{"id":1785,"date":"2023-12-23T21:48:33","date_gmt":"2023-12-23T21:48:33","guid":{"rendered":"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1785"},"modified":"2024-02-25T11:41:10","modified_gmt":"2024-02-25T11:41:10","slug":"todes-container-im-wattenmeer-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1785","title":{"rendered":"\u201eTodes Container im Wattenmeer\u201c (17)"},"content":{"rendered":"\n<p id=\"block-76365af7-92bf-48ef-aa80-0c79d20bd6b8\"><strong>Kommissar Berger \u2013 Mord in Norden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-cf2b7ee8-1d09-4547-b6c6-beec7de03b25\"><strong>von Lutz M\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-cdebc12c-a74f-40e6-9daf-53259614708f\"><em><strong>ein K\u00fcstenkrimi \u2013 Folge&nbsp;<\/strong><\/em>17<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Konsti den gro\u00dfen h\u00e4sslichen Kopf des Knurrhahns abtrennte und den Fischbauch mit einem scharfen Messer aufschnitt, entnahm er mit seinen nicht geraden feinen Fingern eines 1,90m gro\u00dfen Mannes,<\/p>\n\n\n\n<p>200<\/p>\n\n\n\n<p>die Eingeweide heraus. Er schnitt mit ge\u00fcbten Handgriff an der Gr\u00e4te vom Schwanz zum Hals des Fisches entlang und erhielt damit ein herrliches Filet. Trotz der gro\u00dfen Konzentration auf seine Kochkunst, musste er an seinen Fall denken. Die Bilder in seinem Kopf lie\u00dfen ihn nicht los. Die toten Kinder und Frauen in dem Container im Watt. Er melierte das so gewonnene Fischfilet und legte beide Teile auf der Hautseite auf die hei\u00dfe Pfanne in die er vorher etwas Oliven\u00f6l und Rosmarinzweige getan hatte. So lie\u00df er den Fisch, unter Beobachtung\u2006 \u2006 kross braten. Konsti passte den Augenblick ab, bis die Haut Farbe hatte und das Innere des Fisches noch glasig war.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ruhten die Filets im Ofen bei 60 Grad Celsius. Renate hatte in der Zwischenzeit das Gem\u00fcse gewaschen und geputzt. Sie hatte die Kartoffeln mit der Schale bereits gekocht und schwenkte sie nun in der<\/p>\n\n\n\n<p>201<\/p>\n\n\n\n<p>hei\u00dfen Pfanne in Rosarien Butter, bis die Schallen gl\u00e4nzten. Die Gem\u00fcsebeilage kr\u00f6nte der frische Nordseequeller, er schmeckte leicht salzig und roch nach Meerwasser. Serviert wurde der\u2006 \u2006 vorher gesalzene Fisch von Renate auf einem gro\u00dfen flachen hellgr\u00fcnen Teller, drapiert auf dem Gem\u00fcsebeet und \u00fcbergossen mit der hei\u00dfen Rosmarin Butter. Daneben rundeten die Kart\u00f6ffelchen das Arrangement auf dem Teller ab. Es war ein einfaches, aber geniales Geschmackserlebnis, was sich die beiden Kommissare da zubereitet hatten. Sie tranken dazu einen Wei\u00dfwein aus dem Elsa\u00df. Auf die Nachspeise verzichteten beide K\u00f6che und tranken lieber einen Espresso und dazu einen Wachholderschnaps. Sie kamen aber nicht umhin, \u00fcber den Fall zu sprechen, der in seine entscheidende Aufkl\u00e4rungsphase getreten war. Da dr\u00e4ngten sich auch die Gedanken an ihre Freundin und Kollegin Maren auf, w\u00fcrde<\/p>\n\n\n\n<p>202<\/p>\n\n\n\n<p>Sie wieder so wie fr\u00fcher sein? Ihre kleine clevere und profihafte Ostfriesin?<\/p>\n\n\n\n<p>Interpol hatte Erfolg und meldete die Gefangennahme des gesuchten Kutter Kapit\u00e4ns, er wurde in Riga verhaftet und vernommen. Er gab zu die Fahrten mit den Fl\u00fcchtlingen durchgef\u00fchrt zu haben, aber nichts vom Drogenschmuggel gewusst zu haben. Sein Auftraggeber war M\u00fcller und der Abnehmer in Norddeich Friedrich Hagen. Mehr konnte, oder wollte er nicht zugeben, er hatte Angst ebenfalls ermordet zu werden. Es gab wohl noch wenigstens zwei andere K\u00f6pfe in Norden die \u00fcber Allen im Netzwerk standen. Diese waren, laut dem Kapit\u00e4n, Teil der Russenmafia. Der Container ging bei der Havarie mit dem Containerschiff \u00fcber Bord, er h\u00e4tte nichts mehr f\u00fcr die 40 Fl\u00fcchtlinge tun k\u00f6nnen, versuchte sich der Schei\u00dfkerl heraus zureden, so berichtete der Kollege aus Riga.