{"id":1676,"date":"2023-10-01T20:24:58","date_gmt":"2023-10-01T20:24:58","guid":{"rendered":"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1676"},"modified":"2023-10-01T20:24:58","modified_gmt":"2023-10-01T20:24:58","slug":"todes-container-im-wattenmeer-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1676","title":{"rendered":"\u201eTodes Container im Wattenmeer\u201c (14)"},"content":{"rendered":"\n<p id=\"block-ea3b3998-61aa-4a82-bbbe-3013e65d80ed\"><strong>Kommissar Berger \u2013 Mord in Norden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-8576d93f-2ffa-47d4-928f-13b709e428f3\"><strong>von Lutz M\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-63f43110-7fb8-494c-96c1-de06d6b70e5f\"><em><strong>ein K\u00fcstenkrimi \u2013 Folge&nbsp;<\/strong><\/em>14<\/p>\n\n\n\n<p>Renate hatte ein ungutes Gef\u00fchl, die Bande war ihr zu schnell auf Friedrichs Forderungen eingegangen und ihr Plan der \u00dcbergabe war sehr kompliziert ausgedacht. Liefen sie alle in eine gut aufgestellte Falle? Als Maren sie per Handy von der Anwesenheit des Hans M\u00fcller auf Norderney informierte, klingelten bei ihr die Alarmglocken. Renate hatte schon einige Geld\u00fcbergaben organisiert und das mit einer hohen Erfolgsquote.<\/p>\n\n\n\n<p>151<\/p>\n\n\n\n<p>Aber in diesem Fall waren sehr viele fremde Einfl\u00fcsse zu ber\u00fccksichtigen. Konnten die Kollegen auf der F\u00e4hre die Sicherheit von Friedrich gew\u00e4hrleisten? Jetzt auch noch dieser Hans M\u00fcller.<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich bewegte sich, an der wei\u00dfen D\u00fcne, m\u00f6glichst dort, wo sich gr\u00f6\u00dfere Menschengruppen aufhielten. Er versuchte seine Gedanken zu kontrollieren und nicht an die \u00dcbergabe zu denken. Er schaute sich st\u00e4ndig die Menschen an, die ihm begegneten. Er versuchte, bekannte Gesichter zu erkennen und er war einem Nervenzusammenbruch sehr nahe. Aber es geschah nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches. Die Zeit verrann nur langsam f\u00fcr Friedrich, zu langsam und er versuchte sich ab zu lenken, er setzte sich an einem gerade leer gewordenen Tisch auf der Terrasse des Ausfluglokals. Die Bedienung, eine schwarzhaarige Sch\u00f6nheit aus Osteuropa, musterte ihn auff\u00e4llig lange, dann kam sie<\/p>\n\n\n\n<p>152<\/p>\n\n\n\n<p>z\u00f6gerlich an seinen Tisch und fragte nach seiner Bestellung:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEin St\u00fcck Apfelkuchen mit Schlagsahne und einen Milchkaffee bitte!\u201cDie Kellnerin nickte in Richtung Friedrich und zog von dannen. Gefahr vorbei, dachte Friedrich und schaute sich die anderen G\u00e4ste am Nachbartisch genau an. Die Sonne schien in sein Gesicht und er zog seinen Panamahut, den er bei seinen letzten Urlaub in Meran gekauft hatte, tiefer ins Gesicht. Er verglich die Eindr\u00fccke, die er in den Dolomiten erfahren hatte mit denen hier auf der Nordseeinsel Norderney. Norden und Norddeich, die ungleichen Geschwister, Norddeich wurde aus der Not heraus zum Hafen von Norden erkoren und ausgebaut. Als Anfang des letzten Jahrhunderts das Leybuchtsiel gebaut wurde, wurde der Hafen von Norden von der Nordsee abgeschnitten. Kein direkter<\/p>\n\n\n\n<p>153<\/p>\n\n\n\n<p>Zugang mehr zum Meer, kein brauchbarer Hafen f\u00fcr Norden. So wurde in Norddeich der neue Hafen f\u00fcr Norden gebaut und es entwickelte sich mit dem F\u00e4hrdienst zu den 7 vorgelagerten ostfriesischen Inseln eine florierende Wirtschaft. Am Festland, am Strand von Norddeich entstand Wohnraum f\u00fcr Ferieng\u00e4ste und es zog damit stetig mehr G\u00e4ste nach Norddeich. Auch f\u00fcr Friedrich fiel der Vergleich\u2006 \u2006 zu Gunsten von Ostfriesland aus, er mochte die Weite des Landes keine hohe Begrenzung oder Einengung durch Berge st\u00f6rte sein Blick.