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Silvester vor 40 Jahren: Land NRW erteilte erste Baugenehmigung für Gronauer Atomfabrik

Initiativen, BBU und IPPNW fordern sofortige Stilllegung!

(Gronau, Düsseldorf, Berlin, 30.12.2021) Zum Jahreswechsel haben
Bürgerinitiativen aus mehreren Bundesländern, der Bundesverband
Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) sowie die Deutsche Sektion der
Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) die sofortige Stilllegung der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (NRW) gefordert. Aktueller Anlass der Forderung ist der 40. Jahrestag der Erteilung der ersten Baugenehmigung der bis heute umstrittenen Uranfabrik am Silvestertag 1981. Die Initiativen und Verbände kritisieren, dass trotz beschlossenem Atomausstieg in Gronau weiterhin ohne jegliche Laufzeitbegrenzung Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken in aller Welt vorbereitet werden darf. 2022 werden weitere Proteste gegen die Gronauer Uranfabrik durchgeführt, zum Beispiel Karfreitag ein Ostermarsch.

Gegen den Bau der Urananreicherungsanlage, die vom Urenco-Konzern
betrieben wird, wurden in den 70er Jahren etwa 7000 Einsprüche bei den zuständigen Genehmigungsbehörden eingereicht. Diese wurden dann im Mai 1981 in einem Erörterungstermin behandelt, der ohne Not zeitgleich mit dem Erörterungstermin zum Bau des Atomkraftwerkes Lingen 2 durchgeführ wurde. Personen, die gegen beide Atomanlagen Einsprüche erhoben hatten, konnten nicht an beiden Erörterungen teilnehmen.

Störfälle und Atommüll: Bedenken von 1981 auch heute noch aktuell

Schon direkt nach der Erteilung der ersten Baugenehmigung am 31.12.1981 unter der Regie des damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau – es folgten bis 2005 mehrere Ausbaugenehmigungen – forderte der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau von den damaligen NRW-Genehmigungsbehörden (Gesundheitsministerium NRW und Wirtschaftsministerium NRW) die Rücknahme der Genehmigung.Zur Begründung wurde betont, dass sich in der Anlage Störfälle ereignen können, dass die Anlage militärisch genutzt werden könnte und dass die Entsorgung des Atommülls nicht gesichert ist.
„Die Bedenken von damals sind heute immer noch aktuell – ja, sie sind sogar noch gravierender. Es gab mehrere Störfälle in der Anlage, das Atommüllproblem ist weiterhin ungelöst und auch die Relevanz der Urananreicherung für militärische Atomprogramme lässt sich nicht leugnen“, betont der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau. Der AKU Gronau engagiert sich nach wie vor gemeinsam mit Initiativen und Verbänden aus NRW, aus dem Bundesgebiet und auch aus anderen Ländern wie Niederlande, Russland und Japan für die Stilllegung der Gronauer Urananreicherungsanlage.

Weitere Proteste geplant – Karfreitag wieder Ostermarsch zur UAA Gronau

Gegen den Bau und Betrieb der Gronauer Urananreicherungsanlage fanden und finden immer wieder unterschiedliche Protestaktionen statt. Die größte Demonstration gegen die Anlage wurde 2011, wenige Wochen nach der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan), organisiert. Ein Ostermarsch führte rund 15.000 Menschen von der Gronauer Innenstadt zur Urananreicherungsanlage. Und seit Ende 1986 finden immer am ersten Sonntag im Monat Sonntagsspaziergänge an der Anlage statt. Traditionell werden sich wohl auch am 2.1.22 um 14 Uhr Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen an der Urananreicherungsanlage treffen. Fast genau 40 Jahre nach der Erteilung der ersten Baugenehmigung.

„Vor 40 Jahren hat wohl kaum jemand vermutet, dass der Protest gegen die Urananreicherung in Gronau so langlebig sein wird. Und es wird weiterhin vonsequent von der NRW-Landesregierung, aber auch von der neuen Bundesregierung, die Stilllegung des Gronauer Uranmonsters eingefordert. Rechtsgutachten belegen, dass die Stilllegung durchgesetzt werden kann“, so der AKU Gronau.

Und der nächste größere Protesttermin steht auch bereits fest:
Karfreitag soll wieder im Schulterschluss mit der Friedensbewegung ein
Ostermarsch zur Gronauer Uranfabrik führen.


