligen Betreibenden über die Abgabe von Alkohol und Tabak, insbesondere über das geltende Jugendschutzgesetz aufgeklärt und es gab Tipps zur Vermeidung einer Herausgabe an Minderjährige. Im Zweifelsfall lieber einmal mehr nach Ausweis und Alter fragen, lautet da die Sicherheitsformel.

    Die Kontrolle selbst hatte einen präventiven Charakter, dennoch müssen Einzelhändler und Verkaufspersonal, die sich nicht gesetzeskonform verhalten haben, mit empfindlichen Bußgeldern zwischen 150 Euro und 500 Euro rechnen. Bei Wiederholungstätern kann die Geldbuße auch um ein Vielfaches höher ausfallen. Ein großes Lob gab es für die fünf Händler, die gemäß den gesetzlichen Vorgaben gehandelt haben. Ihr Verhalten ist als positiver Beitrag zum Schutze der Jugend zu werten.

  • Polizeiliche Kriminalstatistik 2022 des Polizeikommissariats Norden

    Polizeiliche Kriminalstatistik 2022 des Polizeikommissariats Norden

    Eins für Liebhaber der Friesenkrimis…. es gab weniger Straftaten und eine hohe Aufklärungsquote… Im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Norden ist die Anzahl der Straftaten im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 35 Taten zurückgegangen. Die Aufklärungsquote lag mit 65,04% weiterhin auf einem hohen Niveau und erneut deutlich über dem Landesdurchschnitt. — Kernpunkte der PKS 2022 — – Rückgang der Straftaten im Vergleich zu 2021 um 35 Taten (-0,84%) – Aufklärungsquote von 65,04% auf hohem Niveau – Tendenz: Steigerung bei Laden- und Taschendiebstählen – Zahl der gefährlichen Körperverletzungsdelikte gestiegen (+27 Taten) – Weniger Sachbeschädigungen (-9,34%) – Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte leicht gesunken – Weniger Wohnungseinbrüche – Deutlich weniger Raubüberfälle (-35,71%) – Deutlicher Anstieg bei Fälschung beweiserheblicher Daten (+33 Taten) – Mehr Drogendelikte und Ladendiebstähle durch Kinder und Jugendliche – Weniger Straftaten und hohe Aufklärungsquote – Im Jahr 2022 wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Norden insgesamt 4.156 Straftaten registriert. Die Anzahl der Straftaten ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 35 bzw. 0,81% gesunken. Die Aufklärungsquote des Polizeikommissariats Norden lag 2022 weiterhin auf einem hohen Niveau und erreichte 65,04%. Sie lag damit erneut deutlich über dem Landesdurchschnitt von 61,73%. Insgesamt konnten im Jahr 2022 2.703 Taten der 4.156 registrierten Straftaten aufgeklärt werden. „Weniger Straftaten und eine erneut über den Landesdurchschnitt liegende Aufklärungsquote spiegeln die vorbildliche Arbeit der Mitarbeitenden des Polizeikommissariats Norden wider“, sagt Polizeioberrat Ingo Brickwedde, Leiter des Polizeikommissariats Norden. „Ermöglicht wurde dieser Erfolg auch die zahlreichen Hinweise aus der Bevölkerung, die zum Teil wesentlich zur Aufklärung von Straftaten beigetragen haben. Hierfür möchte ich mich ausdrücklich bedanken!“ – Mehr Körperverletzungen und weniger Sachbeschädigungen – Im Altkreis Norden ist die Zahl der Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die körperliche Freiheit in 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Taten (+3,31%) auf 686 Taten gestiegen. Es kam zu insgesamt 18 Raubüberfällen (-35,71%), im Jahr 2021 waren es 28. Im Jahr 2022 konnten 17 der 18 Raubüberfälle aufgeklärt werden. Bei den Körperverletzungsdelikten ist eine Zunahme von 8,43% zu verzeichnen, von 427 Taten in 2021 auf 463 Taten in 2022. Die registrierten gefährlichen Körperverletzungen auf Straßen, Wegen oder Plätzen sind von 29 auf 36 Taten gestiegen (+24,14%). Bei den fahrlässigen Körperverletzungen ist ein Anstieg um 58,33 % auf 38 Taten in 2022 zu verzeichnen – 2021 waren es 24 Taten. Die registrierten Sachbeschädigungen gingen 2022 zurück, von 514 Taten in 2021 um 48 Taten auf 466 Taten in 2022 (-9,34%). „Dass in 2022 die pandemiebedingten Einschränkungen weitestgehend aufgehoben wurden, spiegelt sich auch in der Kriminalstatistik wider. Öffentliche Veranstaltungen und der Besuch von Diskotheken und Gaststätten konnten – wie früher gewohnt – stattfinden, „sagt Erster Kriminalhauptkommissar Michael Pape, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. „Wie in den Jahren vor der Pandemie gab es wieder häufiger alkoholbedingte Körperverletzungen und Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit Veranstaltungen. Dennoch ist es sehr erfreulich, dass die Wahrscheinlichkeit, an einem öffentlichen Ort im Altkreis Norden Opfer einer Körperverletzung zu werden, weiterhin gering ist. Die sogenannten einfachen Körperverletzungen finden allgemein mehr im privaten Bereich statt. Bei den in der Öffentlichkeit verübten gefährlichen Körperverletzungen stellt besonders die Alkoholiker- und Drogenszene einen Schwerpunkt dar“, sagt Michael Pape. – Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte – Die Zahl der Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte ist im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Norden leicht zurückgegangen, von 24 Taten in 2021 auf 18 Taten in 2022. Es kam zu zehn Widerstandshandlungen, sechs tätlichen Angriffen, einer Bedrohung und einer Körperverletzung gegen Einsatzkräfte. In sieben Fällen war der Täter oder die Täterin alkoholisiert.