<\/p>\n\n\n\n<p>An den Nachbartischen rekelten sich Jugendliche und plapperten vor sich hin, ohne dabei von ihren Handys aufzuschauen. Daneben unterhielten sich zwei M\u00e4nner im mittleren Alter \u00fcber ihr Golfspiel auf der Insel. Da war noch ein Ehepaar mit zwei unerzogenen Kindern, die alles andere wollten, nur nicht in Ruhe mit den Eltern ihr<\/p>\n\n\n\n<p>154<\/p>\n\n\n\n<p>bestelltes Essen verzehren. Alles schien ungef\u00e4hrlich und belanglos f\u00fcr Friedrichs Einsch\u00e4tzung der Lage. Hier also warten bis die Zeit vor\u00fcberging, oder doch noch durch die D\u00fcnen zum Strand und am Wasser entlang schlendern und entspannen? Die sch\u00f6ne Bedienung kam und brachte die Bestellung an Friedrichs Tisch. Der Apfelkuchen duftete herrlich und erinnerte ihn an die Geburtstagsfeiern seiner Kindheit, Mutter backte den besten Apfelkuchen auf der ganzen Welt. Aber da gab es noch eine andere Erinnerung die in ihm aufkam, es gab einen \u00e4hnlichen Kuchen auf der Beerdigungsfeier seines Vaters. Warum dachte er gerade jetzt an den pl\u00f6tzlichen Tod seines Vaters, war das ein schlechtes Omen? Ging es Friedrich durch den Kopf.<\/p>\n\n\n\n<p>Berger und Maren verstanden sich ohne viele Worte, wenn man mit einem Ostfriesen zusammenarbeitete musste man sich in der<\/p>\n\n\n\n<p>155<\/p>\n\n\n\n<p>Konversation schon auf das Wesentliche konzentrieren. Obwohl Maren keine Schnattertante war, konnte Sie mit ihrer Kollegin Renate einen ordentlichen Snack halten.\u2006 \u2006 Maren machte sich die ganze Zeit auf der F\u00e4hre Gedanken dar\u00fcber, wo eventuelle Schwachpunkte in ihren Masterplan sein k\u00f6nnten. Sie tauschte sich dar\u00fcber mit Berger \u00fcber SMS Schreiben aus. Der wiederum hatte mehr Probleme mit dem Schreiben auf seinem neuen Handy, als mit den geschilderten Problemen von Maren.\u2006 \u2006 \u201eDu Maren, schrieb er, wir haben alles profim\u00e4\u00dfig durchdacht und nach unseren personellen M\u00f6glichkeiten organisiert, mir f\u00e4llt einfach nichts mehr dazu ein!\u201c Maren lie\u00df nicht locker und fragte nach dem Verbleiben dieses undurchsichtigen Hans M\u00fcller, war er auf der F\u00e4hre, oder auf der Insel gesichtet worden?\u201c Er soll doch laut Kenntnisstand meines Vaters heute Morgen auf die Insel gefahren sein? Ist er der gesuchte Drahtzieher der<\/p>\n\n\n\n<p>156<\/p>\n\n\n\n<p>Bande? Dann gibt es eine neue explosive Sachlage! Wie k\u00f6nnen wir verhindern, dass er den Aktenaustausch vornimmt und dabei Friedrich umbringt?<\/p>\n\n\n\n<p>Der hat ja dann wahrscheinlich schon mehrere Morde auf seinem Konto!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Berger machte sich auch seine eigenen Gedanken zu Hans M\u00fcller und dessen Rolle in diesem Fall. Es galt aber alle Eventualit\u00e4ten zu ber\u00fccksichtigen und dabei keinen, auch nicht diesen Hans M\u00fcller zu vernachl\u00e4ssigen. Maren hatte recht, die Anwesenheit dieses Mannes auf der Insel verhie\u00df nichts Gutes und er musste schnell geortet werden um Ihn unter Kontrolle zu halten. So gro\u00df w\u00e4re die Insel wohl nicht, dachte Berger, wurde aber sehr bald vom Gegenteil \u00fcberrascht. M\u00fcller tauchte einfach nicht in der N\u00e4he von Friedrich auf. Dies war erst einmal nicht schlecht, aber dann war er vielleicht nur ein Ablenkungsman\u00f6ver und ein<\/p>\n\n\n\n<p>157<\/p>\n\n\n\n<p>anderer bestellter M\u00f6rder sollte seine Arbeit machen. Also wenigstens zwei m\u00f6gliche T\u00e4ter an verschiedenen Orten? Berger st\u00f6hnte laut auf, die Halunken zwingen uns, uns aufzuteilen, sprach er vor sich hin. Berger informierte Maren \u00fcber seine Vermutungen und sie beschlossen