<\/p>\n\n\n\n<p>203<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage, warum er bei so hohen Seegang und der Havarie nicht sofort den Container ge\u00f6ffnet h\u00e4tte, antwortete er, die Fl\u00fcchtlinge waren schon Tod bevor der Container \u00fcber Bord ging. Es war eine saubere Entsorgung, \u00fcber Funk, von M\u00fcller so angeordnet worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Indizien wiesen auf die beiden Russinnen hin! Aber der wichtigste Zeuge, Hans M\u00fcller war noch auf der Flucht und nicht auffindbar. Die beiden Frauen wurden rund um die Uhr observiert, aber sie verhielten sich unauff\u00e4llig in ihrem Haus auf. Sollten sie doch noch andere, den Kommissaren nicht bekannte Helfer haben, die im Hafen von Norddeich die neue Fl\u00fcchtlingsfracht \u00fcbernehmen konnten? Dies und andere Fragen stellte sich Berger, als er einen Anruf auf seinem Handy bekam.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e Es tut sich was bei den beiden Damen!\u201c h\u00f6rte Berger die Stimme von Renate.<\/p>\n\n\n\n<p>204<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas passiert gerade? Sag was ist los, rede schon!\u201cantwortete er und schnaubte dabei durch seine Nasenl\u00f6cher wie ein Pferd. \u201eHey, beruhige dich mein Liebster, sonst bekommst du Herzklabastern! Die sind in ihr Auto gestiegen und fahren jetzt gerade in die Richtung nach Norddeich.\u201c \u201eSind sie alleine im Wagen? \u201eJa! Sie fahren einen dunkelblauen Van, der hat Platz f\u00fcr 8 Personen.\u201c \u201eDamit k\u00f6nnten sie aber nicht alle Fl\u00fcchtlinge aufnehmen, konstatierte Berger.\u201c\u2006 \u2006 \u201eDu hast recht, sie m\u00fcssen noch andere Fahrzeuge mit Helfern haben!\u201c \u201e Habt ihr den Anleger auch vom Wasser aus gesichert und werden die Zufahrtsstra\u00dfen gesperrt?\u201c \u201eAlles paletti, mein gro\u00dfer Organisator!\u201c Berger reagierte ver\u00e4rgert und antwortete: \u201eKonzentriert euch auf die Aktion und versiebt es nicht wieder!\u201cRenate beendete w\u00fctend das Gespr\u00e4ch und lie\u00df Berger am Handy allein, nur ein Piep Ton war f\u00fcr ihn noch h\u00f6rbar. Berger starrte auf sein Handy, auf<\/p>\n\n\n\n<p>205<\/p>\n\n\n\n<p>dem Display war Renates Gesicht zusehen. Sie schaute ihn an, mit ihren gro\u00dfen Mandelf\u00f6rmigen Augen, er konnte ihr einfach nicht b\u00f6se sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Frachter tuckerte langsam am Kai entlang zum Anlegeplatz im Hafen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrenddessen gab es ein konspiratives Gespr\u00e4ch zwischen einem Kreistagsabgeordneten und einem Bauunternehmer aus dem Kreis Aurich. Die beiden Herren der sogenannten \u201ebesseren Gesellschaft,\u2006 \u2006 sie bef\u00fcrchteten, das ihr unappetitliches Gesch\u00e4ft auffliegen w\u00fcrde und die Russen, um sich zu retten, sie an die Polizei verraten w\u00fcrden. Die beiden Herren waren die eigentlichen Profiteure des organisierten Menschenhandels, der Drogenhandel war das Ding der Russenmafia. Also mussten sie Abwegen, abzuhauen und alles verlieren, oder abzuwarten ob die Russen dicht hielten und sie unbehelligt blieben.<\/p>\n\n\n\n<p>206<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir sind seit 6 Uhr morgens im Marschenland unterwegs. Auch mit Sp\u00fcrhunden. Hauptwachmeister Jansen knallte ver\u00e4rgert den \u201eKurier auf den Tisch des Einsatzwagens des \u201eMEK\u201c. Die halbe Stadt ist auf den Beinen und spielt Kriminalpolizei, sie haben Suchtrupps zusammengestellt und kommen uns bei unserer Suche in die Quere. Die Zeitung schreibt auf der Titelseite, dass die Polizei \u00fcberfordert w\u00e4re, sie suchten nun schon seit\u2006 \u2006 2 Tage, ohne Erfolg, nach dem fl\u00fcchtigen Verbrecher. Nun sollen wir auch noch den Hafen in Norddeich abriegeln und die Zufahrtsstra\u00dfen kontrollieren. Wir sind damit wirklich personell \u00fcberfordert.\u201c Der anwesende Kollege vom \u201eMEK\u201c nickte zustimmend, aber nicht wirklich interessiert und Jansen war mit seinem Groll alleine gelassen. Da kam die Nachricht, dass ein Suchtrupp der B\u00fcrger den fl\u00fcchtigen Verbrecher gesehen hatte und ihn in einer Scheune verschwinden gesehen hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>207<\/p>\n\n\n\n<p>Sie hatten die Scheune umstellt und warteten nun auf die Einsatzkr\u00e4fte der Polizei. Jansen, der den Einsatz zu leiten hatte endschied sofort zu handeln. Er zog einige Polizisten vom Hafen ab und beorderte sie zu dieser Scheune wo der gesuchte Verbrecher sich verschanzt haben sollte. Eine verh\u00e4ngnisvolle Entscheidung, wie sich bald herausstellen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden \u201efeinen Herren\u201c bekamen eine Nachricht auf ihrem Handy: \u201eFracht l\u00e4uft ein, k\u00f6nnen nur 8 Einheiten abtransportieren, kommt und \u00fcbernehmt sofort die restliche Ladung! Sonst platzt das Gesch\u00e4ft!