    Polizeioberrat Ingo Brikwedde

    „Die rückläufigen Zahlen in diesem Deliktsfeld sind erfreulich. Und dennoch: Angriffe auf Einsatzkräfte sind durch nichts zu rechtfertigen. Ich bin froh und dankbar, dass die Justiz mit aller Konsequenz diese Taten verfolgt“, sagt Ingo Brickwedde. – Anstieg bei Ladendiebstählen und Rückgang bei Einbrüchen – Die einfachen und schweren Diebstähle sind insgesamt um 158 Taten von 1.116 in 2021 auf 1.274 in 2022 (+14,16%) gestiegen. Ein leichter Rückgang der Straftaten war 2022 bei den Wohnungseinbruchdiebstählen festzustellen. 2021 waren es noch 50 Einbrüche, 2022 insgesamt 46. Das entspricht einem Rückgang von acht Prozent. Die Ladendiebstähle haben hingegen im Jahr 2022 deutlich zugenommen. Im Altkreis Norden kam zu 243 Ladendiebstählen. Das waren 74 mehr als 2021 und entspricht einem Anstieg von 43,79 Prozent. Auch die Zahl der Taschendiebstähle ist angestiegen – von 7 Taten in 2021 auf 16 Taten in 2022.

    Kriminalhauptkommissar Michael Pape

    „Dass die Anzahl der Einbrüche weiter gesunken ist, ist aus unserer Sicht sehr erfreulich“, sagt Michael Pape. „Eine eindeutige Erklärung für das spürbare Ansteigen der Laden- und Taschendiebstähle vermag ich nicht zu geben. Es bleibt aber festzustellen, dass wir uns in 2022 und auch heute mit vielen reisenden Tätergruppen auseinandersetzen mussten. Auch finden immer mehr Diebstähle von Dingen des täglichen Lebens statt wie Lebensmittel oder Drogerieartikel. Die gezielte und gute Präventionsarbeit beim Polizeikommissariat Norden wird begleitend weiter fortgesetzt“, sagt Michael Pape. Die Betäubungsmittelkriminalität blieb 2022 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die Zahl der Straftaten ist von 331 Fällen im Jahr 2021 auf 327 Fälle im Jahr 2022 sogar leicht gesunken. – Weniger Vermögens- und Fälschungsdelikte – Im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Norden kam es im Jahr 2022 zu weniger Vermögens- und Fälschungsdelikten. Insgesamt wurden 589 Taten registriert – das waren 180 Fälle weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote in dem Deliktsfeld betrug 72,16%. Einen großen Teil dieser Straftaten nahmen weiterhin der klassische Waren- und Warenkreditbetrug sowie die Fälschung beweiserheblicher Daten im Internet ein. Beim klassischen Waren- und Kreditbetrug sanken die registrierten Taten von 348 in 2021 um 200 Taten auf 148 (-57,47%). Im Gegenzug stiegen die Fälschungen beweiserheblicher Daten von 7 Taten in 2021 auf 40 Taten in 2022. „Das Internet bleibt für unsere Ermittlerinnen und Ermittler ein sehr großer Tatort. Widerrechtlich erlangte Personaldaten werden unter anderem im Darknet verkauft und durch Kriminelle benutzt, um etwa auf den Namen unbescholtener Bürger Accounts im Versandhandel, Giro-Konten bei Onlinebanken oder Fake-Shops einzurichten. Der Identitätsdiebstahl sollte uns alle veranlassen, sorgsam mit unseren eigenen Personaldaten im Internet umzugehen. Die Kriminellen lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen, um mit Hilfe des Internets auch aus dem Ausland Betrügereien und andere Straftaten zu begehen“, sagt Michael Pape. – Kinder- und Jugendkriminalität: Mehr Ladendiebstähle und Körperverletzungen, weniger Sachbeschädigungen – Im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalität kam es im Jahr 2022 zu 302 Straftaten. 