{"id":1663,"date":"2023-09-07T21:25:45","date_gmt":"2023-09-07T21:25:45","guid":{"rendered":"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1663"},"modified":"2023-12-23T20:02:07","modified_gmt":"2023-12-23T20:02:07","slug":"todes-container-im-wattenmeer-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1663","title":{"rendered":"\u201eTodes Container im Wattenmeer\u201c (12)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\" id=\"block-5415feb5-e0a2-48b4-93ca-607b553fa74d\"><strong>Kommissar Berger &#8211; Mord in Norden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" id=\"block-a14cfc02-0791-4bdd-9f54-7b52da447f8b\"><strong>von Lutz M\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" id=\"block-948df044-82c3-4bd8-aff2-967e492a0b01\"><em><strong>ein K\u00fcstenkrimi &#8211; Folge <\/strong><\/em>12<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab auf dem Neuen Weg in Norden eine angesagte Kneipe, das \u201eMittelhaus\u201c, dort trafen sich, seit dem Rausschmiss bei den 60 Plus Bocciaspielern auf dem Marktplatz in Norden, die beiden Ganoven mit Friedrich. Nun war Friedrich verschwunden und sie warteten vergeblich an ihrem Stammtisch. \u201eWas\u2006 \u2006 \u2006 soll das, warum meldet er sich nicht bei uns und was will er damit bezwecken?\u201cDas Boxergesicht stellte diese Frage halblaut an sein Gegen\u00fcber und verzog dabei sein Gesicht als ob er in eine Zitrone gebissen h\u00e4tte, was aber sein Gesicht nicht entscheidend ver\u00e4nderte. \u201eSind wir alle aufgeflogen?\u201c wetterte der andere Alte.<\/p>\n\n\n\n<p>131<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"\" width=\"362\" height=\"272\"><\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden Ganoven redeten aufeinander ein und gestikulierten dabei, als ob der jeweilige Gespr\u00e4chsparten Taubstumm w\u00e4re. Sie konnten sich einfach nicht einigen, was sie jetzt unternehmen sollten. Der eine wollte nach dem Notar suchen und ihn zur Rede stellen, der Andere aber wollte schnell untertauchen, sogar aus Deutschland<\/p>\n\n\n\n<p>132<\/p>\n\n\n\n<p>verschwinden. Das Boxergesicht schaute sich unruhig im Raum um und schaute auch suchend durch das Fenster auf den Neuen Weg. Er f\u00fchlte sich beobachtet, es kam ihm so vor, als ob ein \u00e4lterer gro\u00dfer Mann mit Vollbart ihn verfolgte. \u201e Du hast schon einen Verfolgungswahn!\u201c Fauchte der andere Ganove ihn an, als er das merkw\u00fcrdige Verhalten seines Kumpels verfolgte. Als das Boxergesicht auf\u2006 \u2006 den vermeintlichen Verfolger zeigen wollte, war dieser verschwunden, nicht mehr sichtbar. \u201eIch habe den doch gesehen, am Markt und beim Cafe`Ten Cate auf der Osterstra\u00dfe und jetzt vor dem Mittelhaus!\u201c \u201eEgal!\u201c antwortete sein Partner und forderte eine schnelle Entscheidung. Wir sollten untertauchen! einigten sich die beiden Ganoven. Aber wo so schnell hin?<\/p>\n\n\n\n<p>Nun waren schon 4 M\u00e4nner aus der Verbrecherbande auf der Flucht. Die beiden Halunken, die Friedrich entf\u00fchrt und ermorden<\/p>\n\n\n\n<p>133<\/p>\n\n\n\n<p>wollten und nun die beiden Alten vom Hafen. Eine ordentliche Aufgabe f\u00fcr die Kommissare und die Polizei aus Aurich. Aber da kam ihnen der Kommissar Zufall zu Hilfe. Zuf\u00e4lle und gl\u00fcckliche Begegnungen spielen bei den meisten Ermittlungen eine nicht zu untersch\u00e4tzende Rolle. Keiner der Kommissare konnte sich vorstellen, dass die beiden Alten auf dem Video von Hafen au\u00dfer als Handlanger bei den Fl\u00fcchtlingsschweinereien, auch noch bei Terroraktivit\u00e4ten eingesetzt wurden. Berger hatte das Gl\u00fcck, bei einem Rundgang auf dem Marktplatz in Norden, es war Montag und