\u201c \u201eJetzt ziehen die bl\u00f6den Weiber uns mit hinein, in den Schlamassel. Wollen wir das riskieren, jetzt wo alles auf dem Spiel steht und wir mit denen auffliegen k\u00f6nnten und nur weil die versagt haben?\u201cPolterte der Bauunternehmer und spuckte vor Wut seinen Schleim vor die F\u00fc\u00dfe seines Komplizen.<\/p>\n\n\n\n<p>208<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser sch\u00fcttelte den Kopf und erwiderte: \u201eBestimmt nicht mit mir, darauf kannst Du einen \u201eLassen\u201c! \u201e Also abhauen! Sofort!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Frachter hatte nun den Anleger im Hafen erreicht und der Steuermann man\u00f6vrierte das Schiff zum Anlegen zielgenau an die Poller. Eine \u201eSMS\u201c klopfte pl\u00f6tzlich auf dem Handy des Kreistagsabgeordneten an: \u201eIhr \u00c4rsche, ihr kommt jetzt sofort zum Anleger, oder ihr fliegt mit uns auf!\u201c Nun fuhren die beiden Komplizen doch noch mit ihrem VW Bus zum Hafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Frachter wurde fachm\u00e4nnisch an den Pollern vert\u00e4ut und ein Steg zum entladen \u00fcbergelegt. Davor wartete schon der dunkelblaue Van der Russinnen, die Frauen sa\u00dfen aber noch im Wagen und warteten wohl auf die beiden Komplizen mit ihrem Bus. Der lie\u00df auch nicht lange auf sich warten.<\/p>\n\n\n\n<p>209<\/p>\n\n\n\n<p>Und wo waren Berger und Renate? Die beiden Kommissare hielten sich im Hintergrund auf, in einem Einsatzwagen, der mit Bildschirmen der \u00dcberwachungskameras ausgestattet war. Sie beobachteten das Geschehen am Anleger und waren mit den Einsatzkr\u00e4ften \u00fcber Funk verbunden. Es lief bis zu diesem Augenblick alles nach Plan ab. Zum ersten Mal wurden die Fl\u00fcchtlinge am helllichten Tage vom Frachter entladen, die Frauen hatten sich vorher davon \u00fcberzeugt, dass der Anlegeplatz Menschenleer war und auch sonst kein Schiff entladen wurde. Es musste schnell gehen ohne Zeitverz\u00f6gerung, weil die Polizei ihnen auf den Fersen sein k\u00f6nnte. Es lief auch reibungslos, die Frauen wurden im Van der Russinnen untergebracht und die M\u00e4nner und Kinder stiegen in dem Bus ein. Nun fuhr nur der Bus los und verlie\u00df das Hafengel\u00e4nde in Richtung Umgehungsstra\u00dfe, die wurde von der Polizei abgesperrt und<\/p>\n\n\n\n<p>210<\/p>\n\n\n\n<p>der Bus wurde gestoppt und von Einsatzwagen der Polizei eingekesselt. Die Fahrt war f\u00fcr die beiden Ganoven und ihre Fracht damit ohne Blutvergie\u00dfen beendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles konzentrierte sich auf den Bus , die andere Ausfahrt zum Kai der F\u00e4hre nach Norderney war damit f\u00fcr die Frauen mit ihrem Van offen, denn der Hauptwachtmeister Jansen hatte die Einsatzkr\u00e4fte dort abgezogen, um den Einsatz bei der Scheune\u2006 \u2006 durch zuf\u00fchren. Der Van konnte so entkommen ohne das die Einsatzkr\u00e4fte einschreiten konnten. Er fuhr in Richtung Innenstadt zur Norddeicher Stra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Flucht entledigten sich die Russinnen der acht Frauen, sie hielten auf einer Stra\u00dfe am Deich an und warfen die verschreckten Frauen aus dem Van. Es war bereits der Sonnenuntergang \u00fcber dem Wattenmeer zu beobachten aber die Ruhe und Einzigartigkeit der Landschaft konnten<\/p>\n\n\n\n<p>211<\/p>\n\n\n\n<p>die 8 Frauen auf ihrem Fu\u00dfmarsch am Deich entlang nicht w\u00fcrdigen. Aber sie erkannten, dass sie in Freiheit und Sicherheit waren, Frei in Deutschland, sicher vor den verbrecherischen Ausbeutern. Aber wie lange?