2021 waren es noch 294. Das entspricht einem Anstieg von 2,72%. Die Diebstähle haben insgesamt um 9 Taten (+11,54%) zugenommen. Sie sind von 78 Taten in 2021 auf 87 Taten in 2022 gestiegen. Die registrierten klassischen Ladendiebstähle, die durch Kinder oder Jugendliche begangen wurden, haben sich mehr als verdoppelt, von 23 Taten in 2021 auf 52 Taten in 2022. Bei den Sachbeschädigungen ist ein Rückgang um 13 Taten festzustellen, von 45 Taten in 2021 auf 32 Taten in 2022. Die registrierten Körperverletzungen stiegen um 12 Taten, von 36 Taten in 2021 auf 48 Taten in 2022. Die Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz insgesamt verringerten sich in 2022 leicht um 1,21%. Jedoch stiegen die Drogendelikte in der Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen an, von 42 Fällen in 2021 auf 48 Fälle in 2022 (+14,29%). „Den Anstieg der Drogendelikte bei Kindern und Jugendlichen finde ich bedenklich. Das ist für uns ein Grund, die gemeinsame Präventionsarbeit zwischen Polizei, Schulen, der Stadt Norden und dem Landkreis Aurich noch weiter zu intensivieren“, sagt Michael Pape.

    Polizeikommissarin Hanna-Marie Schulte

    Polizeikommissarin Hanna-Marie Schulte, stellvertretende Leiterin des Arbeitsfeldes für Kinder- und Jugendkriminalität ergänzt: „Die Inflation, insbesondere die erhöhten Energiekosten, stellt viele Familien vor neue Herausforderungen. Vielen Kindern und Jugendlichen fehlen die finanziellen Mittel in Form von Taschengeld und nicht selten führt ein Kompensieren des Problems zu der Begehung von Straftaten, vor allem zu Ladendiebstählen. Dass es den Konsequenzen teilweise aber auch an Nachhaltigkeit fehlt, zeigt die Zahl der Wiederholungstäter.“ — Fazit zur PKS 2022 — „Wir haben wieder weniger Straftaten und erneut eine Aufklärungsquote auf hohem Niveau – das sind Belege für eine gute Polizeiarbeit hier im Altkreis Norden“, resümiert Ingo Brickwedde. „Die Corona-Pandemie mit all‘ ihren Einschränkungen für das gesellschaftliche Leben in den Jahren 2020 und 2021 hatte auch Auswirkungen auf das Kriminalitätsgeschehen und Delinquenz. Ausgangssperren, Geschäftsschließungen, Etablierung des HomeOffice etc. führten zwangsläufig zu einer Veränderung von Tatbegehungsweisen und auch -gelegenheiten. Diese pandemiebedingten Folgen kamen in 2022 nicht mehr in Gänze zum Tragen. Die veränderten Zahlen im Bereich der Kinder- und Jugendkriminalität zeigen dies. Für Kinder und Jugendliche gab es pandemiebedingt fast drei Jahre lang wenig Raum, um sich sozial zu entwickeln. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir uns alle bewusst sein müssen. Wir werden und dürfen uns nicht ausruhen“, sagt Ingo Brickwedde.

