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Zu wenig Einnahmen, oder zuviel Ausgaben? Norden belastet seine Bürger.

Ein Gespräch mit Florian Eiben, Nordens neuer Bürgermeister

Florian Eiben am 9. 12. 2021 im Gespräch mit Hans-Joachim Steinsiek, fresenspegel.

Nordens Grundstückseigentümer und Landwirte zahlen ab 2022 mehr Steuern. Die Grundsteuer A wird von 360 auf 420 Prozentpunkte angehoben. Ursprünglich hatte die Verwaltung hier einen Hebesatz von 550 Prozentpunkten vorgeschlagen. Für die Grundsteuer B soll eine Erhöhung von 390 auf 450 Prozentpunkte erfolgen. Die Gewerbesteuer bleibt unverändert, 380 Prozentpunkte. Widerstand verkündete die CDU, akzeptierte dann aber den eingeschränkten Erhöhungsbetrag. Deren Fraktionsvorsitzender Volker Glumm, betonte eine Notwendigkeit auf Steuererhöhungen zu verzichten und stattdessen die Ausgaben der Stadt zu senken.

(stk., Foto: Florian Eiben,)

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Landschaftsschutz Landwirtschaft

Abdichtung des Sandwaters ist abgeschlossen

Leck wurde mit sogenanntem Flüssigboden verfüllt

LKA/Aurich/Simonswolde. Die Abdichtung des Sandwaters in Simonswolde ist abgeschlossen. Nun soll in den kommenden Wochen beobachtet werden, ob die durchgeführte Maßnahme den erhofften Erfolg hat und der Wasserstand in dem rund 23 Hektar Niedermoorsee nach den Winterniederschlägen im kommenden Jahr wieder auf das vorherige Niveau steigt.

Zur Erinnerung: Im Frühjahr 2021 war dem Landkreis Aurich bekanntgeworden, dass der ungewöhnlich niedrige Wasserstand im Sandwater nicht unmittelbar durch die Witterung in den vorangegangenen Jahren, sondern durch ein Leck im Bereich der südlichen Verwallung verursacht worden ist. Auf einer Länge von ca. 750 Metern drang Wasser aus dem Sandwater unter dem Weg „Achtert Sandwater“ hindurch in den neben dem Weg laufenden Graben und floss ab. Dadurch war der Wasserstand im Sandwater um mehrere Dezimeter gesunken. Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit in den Jahren 2018 bis 2020 führten bei den niedrigen Wasserständen im Sandwater zu Fischsterben.

Nachdem die Verantwortlichen Kenntnis von der Leckstelle erhalten hatten, wurden Lösungen zur Abdichtung gesucht und verschiedene Alternativen geprüft. Unter Berücksichtigung der Bodenverhältnisse, der Erreichbarkeit der Baustelle und der Kosten entschied man sich letztlich für die Abdichtung mit sogenanntem Flüssigboden.

Für die Abdichtung wurde mit einer speziellen Fräse ein etwa 30 bis 40 Zentimeter breiter und bis zu drei Meter tiefer Schlitz in der Mitte des Weges hergestellt und dieser dann mit Flüssigboden verfüllt. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Bodenmaterial und Zusatzstoffen. Es wirkt abdichtend, bleibt dauerhaft elastisch und passt sich daher den Bodenbewegungen an.

Der Flüssigboden wurde zunächst in einer speziellen Anlage vorbereitet und mit Betonmischern zur Baustelle gebracht. Die Arbeiten mussten angesichts des durchfeuchteten und instabilen Bodens nach und nach durchgeführt werden. Dabei haben die Mitarbeiter der ausführenden Firma Heyen und des Landschafts- und Kulturbauverbandes sehr gut zusammengearbeitet. Leider führte die wechselhafte Witterung zu Unterbrechungen, da der Weg zeitweise kaum sicher durch Baufahrzeuge befahrbar war und die Arbeiten durch Niederschlagswasser in der Baugrube behindert worden wären.

Wegen der Lage der Baustelle im Wasserschutzgebiet Tergast und in einem Naturschutzgebiet musste bei den Arbeiten besonders sorgsam vorgegangen werden. Die Stadtwerke Emden, als Eigentümerin des Gewässers, beauftragten dazu einen Fachmann, der die Arbeiten engmaschig begleitete. Diese wurden vom Landkreis Aurich genehmigt, von den Stadtwerken Emden beauftragt und die Kosten werden zu gleichen Teilen vom Landkreis, Stadtwerken und der Gemeinde Ihlow getragen.

ü. Pm.