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fahndung lief nach den Frauen und dem Van auf Hochtouren. Es war f\u00fcr die Kommissare wieder ein halbes Desaster,<\/p>\n\n\n\n<p>212<\/p>\n\n\n\n<p>aber eben ein weiterer Fehler des Einsatzgruppenleiters. Mit der Freiheit war es f\u00fcr die 8 Fl\u00fcchtlingsfrauen relativ schnell vorbei. Eine Polizeistreife entdeckte die Frauen auf der sonst Menschenleerten Stra\u00dfe am Deich und lies sie von einem herbei gerufenen\u2006 \u2006 Mannschaftswagen abtransportieren. Der Van blieb verschwunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einsatz bei der Scheune war eine Fehlmeldung, die scheinbar von den Ganoven gesteuert war. Die Polizeikr\u00e4fte mussten ohne Ergebnis wieder abziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun fehlten den Kommissaren nicht nur der fl\u00fcchtige Hans M\u00fcller, sondern auch noch die Hauptverd\u00e4chtigen, die beiden russischen Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Van ohne die beiden Frauen wurde hinter Emden Richtung Leer gefunden. Aber den Fahndern waren die Russinnen wieder entwischt.<\/p>\n\n\n\n<p>213<\/p>\n\n\n\n<p>Berger zog den Kragen seiner Wetterjacke hoch. Er hasste es immer die falsche Kleidung angezogen zu haben. Nur weil in den Nachrichten gutes Sonnenwetter angesagt wurde, aber ohne den Hinweis, dass das Wetter an der K\u00fcste st\u00fcndlich wechselte. Die beiden Bergers hatten den Vorgang am Hafen an den Monitoren des Einsatzwagens mit verfolgt und waren nun ausgestiegen um durchzuatmen und den Kopf frei zu bekommen. Renate wusste wie sie ihren Konsti jetzt ansprechen musste. \u201eWir haben nur eine Chance, wir m\u00fcssen die beiden \u201efeinen Herren\u201c zum Reden bringen, sie m\u00fcssen die drei fl\u00fcchtigen Ganoven verraten und gegen sie aussagen!\u201c Berger schaute immer noch seinen Blick, starr auf das Meer gerichtet, als er antwortete: \u201eDer M\u00fcller kommt mit der Verletzung nicht weit, den finden wir Fr\u00fcher oder Sp\u00e4ter irgendwo in einer Scheune liegend, vielleicht auch Tod. Aber der Kopf<\/p>\n\n\n\n<p>214<\/p>\n\n\n\n<p>des Syndikates in Deutschland wird uns wohl entwischen und die werden weitermachen, irgendwo, mit irgendeinem Ganoven an der K\u00fcste.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hans M\u00fcller wurde von einem Bauer in seinem Kuhstall gefunden und er wurde ins Klinikum nach Emden gebracht, dort verstarb er an einer Sepsis. Die fl\u00fcchtigen Russinnen waren wahrscheinlich \u00fcber Holland und Belgien nach Russland gefl\u00fcchtet und dort untergetaucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die kleine rothaarige Kommissarin Maren aus Aurich erholte sich von ihren Schussverletzungen und konnte nach einer Reha in Bad Zwischenahn, wieder ihren Dienst auf dem Kommissariat in Aurich aufnehmen.\u2006 \u2006 Die\u2006 \u2006 gemeinsame Torfkahnfahrt holten die drei Freunde anschlie\u00dfend nach.<\/p>\n\n\n\n<p>215<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Inhalt:<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Container wird im Watt vor Norddeich angesp\u00fclt. Beim \u00f6ffnen des Containers werden 40 tote Fl\u00fcchtlinge gefunden, erstickt oder ertrunken.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Obduktion werden in den D\u00e4rmen und M\u00e4gen kleine P\u00e4ckchen mit Drogen gefunden. Bei den Leichen lag ein Tagebuch, es k\u00f6nnte Aufschluss \u00fcber den Hintergrund des Geschehens liefern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die in Norden Urlaub machenden Kommissare Konstantin Berger und seine Frau Renate vom LKA Hannover ermitteln mit der Kommissarin Maren Poken aus Aurich gemeinsam in diesen Mordf\u00e4llen. Es gibt Anhaltspunkte, dass die Containerfracht f\u00fcr Norden bestimmt war und die Ermittlungen f\u00fchren die Kommissare zu einem T\u00e4terkreis in der Norder Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>216<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Notar scheint der Kopf der Bande zu sein, im Laufe der Handlung aber wird er als\u2006 \u2006 Informant des Staatsschutzes geoutet. Es geschehen im Laufe der Ermittlungen weitere Morde, die die Kommissare St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck in den inneren Zirkel der Bande f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bande arbeitet mit einem Kapit\u00e4n eines litauischen Frachters zusammen. Der den Menschenhandel mit dem Drogenschmuggel verbindet. Was dann