    Die Pressekonferenz fand am 24. 3. 2023 in Norden statt und wurde besucht von Hans-Joachim Steinsiek. Text und Grafiken: Polizei, Bild: cp fresenspegel.de

  • „Safety First -Rettungsmittel an Bord“

    „Safety First -Rettungsmittel an Bord“

    Eine Sonderausstellung im Museum „Windstärke 10“ in Cuxhaven
    Das Museum "Windstärke 10" rückt in seiner Dauerausstellung immer wieder die Menschen und ihre Erlebnisse auf See in den Mittelpunkt. So ist es naheliegend, in der kommenden Sonderausstellung "Safety First – Rettungsmittel an Bord" einen Blick auf die einzelnen Rettungsmittel zur Rettung von Schiffsbesatzungen und Passagieren und ihre Entstehungsgeschichte seit dem 19. Jahrhundert zu werfen.
     Jede Art der Seefahrt, ob professionell oder als Freizeitvergnügen, ob auf dem Meer oder auf Binnengewässern, birgt Risiken. Um im Falle des Falles bestmöglich geschützt zu sein, wurden vor allem seit dem 19. Jahrhundert Rettungsmittel wie
    Rettungsboote oder Rettungswesten stetig verbessert und weiterentwickelt. Ende des Jahrhunderts veröffentlichte die See-Berufsgenossenschaft die ersten Unfallverhütungsregeln. Darin wird betont, dass Rettungsmittel sowohl einfach bedienbar sein müssen als auch zuverlässig wirken sollen. Nachdem 1912 der Passagierdampfer Titanic sank und um die 1.500 Menschen mit in den Tod riss, wurde im Folgejahr erstmals eine Konferenz einberufen, die einen internationalen Mindeststandard für die Sicherheit auf Handelsschiffen schaffen sollte. Das erste Übereinkommen zum Schutz menschlichen Lebens auf See, kurz SOLAS oder Schiffssicherheitsvertrag wurde erlassen.
    Seitdem haben sich vor allem die einzelnen Rettungsmittel dank engagierter Forscher und Konstrukteure stetig verbessert und weiterentwickelt. Heute unterteilt man Rettungsmittel in zwei Gruppen: kollektive Rettungsmittel, wie Rettungsboote oder Rettungsinseln zur Rettung mehrerer Menschen gleichzeitig und individuelle Rettungsmittel zur Rettung Einzelner. Sie alle kommen erst dann zum Einsatz, wenn im Seenotfall, wie z.B. einer Kollision oder einem Brand an Bord alle eingeleiteten Gegenmaßnahmen erfolglos waren.
    Die spannende Ausstellung rund um die wichtigsten kollektiven und individuellen Rettungsmittel, wie Rettungsinseln oder Rettungswesten, wird vom 02. April bis 31. Oktober 2023 täglich von 10 – 18 Uhr zu sehen sein. Der Besuch der Sonderausstellung ist im Eintrittspreis mit enthalten. Alle Interessierten sind herzlich zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 02. April 2023 um 11 Uhr eingeladen.
    
    Foto:Maurizio Gambarini, Berlin (Copyright: Maurizio Gambarini, Berlin)
  • Bürgerthema Straßenausbaugebühren…

    Bürgerthema Straßenausbaugebühren…

    Ulrich Lütte besuchte eine Informationsveranstaltung in Dornum, wo die Gemeinde die Straßenausbaugebühren neu festlegen will.