Markttag, die beiden alten Ganoven zu entdecken. Dabei fiel ihm das markante Boxergesicht des einen gesuchten Fl\u00fcchtigen, besonders auf. Er verfolgte die Beiden \u00fcber die Osterstra\u00dfe bis zum Mittelhaus im Neuen Weg. In der Zwischenzeit hatte Berger seine Kollegen informiert und die umstellten die Kneipe. Am Markttag ist die Innenstadt besonders<\/p>\n\n\n\n<p>134<\/p>\n\n\n\n<p>mit Touristen gef\u00fcllt und das Mittelhaus profitiert davon besonders, es sind dann auch die Au\u00dfenpl\u00e4tze vollbesetzt. Maren diskutierte mit Berger dar\u00fcber, ob die beiden Verbrecher bewaffnet w\u00e4ren?<\/p>\n\n\n\n<p>Das w\u00fcrde die Festnahme in der vollbesetzten Kneipe unm\u00f6glich machen. Maren und Renate entschieden sich daf\u00fcr als unverd\u00e4chtige Touristinnen auf die Toilette zu gehen. Sie wollten entweder vor Ort zugreifen und die beiden Ganoven festsetzen, oder nur herausfinden ob sie Waffen dabei h\u00e4tten. Wenn ja, dann m\u00fcssten sie sich etwas Ausgefallendes einfallen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Renate betrat als erste die Kneipe und ging zum Tresen und fragte die Bedienung nach der Toilette, in diesem Moment kam auch Maren herein und beobachtete die beiden Alten an ihrem Tisch in der Ecke der Kneipe. Die gestikulierten immer noch und redeten auf sich ein. Eine g\u00fcnstige Gelegenheit<\/p>\n\n\n\n<p>135<\/p>\n\n\n\n<p>zum Zugriff, ging es Maren durch den Kopf und Renate drehte sich zu Maren um und bemerkte das verabredete Zugriffszeichen. Nun ging alles rasend schnell, die Kommissarinnen st\u00fcrzten zu dem Ecktisch der beiden Verbrecher und \u00fcberw\u00e4ltigten sie, v\u00f6llig \u00fcberrascht von der Aktion. Berger hatte mit Abstand zur T\u00fcr dem Einsatz seiner Kolleginnen respektvoll zugeschaut und musste den Frauen dann auch notgedrungen seine Anerkennung aussprechen. Maren veranlasste, dass die beiden M\u00e4nner nach Aurich aufs Kommissariat verbracht wurden. Bei ihrer Durchsuchung wurden keine Waffen gefunden. Bei ihrer Vernehmung durch Berger, stellte sich schnell heraus, dass es sich bei den beiden Ganoven um kleine Handlanger bei diesem miesen Gesch\u00e4ft, handelte. Sie wurden dem Haftrichter vorgestellt und f\u00fcr Menschenhandel und Drogenschmuggel angeklagt. Sie sollten sp\u00e4ter von<\/p>\n\n\n\n<p>136<\/p>\n\n\n\n<p>den Kommissaren weiter verh\u00f6rt werden, sie sollten alles \u00fcber die Organisation und die Namen ihrer Anf\u00fchrer sagen. Heraus kam, dass Friedrich ihr Auftraggeber war und der gefundene Tote im Moor, der ihnen namentlich nicht bekannt war, der als Mittelsmann und Helfer beim Verteilen der Fl\u00fcchtlingsfrauen fungierte. Die beiden Alten erwiesen sich als eine sehr trockene Quelle der erwarteten Informationen. Die Kommissare kamen einfach nicht n\u00e4her an den Kopf der Organisation heran.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Notar blieb vorl\u00e4ufig die einzige Quelle die sie nutzen k\u00f6nnten. Aber Friedrich galt als verbrannt f\u00fcr den Staatsschutz. Nun konnte er nur noch\u2006 \u2006 den Kommissaren als Lockvogel n\u00fctzlich sein. Friedrich hatte sich nach langen z\u00f6gern, entschieden, er wollte sein Leben in die H\u00e4nde der Kommissare legen und mit ihnen zusammenarbeiten. Die gedungenen Auftragsm\u00f6rder waren noch<\/p>\n\n\n\n<p>137<\/p>\n\n\n\n<p>auf der Flucht, oder untergetaucht um ihren Auftrag doch noch zu erf\u00fcllen, Friedrich f\u00fcr immer auszuschalten. Die Identit\u00e4t der Auftraggeber war den Kommissaren nicht bekannt und blieb das eigentliche Ziel der Ermittlungen. Berger bereitete die Aktion mit Friedrich akribisch vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich hatte Angst und seine H\u00e4nde zitterten als er die geheime Telefonnummer seines Mittelsmannes in das ortungsfreie Handy eintippte. Es gab ein Freizeichen, aber es meldete sich kein Teilnehmer. Er dr\u00fcckte die Wiederholungstaste zwei weitere Male, dann endlich eine vertraute Stimme am anderen Ende der Leitung: \u201eWer ruft mich auf dieser Nummer an? H\u00f6rte Friedrich sein Mittelsmann sprechen. \u201eIch bin das!