sich nicht um den vermuteten K\u00f6der, Hans M\u00fcller zu k\u00fcmmern und sich nur auf die Bewachung von Friedrich zu konzentrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Situation eskalierte, als pl\u00f6tzlich Friedrich verschwunden war. Die Beamten vor Ort meldeten, dass Friedrich von einem Toilettengang im Restaurant nicht zur\u00fcck kam. Er war weder auf dem WC aufzufinden noch irgendwo im Ausflugslokal zu orten. Die Fahndung wurde von Berger sofort auf die D\u00fcnen und dem Strand an der wei\u00dfe D\u00fcne ausgeweitet und eine Drohne von der Feuer\u00fcberwachung der Inselfeuerwehr angefordert. Das Gel\u00e4nde dort war alles<\/p>\n\n\n\n<p>158<\/p>\n\n\n\n<p>andere als \u00fcbersichtlich, eine Verfolgung in den D\u00fcnen war zu Fu\u00df kaum m\u00f6glich. Was war passiert?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zielperson Hans M\u00fcller blieb unauffindbar. Die eingesetzten Suchhunde der Polizeistaffel aus Aurich hatten die Spur von Friedrich am Restaurant aufgenommen, aber am Strand kurz vor dem Wasser verloren. Die Drohne \u00fcbermittelte klare Bilder von den D\u00fcnen und dem Strand, leider keine Spur von Friedrich. Da entdeckte sie ein kleines Motorboot in der N\u00e4he der Wei\u00dfen D\u00fcne, es bewegte sich vom Strand weg auf die Fahrrinne zu. Maren erkannte als erste die M\u00f6glichkeit einer Entf\u00fchrung von Friedrich durch ein Boot am Strand. Sie rief sofort bei der Wasserpolizei in Norddeich an und beorderte zwei Polizeiboote in Richtung von Norderney. Die Drohne nahm die Verfolgung des Motorbootes auf und \u00fcbermittelte sehr scharfe Bilder vom Boot und dem<\/p>\n\n\n\n<p>159<\/p>\n\n\n\n<p>Geschehen darauf. Berger der die \u00fcbermittelten Bilder von der Drohne auswertete, erkannte zwei Frauen und einen Mann an Bord des Motorbootes, aber keinen Notar Friedrich Hagen. Der Mann an Bord war auch nicht Hans M\u00fcller und die Frauen wurden von Renate als die Personen vom Golfplatz identifiziert. Wenigsten hier ein Treffer sprach Berger genervt in seinen Bart. Aber wo war Friedrich und war er wirklich an Bord, oder schon tot? Berger \u00fcberlegte, ob es vielleicht auch ein geschicktes Ablenkungsman\u00f6ver war und sie auf eine falsche Spur gelenkt wurden? Das ganze Geschehen k\u00f6nnte zu einem gro\u00dfen Fiasko f\u00fcr die Kommissare werden und sie w\u00fcrden wieder am Anfang ihrer Ermittlungen stehen und h\u00e4tten wohlm\u00f6glich noch den Tod von Friedrich zu verantworten. Schlimmer konnten sich Berger und Maren die Situation nicht ausmalen. Renate versuchte sie zu motivieren und verwies auf die noch<\/p>\n\n\n\n<p>160<\/p>\n\n\n\n<p>ausstehende Aufbringung des Motorbotes durch die Wasserpolizei. Dann erst h\u00e4tten sie brauchbare Fakten und Indizien um die Lage zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 18 Uhr 15 F\u00e4hre von Norderney nach Norddeich legte\u2006 \u2006 p\u00fcnktlich ab, aber ohne Friedrich Hagen an Bord. Das Kleinflugzeug in Norddeich startete ebenfalls ohne Friedrich nach Hannover. Friedrich blieb f\u00fcr die Polizei\u2006 \u2006 verschollen. War er noch auf der Insel, oder auf einem Boot auf der Nordsee, oder bereits tot und irgendwo auf der Insel in den D\u00fcnen verscharrt? Diese Fragen und noch viele andere gingen den drei Kommissaren durch ihre K\u00f6pfe, nur trauten sie es nicht vor den Kollegen so auszusprechen. Ebenfalls unentdeckt blieb der vermutliche Drahtzieher Hans M\u00fcller, auch von Ihm war keine Spur auf Norderney zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab weitere schlechte Nachrichten, die beiden Entf\u00fchrer von Friedrich wurden auf<\/p>\n\n\n\n<p>161<\/p>\n\n\n\n<p>einer M\u00fcllsammelstelle bei Aurich ermordet aufgefunden. Ihnen