die Kommissare, nach der Entdeckung der Leichen im Container auf die richtige Spur f\u00fchrt. Es gibt also noch andere Verbindungen in Norden und Ostfriesland die in diesen Gesch\u00e4ften involviert sind. In der Nordsee havariert zur gleichen Zeit ein Containerschiff mit einem Frachter und verliert \u00fcber dreihundert Container, steht das im Zusammenhang mit<\/p>\n\n\n\n<p>217<\/p>\n\n\n\n<p>dem Fl\u00fcchtlingscontainer? Berger geht eine Spur in Norden nach. Er beschattet einen, von dem\u2006 \u2006 Polizisten Jansen aus Norden, auff\u00e4llig gewordenen Mann\u2006 \u2006 am Hafen. Ein Mann mit einem auff\u00e4lligen Boxergesicht\u2006 \u2006 er st\u00f6\u00dft dabei auf einen Kreis von Verbrechern der \u00fcbelsten Sorte, die sogenannte \u201efeine Gesellschaft\u201c. Ein Mordanschlag auf den Notar geht schief und der Notar wird von der Polizei befreit. Er wird von den Kommissaren gedr\u00e4ngt sich als Lockvogel zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die wollen ihn als K\u00f6der benutzen umso an die Hinterm\u00e4nner zu kommen. Aber das Unternehmen endet in einem Fiasko f\u00fcr die Kommissare und dem Notar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ermittlungen bringen die Kommissarin aus Aurich in Lebensgefahr und Sie wird durch das beherzte Eingreifen von Berger und Renate gerettet. Aber die Hinterm\u00e4nner sind keine M\u00e4nner, sondern zwei Frauen<\/p>\n\n\n\n<p>218<\/p>\n\n\n\n<p>aus Norden. Die terroristischen Strukturen werden aufgedeckt und in Norden und Ostfriesland zerst\u00f6rt, aber die Drahtzieher des \u201eIS\u201c Staates in Syrien k\u00f6nnen nicht vernichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>tt. Er melierte das so gewonnene Fischfilet und legte beide Teile auf der Hautseite auf die hei\u00dfe Pfanne in die er vorher etwas Oliven\u00f6l und Rosmarinzweige getan hatte. So lie\u00df er den Fisch, unter Beobachtung\u2006 \u2006 kross braten. Konsti passte den Augenblick ab, bis die Haut Farbe hatte und das Innere des Fisches noch glasig war.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ruhten die Filets im Ofen bei 60 Grad Celsius. Renate hatte in der Zwischenzeit das Gem\u00fcse gewaschen und geputzt. Sie hatte die Kartoffeln mit der Schale bereits gekocht und schwenkte sie nun in der<\/p>\n\n\n\n<p>201<\/p>\n\n\n\n<p>hei\u00dfen Pfanne in Rosarien Butter, bis die Schallen gl\u00e4nzten. Die Gem\u00fcsebeilage kr\u00f6nte der frische Nordseequeller, er schmeckte leicht salzig und roch nach Meerwasser. Serviert wurde der\u2006 \u2006 vorher gesalzene Fisch von Renate auf einem gro\u00dfen flachen hellgr\u00fcnen Teller, drapiert auf dem Gem\u00fcsebeet und \u00fcbergossen mit der hei\u00dfen Rosmarin Butter. Daneben rundeten die Kart\u00f6ffelchen das Arrangement auf dem Teller ab. Es war ein einfaches, aber geniales Geschmackserlebnis, was sich die beiden Kommissare da zubereitet hatten. Sie tranken dazu einen Wei\u00dfwein aus dem Elsa\u00df. Auf die Nachspeise verzichteten beide K\u00f6che und tranken lieber einen Espresso und dazu einen Wachholderschnaps. Sie kamen aber nicht umhin, \u00fcber den Fall zu sprechen, der in seine entscheidende Aufkl\u00e4rungsphase getreten war. Da dr\u00e4ngten sich auch die Gedanken an ihre Freundin und Kollegin Maren auf, w\u00fcrde<\/p>\n\n\n\n<p>202<\/p>\n\n\n\n<p>Sie wieder so wie fr\u00fcher sein? Ihre kleine clevere und profihafte Ostfriesin?<\/p>\n\n\n\n<p>Interpol hatte Erfolg und meldete die Gefangennahme des gesuchten Kutter Kapit\u00e4ns, er wurde in Riga verhaftet und vernommen. Er gab zu die Fahrten mit den Fl\u00fcchtlingen durchgef\u00fchrt zu haben, aber nichts vom Drogenschmuggel gewusst zu haben. Sein Auftraggeber war M\u00fcller und der Abnehmer in Norddeich Friedrich Hagen. Mehr konnte, oder wollte er nicht zugeben, er hatte Angst ebenfalls ermordet zu werden. Es gab wohl noch wenigstens zwei andere K\u00f6pfe in Norden die \u00fcber Allen im Netzwerk standen. Diese waren, laut dem Kapit\u00e4n, Teil der Russenmafia. Der Container ging bei der Havarie mit dem Containerschiff \u00fcber Bord, er h\u00e4tte nichts mehr f\u00fcr die 40 Fl\u00fcchtlinge tun k\u00f6nnen, versuchte sich der Schei\u00dfkerl heraus zureden, so berichtete der Kollege aus Riga.