\u201c\u2006 \u2006 \u201eWer ist Ich? Und was ist das f\u00fcr ein Handy?\u201c Friedrich, den sie ermorden lassen wollen!\u201c Am anderen Ende der Leitung war pl\u00f6tzlich Ruhe,<\/p>\n\n\n\n<p>138<\/p>\n\n\n\n<p>nur Atemz\u00fcge waren zuh\u00f6ren. Dann ein r\u00f6chelndes Ger\u00e4usch, die Stimme klang jetzt rau und gepresst: \u201eSie haben Nerven, was wollen sie von mir?\u201c Friedrich hatte gro\u00dfe M\u00fche seine Stimme unter Kontrolle zu halten, kurz vor dem Versagen presste er es heraus:\u201cEine Sicherheitszusage f\u00fcr meine Unversehrtheit und ein sehr verm\u00f6gendes Leben, dort wo sie mich nicht finden!\u201c Am anderen Ende der Leitung h\u00f6rte er ein h\u00f6llisches Lachen. Nach einer l\u00e4ngeren Pause, die Friedrich unendlich lang vorkam, h\u00f6rte er sein Gespr\u00e4chspartner fragen: \u201eWas haben sie zu bieten, dass ich nicht schon habe oder wei\u00df? Sie Wurm!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maren folgte ihrem weiblichen Bauchgef\u00fchl, sie verfolgte die Spur der beiden Russinnen in Norden weiter. Die Telefon\u00fcberwachung ergab einen regen Telefonverkehr nach Russland und auch mit Nummern in Norden und Aurich.<\/p>\n\n\n\n<p>139<\/p>\n\n\n\n<p>Die Telefonate wurden ausschlie\u00dflich \u00fcber ein nicht registriertes Handy gef\u00fchrt und konnten so nicht ohne weiteres identifiziert werden. Maren beantragte bei den Telefongesellschaften eine Telefonortung und die Namen des jeweiligen Anschlusses. Dies war nicht so einfach wie es sich anh<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab auf dem Neuen Weg in Norden eine angesagte Kneipe, das \u201eMittelhaus\u201c, dort trafen sich, seit dem Rausschmiss bei den 60 Plus Bocciaspielern auf dem Marktplatz in Norden, die beiden Ganoven mit Friedrich. Nun war Friedrich verschwunden und sie warteten vergeblich an ihrem Stammtisch. \u201eWas\u2006 \u2006 \u2006 soll das, warum meldet er sich nicht bei uns und was will er damit bezwecken?\u201cDas Boxergesicht stellte diese Frage halblaut an sein Gegen\u00fcber und verzog dabei sein Gesicht als ob er in eine Zitrone gebissen h\u00e4tte, was aber sein Gesicht nicht entscheidend ver\u00e4nderte. \u201eSind wir alle aufgeflogen?\u201c wetterte der andere Alte.<\/p>\n\n\n\n<p>131<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden Ganoven redeten aufeinander ein und gestikulierten dabei, als ob der jeweilige Gespr\u00e4chsparten Taubstumm w\u00e4re. Sie konnten sich einfach nicht einigen, was sie jetzt unternehmen sollten. Der eine wollte nach dem Notar suchen und ihn zur Rede stellen, der Andere aber wollte schnell untertauchen, sogar aus Deutschland<\/p>\n\n\n\n<p>132<\/p>\n\n\n\n<p>verschwinden. Das Boxergesicht schaute sich unruhig im Raum um und schaute auch suchend durch das Fenster auf den Neuen Weg. Er f\u00fchlte sich beobachtet, es kam ihm so vor, als ob ein \u00e4lterer gro\u00dfer Mann mit Vollbart ihn verfolgte. \u201e Du hast schon einen Verfolgungswahn!\u201c Fauchte der andere Ganove ihn an, als er das merkw\u00fcrdige Verhalten seines Kumpels verfolgte. Als das Boxergesicht auf\u2006 \u2006 den vermeintlichen Verfolger zeigen wollte, war dieser verschwunden, nicht mehr sichtbar. \u201eIch habe den doch gesehen, am Markt und beim Cafe`Ten Cate auf der Osterstra\u00dfe und jetzt vor dem Mittelhaus!