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Aurich Dornum Neßmersiel Norden Politik Sozialpolitik Tourismus Wittmund

„Das man nicht erst wartet bis sich eine Bürgerinitiative bildet…“

TANO“ Tourismusagentur Nordsee GmbH, stellt sich in einer Pressekonferenz am 24. 9. 2021 vor. Wir stellten die Fragen.

Tourismus hat viele Gesichter. Da ist nicht nur der Anbieter einer Pension, die übrigen Einwohner der Gemeinden und die lokalen Tourismusverbände, auch externe Initiatoren und Geldgeber haben ein Auge auf die Perlen am Meer. Soziologisch entstehen hier Konflikte, denn die Metaphilosophie hängt von dem ab, der in dem Ringen um das vermeintlich „Gute“ das Sagen hat. Bisherige Bemühungen externer Initiatoren vermittelten nur zu gerne den Eindruck „wir wissen schon was für dein Dorf das Richtige ist“. Soziale Spannungen, wie sie sich derzeit in Dornum zeigen, wir berichteten, sind den Akteuren hinter TANO wohlbekannt, und man will zukünftig nicht erst warten, bis sich bürgerlicher Widerstand bildet. Und man hat ja Akteure an Bord, die im Windkraftringen erprobt sind. Anlaß genug für uns, die Eröffnungspressekonferenz mit der bestimmenden Frage zu konfrontieren.

Landrat Sven Ambrosy beantwortet die Fragen von Hans-Joachim Steinsiek, fresenspegel.de

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Dornum Tourismus

Dornums Mühle als Blickfang

Da staunte Wilhelm Brooksmid, Vorsitzender des Dornumer Mühlenvereins von 1624, als er eine Touristin neben der Fahrbahn an der Mühle beim Aquarellieren entdeckte. Grund genug sich mit einem Kaffee und Stück Kuchen zu einem Gespräch einzuladen. Wie sich herausstellte hat die Dame aus Kassel und Herkunft aus China mit dem interessant klingenden Namen „Erreiche dein Ziel“ eine besondere Beziehung zu Dornum. Ihre Schwiegereltern leben hier und freuen sich über den Familienbesuch. Ihre Faszination für Dornums Schmuckstück ist nicht nur einem abgeschlossenen Architekturstudium zu verdanken, sie hält das Bauwerk für ein lohnendes Aquarellmotiv. Wir sprachen mit ihr:

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Dornum Personen Tourismus

Urlaub, Zeit für Begegnung

Dass Urlaub nicht nur der Rückzug in die Privatidylle ist, erfahren wir in der oft zufälligen Begegnung. So trafen in Dornumersiel der bekannte Essener Schauspieler Dirk Sonnenschein auf den Dornumer Ordnungshüter Uwe Fieker, der sich derzeit um das Bürgermeisteramt in Dornum bewirbt. Genug Gelegenheit sich über Dornums Tourismuspotential aus der Sicht des Besuchers zu informieren. Dirk Sonnenschein verriet jedenfalls soviel, dass er mit seiner Quartierinhaberin einen weiteren Besuch geplant habe. Vielleicht wird ihn Uwe Fieker ja dann als frisch ins Amt gekommener Bürgermeister begrüßen können.

(stk., Foto: fresenspegel.de)

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Kinder Norden Ostfriesisches Teemuseum in Norden Tourismus

Museumspädagogik kann genußvoll sein…

… wenn das Teemuseum in Norden einlädt.

Spielerisches Lernen geht auch im Museum. Im Norder Teemuseum gibt es regelmäßig auch Angebote für Kinder um das Thema Tee allseitig zu erforschen. So erfahren sie, dass viele Berufe im Kontext des Genußmittels stehen. Ob Porzellanmaler oder Stövchenbauer, hohes Kunsthandwerk lässt sich in der „Teewelt“ erfahren. Im Norder Museum versucht man die Kinder zur Selbstschöpfung und künstlerischen Umsetzung anzuregen.