    Am 22. 3. 2023 fand in Nesse, Ortsteil von Dornum die Veranstaltung statt, über die der Dornumer berichtet:

    Ulrich Lütte und Hans-Joachim Steinsieki im Gespräch am 23. 3. 2023
  • Schadet die Grundnetzfischerei dem Wattenmeer?

    Schadet die Grundnetzfischerei dem Wattenmeer?

    Eine Absicht der EU heizt derzeit die Gemüter in Ostfriesland. Krabbenfischer sehen sich bedroht, die Tourismuslobby sieht schon ausbleibende Gäste und die Landwirtschaftsvertreter ziehen Vergleiche mit Verboten von umweltschädlichen Giftausbringungen. Die Parteien und die hier sehr vertretene SPD sehen sich im Dilemma zwischen Wahrheit und Popularität. Wir wollen den verschiedenen Aspekten nachgehen und sprechen mit den Akteuren. Heute mit dem Landrat des Kreises Wittmund, Holger Heymann, in einem Telefoninterview am 21. 3. 2023:

    Landrat Holger Heymann im Gespräch mit Hans-Joachim Steinsiek
  • Abbau am Krankenhaus Norden geht weiter

    Förderverein besorgt über aktuelle schlechte Gesundheitsversorgung

    „Die Situation in den Krankenhäusern in Norden, Emden und Aurich verschärft sich. Uns sind inzwischen Fälle bekannt, in denen die Gesundheit der Patienten gefährdet wird, in denen die Arbeitsbedingungen das Personal krank machen und in denen Mitarbeiter das Krankenhaus verlassen und sich Arbeitgeber suchen, die mit ihnen besser umgehen. Die Fälle betreffen alle 3 Standorte.“ sagte Dr. Axel Schönian. Besonders betroffen sei dabei der Standort Norden, an dem der Landkreis Aurich und die Trägergesellschaft bei weitem am Meisten gekürzt hätten. Diese Veränderungen waren nicht unausweichlich, sondern seien gezielt vorgenommen worden. Zum Beispiel seien die Folgen der Versetzung des Chefarztes Dr. Raytarowski von Norden nach Aurich im Jahr 2020 erst jetzt drastisch zu spüren.

    Die Internistischen und Chirurgischen Stationen in Norden seien inzwischen in einem Maße reduziert worden, dass es immer wieder zu Überlastungssituationen komme. Dann müssen Patienten in der ZNA (zentrale Notfallaufnahme) übernachten, obwohl diese nur für die Aufnahme bzw. ambulante Betreuung ausgelegt sei. Es gebe zum Beispiel keine Zimmer mit Sanitäranlagen dort. Bis zu 10 Patienten seien davon in einer Nacht betroffen. Zusätzlich müssten Patienten auf den Stationen auf dem Flur übernachten, so voll sei es zeitweise. Die Krankenhäuser in Emden und Aurich könnten nicht übernehmen, weil sie selbst überlastet seien. Das Personal traue sich nicht, etwas zu sagen aus Angst um den Arbeitsplatz.

    Auf der anderen Seite stehen im Krankenhaus Norden Stationen leer als Folge der Streichungen der letzten Jahre.

    Die geplante Installation einer „halbstationären“ Versorgung mit dem StatAMed-Modellversuch am Standort Norden sei voraussichtlich keine Lösung, sondern nur ein Schritt zu einer weiteren Verschlechterung der Gesundheitsversorgung vor Ort. Damit werde die bereits jetzt unzureichende  Versorgung der Bevölkerung in Norden und Umgebung nur noch weiter zusammengestrichen. Die Einführung des StatAMed-Programms werde zu einer Umwandlung des Krankenhauses in eine bessere Pflegestation und zur Schließung der Notfallambulanz führen.

    Der Förderverein beklagt die Intransparenz und Heimlichtuerei der Entscheidungsträger ebenso wie deren Inkompetenz: die Verantwortlichen Politiker planen offensichtlich schon seit knapp 1 Jahr, dass das StatAMed-Projekt in Norden ausprobiert werden soll.