Weitere Informationen:

https://bbu-online.de, https://www.ippnw.de, https://sofa-ms.de,
https://urantransport.de, https://www.westcastor.de,
https://aabhh.noblogs.org, https://atomstadt-lingen.de,
https://www.bi-ahaus.de, https://www.bi-luechow-dannenberg.de,
https://waagwf.wordpress.com, https://ostermarsch-gronau.de,
http://www.antiatombonn.de

Foto: Ostermarsch 2018 zur Urananreicherungsanlage Gronau (30. März 2018)

(ü. Pm.)

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Norden Veranstaltungen

Janne Mommsen liest aus „Das Inselweihnachtswunder

Am Freitag, den 3. Dezember um 19.30 Uhr liest der Autor Janne Mommsen in der Norder Stadtbibliothek aus seinem neuen Roman „Das Inselweihnachtswunder“.
Die junge Inselpastorin Carola leitet im Friesendom die Chorprobe für Heiligabend. Alle sind voller Vorfreude aufs Fest, nur sie nicht. Nach der Christmette wird sie wieder alleine in ihrem kleinen Reetdachhaus sitzen.


Noch ist aber Vorweihnachtszeit, und es gibt eine Menge zu tun: Als Carola auf der gegenüberliegenden Hallig Langeneß eine Andacht hält, bittet der sympathische Organist Torin sie um einen Gefallen: Seiner Großmutter geht es gesundheitlich so schlecht, dass sie Weihnachten wahrscheinlich nicht erleben wird. Ob Carola mit der Familie den Heiligabend vorziehen könne?
Kurz vor Weihnachten überschlagen sich die Ereignisse. Ein Geldkoffer mit mehreren tausend Euro wird an Land gespült, ein anonymer Wohltäter sorgt für ein Weihnachtswunder, und die Möglichkeit eines Single-Heiligabends in der kleinen Inselbuchhandlung zeichnet sich ab. Ob dort vielleicht auch ihr ganz persönliches Weihnachtswunder auf Carola wartet?

Der Autor Janne Mommsen hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Romane und Theaterstücke.

Eine telefonische Reservierung der Karten ist ab sofort unter der Nummer 04931/ 923 – 353 möglich. Die Lesung wird entsprechend der zum Zeitpunkt der Abendveranstaltung geltenden Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes durchgeführt. Auf jeden Fall gilt die 2G-Regel. Weitere Informationen dazu erteilt das Bibliotheksteam telefonisch.

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Kunst Tanz Veranstaltungen

Der Deutsche Tanzpreis 2021 ist vergeben…

hier zum Artikel…

Tanzpreis Solo mit Sofa. Foto: UrsulaKaufman

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Norden Ostfriesisches Teemuseum in Norden Veranstaltungen

Internationalen Museumstag. Teemuseum Norden ist dabei.

Auch wenn das Ostfriesische Teemuseum zurzeit noch geschlossen ist, können am Internationalen Museumstag, am Sonntag, 16. Mai, neue digitale Angebote entdeckt werden. Das Museum veröffentlicht daher auf seiner Facebook-Seite und dem YouTube-Kanal neue Videos zu verschiedenen Objekten der Dauerausstellung. Kulturfreundinnen und -freunde erhalten so die Gelegenheit, sich ein bisschen Museumsflair ins eigene Wohnzimmer zu holen und sich schon einmal auf ihren nächsten Besuch des Ostfriesischen Teemuseums einzustimmen.

Zu sehen sind drei Clips aus dem Multimediaguide, der während des Aufenthalts im Museum den Gästen kostenlos zur Verfügung steht. Ausgewählt hat das Museumsteam ein Video zu einem ganz besonderen Exponat: Ein abschließbares Zuckerkästchen, an welchem der hohe Stellenwert des Zuckers erklärt wird. Zwei weitere Clips richten sich an Freunde des Plattdeutschen und geben einen kleinen Einblick in den neuen plattdeutschen Multimediaguide, an dem gerade gearbeitet wird. Dieser wird schon bald den Museumsgästen zur Verfügung stehen. Thematisch drehen sich die beiden Videos um die Gestaltung von Teedosen und Verpackungen mit Beispielen aus der Teewerbung und das berühmte Porzellandekor der ostfriesischen Rose.

Ostfriesisches Teemuseum Norden

Westerstr. 2

26506 Norden

Tel.:   04931-91 82 139

Web: www.teemuseum.de

(ü.Pm. Teemuseum Norden, Foto: ebd.)