<\/p>\n\n\n\n<p>203<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage, warum er bei so hohen Seegang und der Havarie nicht sofort den Container ge\u00f6ffnet h\u00e4tte, antwortete er, die Fl\u00fcchtlinge waren schon Tod bevor der Container \u00fcber Bord ging. Es war eine saubere Entsorgung, \u00fcber Funk, von M\u00fcller so angeordnet worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Indizien wiesen auf die beiden Russinnen hin! Aber der wichtigste Zeuge, Hans M\u00fcller war noch auf der Flucht und nicht auffindbar. Die beiden Frauen wurden rund um die Uhr observiert, aber sie verhielten sich unauff\u00e4llig in ihrem Haus auf. Sollten sie doch noch andere, den Kommissaren nicht bekannte Helfer haben, die im Hafen von Norddeich die neue Fl\u00fcchtlingsfracht \u00fcbernehmen konnten? Dies und andere Fragen stellte sich Berger, als er einen Anruf auf seinem Handy bekam.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e Es tut sich was bei den beiden Damen!\u201c h\u00f6rte Berger die Stimme von Renate.<\/p>\n\n\n\n<p>204<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas passiert gerade? Sag was ist los, rede schon!\u201cantwortete er und schnaubte dabei durch seine Nasenl\u00f6cher wie ein Pferd. \u201eHey, beruhige dich mein Liebster, sonst bekommst du Herzklabastern! Die sind in ihr Auto gestiegen und fahren jetzt gerade in die Richtung nach Norddeich.\u201c \u201eSind sie alleine im Wagen? \u201eJa! Sie fahren einen dunkelblauen Van, der hat Platz f\u00fcr 8 Personen.\u201c \u201eDamit k\u00f6nnten sie aber nicht alle Fl\u00fcchtlinge aufnehmen, konstatierte Berger.\u201c\u2006 \u2006 \u201eDu hast recht, sie m\u00fcssen noch andere Fahrzeuge mit Helfern haben!\u201c \u201e Habt ihr den Anleger auch vom Wasser aus gesichert und werden die Zufahrtsstra\u00dfen gesperrt?\u201c \u201eAlles paletti, mein gro\u00dfer Organisator!\u201c Berger reagierte ver\u00e4rgert und antwortete: \u201eKonzentriert euch auf die Aktion und versiebt es nicht wieder!\u201cRenate beendete w\u00fctend das Gespr\u00e4ch und lie\u00df Berger am Handy allein, nur ein Piep Ton war f\u00fcr ihn noch h\u00f6rbar. Berger starrte auf sein Handy, auf<\/p>\n\n\n\n<p>205<\/p>\n\n\n\n<p>dem Display war Renates Gesicht zusehen. Sie schaute ihn an, mit ihren gro\u00dfen Mandelf\u00f6rmigen Augen, er konnte ihr einfach nicht b\u00f6se sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Frachter tuckerte langsam am Kai entlang zum Anlegeplatz im Hafen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrenddessen gab es ein konspiratives Gespr\u00e4ch zwischen einem Kreistagsabgeordneten und einem Bauunternehmer aus dem Kreis Aurich. Die beiden Herren der sogenannten \u201ebesseren Gesellschaft,\u2006 \u2006 sie bef\u00fcrchteten, das ihr unappetitliches Gesch\u00e4ft auffliegen w\u00fcrde und die Russen, um sich zu retten, sie an die Polizei verraten w\u00fcrden. Die beiden Herren waren die eigentlichen Profiteure des organisierten Menschenhandels, der Drogenhandel war das Ding der Russenmafia. Also mussten sie Abwegen, abzuhauen und alles verlieren, oder abzuwarten ob die Russen dicht hielten und sie unbehelligt blieben.<\/p>\n\n\n\n<p>206<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir sind seit 6 Uhr morgens im Marschenland unterwegs. Auch mit Sp\u00fcrhunden. Hauptwachmeister Jansen knallte ver\u00e4rgert den \u201eKurier auf den Tisch des Einsatzwagens des \u201eMEK\u201c. Die halbe Stadt ist auf den Beinen und spielt Kriminalpolizei, sie haben Suchtrupps zusammengestellt und kommen uns bei unserer Suche in die Quere. Die Zeitung schreibt auf der Titelseite, dass die Polizei \u00fcberfordert w\u00e4re, sie suchten nun schon seit\u2006 \u2006 2 Tage, ohne Erfolg, nach dem fl\u00fcchtigen Verbrecher. Nun sollen wir auch noch den Hafen in Norddeich abriegeln und die Zufahrtsstra\u00dfen kontrollieren. Wir sind damit wirklich personell \u00fcberfordert.