wurde die Kehle, auf der gleichen Weise wie bei dem Toten im Moor, mit einem L\u00e4ngsschnitt aufgeschnitten, sie waren sofort tot. Es gab Spuren, aber sie konnten auch von den M\u00fcllspuren konterminiert worden sein. Aber viel schlimmer, sie konnten nicht mehr zu ihren Auftragsgeber befragt werden. Die Kommissare vermuteten, dass sie den Verbrechern nicht nur auf den Versen, sondern auch den Auftraggebern sehr nahe gekommen waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bote der Wasserpolizei umkreisten auf der H\u00f6he der Seehundb\u00e4nke das Motorboot der gesuchten Personen, sie n\u00e4herten sich dem Boot durch enger werdender Einkreisung, dann brachten sie es auf, die Beamten enterten das gestoppte Boot und durchsuchten sofort mit gez\u00fcckte Waffe das Schiff. Ohne Erfolg, es befand sich ein Mann, der sich als T\u00fcrke ausweisen konnte, er war der<\/p>\n\n\n\n<p>162<\/p>\n\n\n\n<p>Steuermann und die bereits bekannten russischen Frauen vom Golfplatz, als einzige an Bord. Die Wasserpolizei eskortierte das Motorboot zum Hafen nach Norddeich. Dort wartete Renate Berger schon gespannt auf die zwei Frauen vom Golfplatz, um sie \u00fcber ihre Verwickelung mit den Morden und den 40 Toten Fl\u00fcchtlingen, zu befragen. Die M\u00e4nner der beiden Russinnen waren in Russland untergetaucht, die russischen Beh\u00f6rden ermittelten dort, auf Anfrage vom Staatsanwalt aus Hannover, zwecks Amtshilfe, nach ihnen. Aber bisher ohne Erfolg. Wo und wann immer die Kommissare auf die Verbrecher stie\u00dfen, kamen sie zu Sp\u00e4t, oder sie wurden in die Irre gef\u00fchrt. Es war ein grausames Katz und Maus Spiel mit Leichen ohne Ende und immer noch kein Durchbruch bei den Ermittlungen der Kommissare aus Hannover und Aurich.<\/p>\n\n\n\n<p>163<\/p>\n\n\n\n<p>Man durfte die Monster nicht an sich heranlassen, dachte Berger. Aber auch nicht selber zum Monster werden. Er durfte keine Emotionen zeigen, aber dabei auch nicht Kaltherzigkeit. Als er am Auffindungsort der 40 zu Tode geschundenen Fl\u00fcchtlinge stand, da war er wie in Trance dagestanden ohne erkennbare Emotionen, es pulsierte aber das Adrenalin in seinen Adern. Nun die anderen bestialisch hingerichteten Verbrecher, es waren aber auch Menschen, ging es Berger durch den Kopf. Was aber waren das f\u00fcr Menschen, die das alles zu verantworten hatten? Alles nur f\u00fcr Geld und Reichtum und Macht? Er musste sie zur Strecke bringen, ausschalten und aus unserer Gesellschaft f\u00fcr immer entfernen wie ein Krebsgeschw\u00fcr. Maren riss ihn aus seinen Gedankenschwulst und berichtete von den Ergebnissen der Forensik, bei dem Leichenfund auf der M\u00fcllhalde. Es gab endlich verwertbare Spuren berichtete Maren mit ihrer<\/p>\n\n\n\n<p>164<\/p>\n\n\n\n<p>abgekl\u00e4rte ostfriesische Art. Berger schluckte seinen Groll herunter und fragte nach Vergleichsmaterial. \u201eDas gab es noch nicht\u201c: antwortete Maren, aber wir arbeiten daran.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden russischen Frauen vom Golfplatz leisteten keinen Widerstand und folgten Renate ins Kommissariat nach Aurich. Renate \u00fcberlegte sich auf der Fahrt von Norddeich nach Aurich, eine Vernehmungsstrategie f\u00fcr die beiden Frauen. Sie zeigten sich nicht \u00fcberrascht, als Renate sich als Kommissarin outete, was wiederum die Kommissarin ins gr\u00fcbeln brachte. Wie weit ging das Intrigenspiel der Bande, kannten sie schon auf dem Golfplatz die Identit\u00e4t von Berger und Renate? Die beiden Frauen wurden voneinander getrennt transportiert und auch vernommen. Eine zus\u00e4tzliche Absprache war damit unterbunden und half der Kommissarin Widerspr\u00fcche bei der Vernehmung aufzuzeigen. Aber die Russinnen waren