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„Das man nicht erst wartet bis sich eine Bürgerinitiative bildet…“

TANO“ Tourismusagentur Nordsee GmbH, stellt sich in einer Pressekonferenz am 24. 9. 2021 vor. Wir stellten die Fragen.

Tourismus hat viele Gesichter. Da ist nicht nur der Anbieter einer Pension, die übrigen Einwohner der Gemeinden und die lokalen Tourismusverbände, auch externe Initiatoren und Geldgeber haben ein Auge auf die Perlen am Meer. Soziologisch entstehen hier Konflikte, denn die Metaphilosophie hängt von dem ab, der in dem Ringen um das vermeintlich „Gute“ das Sagen hat. Bisherige Bemühungen externer Initiatoren vermittelten nur zu gerne den Eindruck „wir wissen schon was für dein Dorf das Richtige ist“. Soziale Spannungen, wie sie sich derzeit in Dornum zeigen, wir berichteten, sind den Akteuren hinter TANO wohlbekannt, und man will zukünftig nicht erst warten, bis sich bürgerlicher Widerstand bildet. Und man hat ja Akteure an Bord, die im Windkraftringen erprobt sind. Anlaß genug für uns, die Eröffnungspressekonferenz mit der bestimmenden Frage zu konfrontieren.

Landrat Sven Ambrosy beantwortet die Fragen von Hans-Joachim Steinsiek, fresenspegel.de

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Darf sich moralische Verantwortung hinter einer juristischen Bewertung zurückziehen?

Impferschleichung wurde ein Begriff, als im Rahmen der Priorisierung Personen ohne eine vorgesehenen Vorrangstellung sich und Nahestehende impfen ließen. In der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich und Norden ergab sich eine Unregelmäßigkeit, als sich der Klinik Geschäftsführer außerplanmäßig impfen ließ. „Überschüssige Gebinde“ sollten angeblich nicht verfallen. Die moralische Frage, warum die nicht innerhalb der Impfberechtigten verimpft wurden steht und führte für zu einer über Ostfriesland hinaus beachteten Diskussion. Juristisch wurde die Geschäftsführung zwar entlastet, aber damit will die Politik sich nicht zufrieden geben. Grüne, Linke und AKSB fordern weiterhin die Ablösung, bzw. den Rücktritt des Geschäftsführers Claus Eppmann, während Landrat Olaf Meinen vorsorgend verkündet, dass „keine Köpfe rollen werden“.
Das Vertrauen in die Führungsspitze des Klinikverbundes scheint jedenfalls nachhaltig gestört und es darf mit Spannung erwartet werden, ob die Politik eine eigene moralische Bewertung jenseits der rein rechtlichen Entlastung mit Konsequenzen einfordern wird.
(stk)