\u201c Der anwesende Kollege vom \u201eMEK\u201c nickte zustimmend, aber nicht wirklich interessiert und Jansen war mit seinem Groll alleine gelassen. Da kam die Nachricht, dass ein Suchtrupp der B\u00fcrger den fl\u00fcchtigen Verbrecher gesehen hatte und ihn in einer Scheune verschwinden gesehen hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>207<\/p>\n\n\n\n<p>Sie hatten die Scheune umstellt und warteten nun auf die Einsatzkr\u00e4fte der Polizei. Jansen, der den Einsatz zu leiten hatte endschied sofort zu handeln. Er zog einige Polizisten vom Hafen ab und beorderte sie zu dieser Scheune wo der gesuchte Verbrecher sich verschanzt haben sollte. Eine verh\u00e4ngnisvolle Entscheidung, wie sich bald herausstellen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden \u201efeinen Herren\u201c bekamen eine Nachricht auf ihrem Handy: \u201eFracht l\u00e4uft ein, k\u00f6nnen nur 8 Einheiten abtransportieren, kommt und \u00fcbernehmt sofort die restliche Ladung! Sonst platzt das Gesch\u00e4ft!\u201c \u201eJetzt ziehen die bl\u00f6den Weiber uns mit hinein, in den Schlamassel. Wollen wir das riskieren, jetzt wo alles auf dem Spiel steht und wir mit denen auffliegen k\u00f6nnten und nur weil die versagt haben?\u201cPolterte der Bauunternehmer und spuckte vor Wut seinen Schleim vor die F\u00fc\u00dfe seines Komplizen.<\/p>\n\n\n\n<p>208<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser sch\u00fcttelte den Kopf und erwiderte: \u201eBestimmt nicht mit mir, darauf kannst Du einen \u201eLassen\u201c! \u201e Also abhauen! Sofort!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Frachter hatte nun den Anleger im Hafen erreicht und der Steuermann man\u00f6vrierte das Schiff zum Anlegen zielgenau an die Poller. Eine \u201eSMS\u201c klopfte pl\u00f6tzlich auf dem Handy des Kreistagsabgeordneten an: \u201eIhr \u00c4rsche, ihr kommt jetzt sofort zum Anleger, oder ihr fliegt mit uns auf!\u201c Nun fuhren die beiden Komplizen doch noch mit ihrem VW Bus zum Hafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Frachter wurde fachm\u00e4nnisch an den Pollern vert\u00e4ut und ein Steg zum entladen \u00fcbergelegt. Davor wartete schon der dunkelblaue Van der Russinnen, die Frauen sa\u00dfen aber noch im Wagen und warteten wohl auf die beiden Komplizen mit ihrem Bus. Der lie\u00df auch nicht lange auf sich warten.<\/p>\n\n\n\n<p>209<\/p>\n\n\n\n<p>Und wo waren Berger und Renate? Die beiden Kommissare hielten sich im Hintergrund auf, in einem Einsatzwagen, der mit Bildschirmen der \u00dcberwachungskameras ausgestattet war. Sie beobachteten das Geschehen am Anleger und waren mit den Einsatzkr\u00e4ften \u00fcber Funk verbunden. Es lief bis zu diesem Augenblick alles nach Plan ab. Zum ersten Mal wurden die Fl\u00fcchtlinge am helllichten Tage vom Frachter entladen, die Frauen hatten sich vorher davon \u00fcberzeugt, dass der Anlegeplatz Menschenleer war und auch sonst kein Schiff entladen wurde. Es musste schnell gehen ohne Zeitverz\u00f6gerung, weil die Polizei ihnen auf den Fersen sein k\u00f6nnte. Es lief auch reibungslos, die Frauen wurden im Van der Russinnen untergebracht und die M\u00e4nner und Kinder stiegen in dem Bus ein. Nun fuhr nur der Bus los und verlie\u00df das Hafengel\u00e4nde in Richtung Umgehungsstra\u00dfe, die wurde von der Polizei abgesperrt und<\/p>\n\n\n\n<p>210<\/p>\n\n\n\n<p>der Bus wurde gestoppt und von Einsatzwagen der Polizei eingekesselt. Die Fahrt war f\u00fcr die beiden Ganoven und ihre Fracht damit ohne Blutvergie\u00dfen beendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles konzentrierte sich auf den Bus , die andere Ausfahrt zum Kai der F\u00e4hre nach Norderney war damit f\u00fcr die Frauen mit ihrem Van offen, denn der Hauptwachtmeister Jansen hatte die Einsatzkr\u00e4fte dort abgezogen, um den Einsatz bei der Scheune\u2006 \u2006 durch zuf\u00fchren. Der Van konnte so entkommen ohne das die Einsatzkr\u00e4fte einschreiten konnten. Er fuhr in Richtung Innenstadt zur Norddeicher Stra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Flucht entledigten sich die Russinnen der acht Frauen, sie hielten auf einer Stra\u00dfe am Deich an und warfen die verschreckten Frauen aus dem Van. Es war bereits der Sonnenuntergang \u00fcber dem Wattenmeer zu beobachten aber die Ruhe und Einzigartigkeit der Landschaft konnten<\/p>\n\n\n\n<p>211<\/p>\n\n\n\n<p>die 8 Frauen auf ihrem Fu\u00dfmarsch am Deich entlang nicht w\u00fcrdigen. Aber sie erkannten, dass sie in Freiheit und Sicherheit waren, Frei in Deutschland, sicher vor den verbrecherischen Ausbeutern. Aber wie lange?