    Offensichtlich würden sich die Entscheidungsträger nicht mit der medizinischen Versorgung der Bevölkerung beschäftigen.

    In seiner ersten Presseerklärung habe der neue Geschäftsführer, Herr Balster, insbesondere von der prekären finanziellen Situation berichtet. In seiner Einarbeitung seien von der Verwaltung und der Politik offensichtlich nur Vorgaben zu Finanzen, aber keine Vorgaben zur Sicherstellung der Qualität der medizinischen Versorgung für die nächsten Jahre gemacht worden. Im Gegenteil fordern Kreispolitiker regelmäßig weitere Einschnitte. Dafür hat der Förderverein kein Verständnis.

  • Förderung des Ostfriesischen Küstenabschnitts und Einführung ins mediale Zeitalter…

    Förderung des Ostfriesischen Küstenabschnitts und Einführung ins mediale Zeitalter…

    Eine Informationsveranstaltung zum Thema „Dorfregion Küstenorte“ am 15. 3. im „Sturmfrei“ in Neßmersiel wandte sich an die Bürger dieser Region. Und es fanden sich Interessierte. Abzüglich der Politik- und Parteivertreter, sowie der beruflich Beteiligten aus Verwaltung und Akteuren der Planer war es allerdings ein eher geringes Bürgeraufkommen. Die durch die Feuerwehr gereichten Bratwürste und Getränke willkommen. Ein offenbares Novum bei einer öffentlichen Veranstaltung in dieser Region allerdings der Hinweis, dass die Veranstaltung zu journalistischer Aufzeichnung führt. Wohl so neu, dass man im Vorfeld sich mit den drei beteiligten Gemeinden abstimmen musste, ob dieses Prozedere so durchführbar sei. Transparenz und journalistische Selbstverständlichkeit, hier mit Neuigkeitswert. Schön, dass man es wagte und Hoffnung, dass sich die politische Kultur in dieser Gegend in einer Entwicklung befinden. So kann hier nun jeder Bürger unsere Aufzeichnung nachhören und mit Hilfe der angegebenen Links die ergänzenden Grafiken betrachten.

    Lena Nordhausen von der Sweco führte durch die Veranstaltung, es sprachen:

    Herr Eschenbacher von der ArL Weser-Ems über die Förderungen ZILE und LEADER
    Für Norden, vom Fachdienst Stadtentwicklung, Herr Böhmer über Dorfgemeinschaftshäuser in Ostermarsch und Norddeich.
    Für Dornum Bürgermeister Trännapp zum geplanten Mehrfunktionshaus Ostdorf
    Für Hagermarsch Samtgemeindebürgermeister Sell zu Dorfgemeinschaftshaus und Außenanlage.
    Dieter Klaahsen, Leiter der Lenkungsgruppe. Fahrradwege im Gebiet der Küstenorte und sein kommentarloser überraschender Rücktritt als Leiter, was zu vielen Spekulationen führte.

    hier zum Audio der Veranstaltung: https://magentacloud.de/s/DDprWLBwyg3jqfA

    Weiter Informationen über www.dorfregion-kuestenorte.de

    Lena Nordhausen
    Herr Eschenbacher von der ArL Weser-Ems
    Fachdienst Stadtentwicklung Norden, Herr Böhmer
    Samtgemeindebürgermeister Hage, Herr
    Sell
    Bürgermeister Trännapp, Dornum
    Dieter Klaahsen, bisheriger Leiter der Lenkungsgruppe
    Besucher aus drei Gemeinden und Vertreter aus Politik und Verwaltung

    (stk) Dieser Bericht erscheint u. a. in der Facebook-Gruppe „Dornumer Nachrichten“

  • Frauen sind in den politischen Gremien unterrepräsentiert

    Frauen sind in den politischen Gremien unterrepräsentiert

    Ein Gespräch mit Frauke Jelden, der Gleichstellungsbeauftragen im Landkreis Aurich

    Frauke Jelden, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Aurich im Gespräch mit Hans-Joachim Steinsiek am 7. 3. 2023