clever, sie<\/p>\n\n\n\n<p>165<\/p>\n\n\n\n<p>hatten sich anscheinet auf alle Eventualit\u00e4ten schon vor geraumer Zeit vorbereitet. Alles was sie als Aussage von sich gaben, war pr\u00e4zise und wirkte miteinander abgesprochen. Renate setzte auf Erm\u00fcdung und auf Fehler der Probanden. Die Dauerbefragung lief wie folgt ab:<\/p>\n\n\n\n<p>Renate platzierte die erste Russin an einen kleinen runden leeren Tisch aus Holz, mitten im Vernehmungsraum, ein Tisch zwei St\u00fchle ansonsten\u2006 \u2006 nichts weiter im Raum. Kaltes Neonlicht flackerte an der Decke, das wiederum nicht von Renate inszeniert war. Eine seit zwei Tagen schon reklamierte defekte Leuchtr\u00f6hre, nun kam sie Renate gelegen. Die Temperatur im Raum betrug 25 Grad Celsius\u2006 \u2006 und der Sauerstoffgehalt war f\u00fcr drei schwitzende Personen, denn es war noch ein uniformierter Kollege im Raum anwesend, etwas d\u00fcrftig. Die junge h\u00fcbsche, aber etwas verschlagen wirkende Frau, sa\u00df<\/p>\n\n\n\n<p>166<\/p>\n\n\n\n<p>nun schon 1 Stunde an diesem Tisch, mit\u2006 \u2006 einem mit Leitungswasser gef\u00fcllten Glas. Nun betrat Renate den Vernehmungsraum und setzte sich ohne der Frau einen Blick zu w\u00fcrdigen, gegen\u00fcber und schaute sehr interessiert in die vor Ihr liegenden Akten und bl\u00e4tterte darin langsam Blatt f\u00fcr Blatt. Dann sprach Sie leise, fast schon fl\u00fcsternd vor sich hin: \u201eUnd Sie sind der Kopf der Bande, der f\u00fcr die vielen Toten verantwortlich ist! \u201e Dabei bl\u00e4tterte Renate weiter in den Akten und brummte dabei ein \u201eAha hier steht\u2019s schwarz auf wei\u00df!\u201c \u201eWas reden Sie f\u00fcr einen M\u00fcll, Frau Kommissarin, haben Sie einen Kasper gefr\u00fchst\u00fcckt, oder sind Sie einfach irre?\u201c \u201eNun der angebliche M\u00fcll, den ich hier lese besagt, dass Spuren hinterlassen wurden, gute lesbare vergleichbare Spuren! Protokolle und Aussagen die eindeutig sind! Der irre Kasper in mir sagt, dass reicht!\u201c \u201ePah, was reicht, zu was und gegen wen? Sie haben Garnichts, sie stochern im Nebel<\/p>\n\n\n\n<p>167<\/p>\n\n\n\n<p>und hoffen, dass ich mich von Ihnen aufs Glatteis f\u00fchren lasse. <\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-1b767501-ddd2-4ccc-900c-79bc84043a5b\"><em><strong>die weiteren Folgen des gesamten Romans erscheinen jeweils zum Wochenende, hier und \u00fcber die Fb-Gruppe Dornumer Nachrichten.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-943b58a6-5cf7-4f74-9d39-de6844b25014\"><strong>Der Autor dieses Kriminalromans, Lutz M\u00fcller lebt in Norden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-176e190a-c55a-4f01-9903-8aacfb8a7072\"><strong><em>Abdruck und unberechtigtes Teilen sind nicht gestattet und f\u00fchren zu rechtlichen Konsequenzen. Alle Rechte beim Autor.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommissar Berger \u2013 Mord in Norden von Lutz M\u00fcller ein K\u00fcstenkrimi \u2013 Folge&nbsp;14 Renate hatte ein ungutes Gef\u00fchl, die Bande war ihr zu schnell auf Friedrichs Forderungen eingegangen und ihr Plan der \u00dcbergabe war sehr kompliziert ausgedacht. Liefen sie alle in eine gut aufgestellte Falle? Als Maren sie per Handy von der Anwesenheit des Hans [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[402],"tags":[399,403],"class_list":["post-1676","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-literatur","tag-lutz-mueller","tag-ostfriesenkrimi"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1676"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1676\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1732,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1676\/revisions\/1732"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}