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fahndung lief nach den Frauen und dem Van auf Hochtouren. Es war f\u00fcr die Kommissare wieder ein halbes Desaster,<\/p>\n\n\n\n<p>212<\/p>\n\n\n\n<p>aber eben ein weiterer Fehler des Einsatzgruppenleiters. Mit der Freiheit war es f\u00fcr die 8 Fl\u00fcchtlingsfrauen relativ schnell vorbei. Eine Polizeistreife entdeckte die Frauen auf der sonst Menschenleerten Stra\u00dfe am Deich und lies sie von einem herbei gerufenen\u2006 \u2006 Mannschaftswagen abtransportieren. Der Van blieb verschwunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einsatz bei der Scheune war eine Fehlmeldung, die scheinbar von den Ganoven gesteuert war. Die Polizeikr\u00e4fte mussten ohne Ergebnis wieder abziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun fehlten den Kommissaren nicht nur der fl\u00fcchtige Hans M\u00fcller, sondern auch noch die Hauptverd\u00e4chtigen, die beiden russischen Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Van ohne die beiden Frauen wurde hinter Emden Richtung Leer gefunden. Aber den Fahndern waren die Russinnen wieder entwischt.<\/p>\n\n\n\n<p>213<\/p>\n\n\n\n<p>Berger zog den Kragen seiner Wetterjacke hoch. Er hasste es immer die falsche Kleidung angezogen zu haben. Nur weil in den Nachrichten gutes Sonnenwetter angesagt wurde, aber ohne den Hinweis, dass das Wetter an der K\u00fcste st\u00fcndlich wechselte. Die beiden Bergers hatten den Vorgang am Hafen an den Monitoren des Einsatzwagens mit verfolgt und waren nun ausgestiegen um durchzuatmen und den Kopf frei zu bekommen. Renate wusste wie sie ihren Konsti jetzt ansprechen musste. \u201eWir haben nur eine Chance, wir m\u00fcssen die beiden \u201efeinen Herren\u201c zum Reden bringen, sie m\u00fcssen die drei fl\u00fcchtigen Ganoven verraten und gegen sie aussagen!\u201c Berger schaute immer noch seinen Blick, starr auf das Meer gerichtet, als er antwortete: \u201eDer M\u00fcller kommt mit der Verletzung nicht weit, den finden wir Fr\u00fcher oder Sp\u00e4ter irgendwo in einer Scheune liegend, vielleicht auch Tod. Aber der Kopf<\/p>\n\n\n\n<p>214<\/p>\n\n\n\n<p>des Syndikates in Deutschland wird uns wohl entwischen und die werden weitermachen, irgendwo, mit irgendeinem Ganoven an der K\u00fcste.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hans M\u00fcller wurde von einem Bauer in seinem Kuhstall gefunden und er wurde ins Klinikum nach Emden gebracht, dort verstarb er an einer Sepsis. Die fl\u00fcchtigen Russinnen waren wahrscheinlich \u00fcber Holland und Belgien nach Russland gefl\u00fcchtet und dort untergetaucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die kleine rothaarige Kommissarin Maren aus Aurich erholte sich von ihren Schussverletzungen und konnte nach einer Reha in Bad Zwischenahn, wieder ihren Dienst auf dem Kommissariat in Aurich aufnehmen.\u2006 \u2006 Die\u2006 \u2006 gemeinsame Torfkahnfahrt holten die drei Freunde anschlie\u00dfend nach.<\/p>\n\n\n\n<p>ENDE<\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-1b767501-ddd2-4ccc-900c-79bc84043a5b\"><em><strong>Die Folgen des gesamten Romans erschienen hier und \u00fcber die Fb-Gruppe Dornumer Nachrichten.<\/strong><\/em> Sie sind alle unter fresenspegel.de auch weiterhin nachzulesen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-943b58a6-5cf7-4f74-9d39-de6844b25014\"><strong>Der Autor dieses Kriminalromans, Lutz M\u00fcller lebt in Norden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-176e190a-c55a-4f01-9903-8aacfb8a7072\"><strong><em>Abdruck und unberechtigtes Teilen sind nicht gestattet und f\u00fchren zu rechtlichen Konsequenzen. Alle Rechte beim Autor.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir bedanken uns bei dem Autor und hoffen auch 2024 wieder von ihm berichten zu k\u00f6nnen. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommissar Berger \u2013 Mord in Norden von Lutz M\u00fcller ein K\u00fcstenkrimi \u2013 Folge&nbsp;17 W\u00e4hrend Konsti den gro\u00dfen h\u00e4sslichen Kopf des Knurrhahns abtrennte und den Fischbauch mit einem scharfen Messer aufschnitt, entnahm er mit seinen nicht geraden feinen Fingern eines 1,90m gro\u00dfen Mannes, 200 die Eingeweide heraus. 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