Wir sprachen hierüber mit der ehrenamtlichen Museumspädagogin Sabine Abel:

Interview mit Sabine Abel im Teemuseum Norden am 12. 8. 2021
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Dornum Fähren Kommunalpolitik Politik Tourismus Verkehr

Wenn Dornums Fähre kein Gehör findet

Baltrum, eines der Traumziele an der Nordsee wird über Dornum betreten. Genauer über den verbindenden Fährbetrieb zwischen der Insel und der Festlandsgemeinde Dornum. Der Fährbetrieb dient nicht nur der Touristik, sondern ist ein fester Bestandteil der Küsteninfrastruktur auf die Bewohner und Touristen gleichermaßen angewiesen sind. Seit einiger Zeit läuft der Verkehr an dieser Nahtstelle aber nicht mehr glatt. Fährbetreiber und Gemeindeverwaltung stehen im Kommunikationsstau. Letztlich verhinderte die Gemeinde mit dem Hinweis, die Geschäftsführerin der Fährgesellschaft sei nicht Einwohnerin, sie hat nur ihren Dienstwohnsitz in der Gemeinde, in der Einwohnerfragestunde das Wort zu ergreifen. Dabei hätte diese der Gemeinde viel zu erzählen. Von fehlenden Toiletten und anderen Hemmnissen eines unbeschwerten Miteinanders. Grund genug für uns, mit Frau Christina Ulrichs, der Geschäftsführerin der Baltrum Linie, die Lage an der Waterkant zu erörtern.

Christina Ulrichs, Geschäftsführerin der Baltrum-Linie, ist verärgert über die Arroganz , die der wichtigen Infrastruktur Fähre seitens der Dornumer Hafenbetreiber entgegengebracht wird.

Erzwingen kann Frau Ulrichs von Seiten des Fährunternehmens in der Tat kein Rederecht bei einer Einwohnerfragestunde. Und es kann diskutiert werden, ob dieses Bürgerinstrument geeignet ist Konflikte dieser Art zu lösen. Die sich ergebende Unzufriedenheit des Gewerbetreibenenden und Dornumer Bürger könnte jedenfalls eine Rolle bei den bevorstehenden Kommunalwahlen spielen. Immerhin stehen dem bisherigen Bürgermeister bis jetzt schon zwei Konkurenten gegenüber, die neue Konzepte für die „Herrlichkeit“ an der Küste fordern.

stk

(Fotos: Eigentum der Baltrum Linie)

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Tourismus

Viele Gäste werden wohl Ostfriesland längerfristig den Rücken kehren

„Wir werden wohl so schnell nicht wieder nach Ostfriesland kommen…“, Werner Y., (Name von der Redaktion geändert), ist sauer. Seit 18 Jahren hatte er sich regelmäßig, zum Teil mehrmals im Jahr im Landkreis Aurich eingemietet. Die Inseln waren ihm zu überlaufen und schlicht zu teuer. „Dort ist man zu hochnäsig, die können doch Preise verlangen, die sie willkürlich festlegen und die Vermieter dort konkurrieren kaum, sodass die Preise ständig steigen.“ stellt er fest und hatte für sich persönlich eine Alternative auf dem Festland gefunden. Der Kreis Aurich mit seinem Radfahrnetz hatten für ihn seinen Wert. „Mit dem Rad komme ich bequem zur Küste und erreiche die Ortschaften, das Auto bleibt hier stehen.“ Werner Y. hatte sich eine das Jahr strukturierende Gewohnheit zugelegt und die teilte er mit vielen Touristen hier, die sich mit der Landschaft verbunden haben. Damit sei aber nun Schluß, der Umgang mit den Touristen hier bei Ausbruch der Coronapandemie hat ihn getroffen. Zwar sehe er die Notwendigkeit in ungewöhnlichen Zeiten auch ungewöhnliche Maßnahmen zu akzeptieren, die Art und Weise wie man verwaltungstechnisch und auch bei den Einheimischen damit umging sei hochnäsig und arrogant. Er sei auf Einheimische gestoßen , die ihn geradezu verhöhnt hätten. Die Touristen soll doch gefälligst „abhauen“und die Bewohner nicht gefährden. „Die Kohlensäcke aus Dortmund“ sollen doch im Pott bleiben. Was er sich direkt anhören musste reicht ihm, er will zumindest für eine längere Zeit einen Bogen um diese Gegend machen. Dabei steht er offenbar mit seiner Meinung nicht allein, denn viele Inselbesucher konnten ähnliches berichten.