\u201c \u201eEgal!\u201c antwortete sein Partner und forderte eine schnelle Entscheidung. Wir sollten untertauchen! einigten sich die beiden Ganoven. Aber wo so schnell hin?<\/p>\n\n\n\n<p>Nun waren schon 4 M\u00e4nner aus der Verbrecherbande auf der Flucht. Die beiden Halunken, die Friedrich entf\u00fchrt und ermorden<\/p>\n\n\n\n<p>133<\/p>\n\n\n\n<p>wollten und nun die beiden Alten vom Hafen. Eine ordentliche Aufgabe f\u00fcr die Kommissare und die Polizei aus Aurich. Aber da kam ihnen der Kommissar Zufall zu Hilfe. Zuf\u00e4lle und gl\u00fcckliche Begegnungen spielen bei den meisten Ermittlungen eine nicht zu untersch\u00e4tzende Rolle. Keiner der Kommissare konnte sich vorstellen, dass die beiden Alten auf dem Video von Hafen au\u00dfer als Handlanger bei den Fl\u00fcchtlingsschweinereien, auch noch bei Terroraktivit\u00e4ten eingesetzt wurden. Berger hatte das Gl\u00fcck, bei einem Rundgang auf dem Marktplatz in Norden, es war Montag und Markttag, die beiden alten Ganoven zu entdecken. Dabei fiel ihm das markante Boxergesicht des einen gesuchten Fl\u00fcchtigen, besonders auf. Er verfolgte die Beiden \u00fcber die Osterstra\u00dfe bis zum Mittelhaus im Neuen Weg. In der Zwischenzeit hatte Berger seine Kollegen informiert und die umstellten die Kneipe. Am Markttag ist die Innenstadt besonders<\/p>\n\n\n\n<p>134<\/p>\n\n\n\n<p>mit Touristen gef\u00fcllt und das Mittelhaus profitiert davon besonders, es sind dann auch die Au\u00dfenpl\u00e4tze vollbesetzt. Maren diskutierte mit Berger dar\u00fcber, ob die beiden Verbrecher bewaffnet w\u00e4ren?<\/p>\n\n\n\n<p>Das w\u00fcrde die Festnahme in der vollbesetzten Kneipe unm\u00f6glich machen. Maren und Renate entschieden sich daf\u00fcr als unverd\u00e4chtige Touristinnen auf die Toilette zu gehen. Sie wollten entweder vor Ort zugreifen und die beiden Ganoven festsetzen, oder nur herausfinden ob sie Waffen dabei h\u00e4tten. Wenn ja, dann m\u00fcssten sie sich etwas Ausgefallendes einfallen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Renate betrat als erste die Kneipe und ging zum Tresen und fragte die Bedienung nach der Toilette, in diesem Moment kam auch Maren herein und beobachtete die beiden Alten an ihrem Tisch in der Ecke der Kneipe. Die gestikulierten immer noch und redeten auf sich ein. Eine g\u00fcnstige Gelegenheit<\/p>\n\n\n\n<p>135<\/p>\n\n\n\n<p>zum Zugriff, ging es Maren durch den Kopf und Renate drehte sich zu Maren um und bemerkte das verabredete Zugriffszeichen. Nun ging alles rasend schnell, die Kommissarinnen st\u00fcrzten zu dem Ecktisch der beiden Verbrecher und \u00fcberw\u00e4ltigten sie, v\u00f6llig \u00fcberrascht von der Aktion. Berger hatte mit Abstand zur T\u00fcr dem Einsatz seiner Kolleginnen respektvoll zugeschaut und musste den Frauen dann auch notgedrungen seine Anerkennung aussprechen. Maren veranlasste, dass die beiden M\u00e4nner nach Aurich aufs Kommissariat verbracht wurden. Bei ihrer Durchsuchung wurden keine Waffen gefunden. Bei ihrer Vernehmung durch Berger, stellte sich schnell heraus, dass es sich bei den beiden Ganoven um kleine Handlanger bei diesem miesen Gesch\u00e4ft, handelte. Sie wurden dem Haftrichter vorgestellt und f\u00fcr Menschenhandel und Drogenschmuggel angeklagt. Sie sollten sp\u00e4ter von<\/p>\n\n\n\n<p>136<\/p>\n\n\n\n<p>den Kommissaren weiter verh\u00f6rt werden, sie sollten alles \u00fcber die Organisation und die Namen ihrer Anf\u00fchrer sagen. Heraus kam, dass Friedrich ihr Auftraggeber war und der gefundene Tote im Moor, der ihnen namentlich nicht bekannt war, der als Mittelsmann und Helfer beim Verteilen der Fl\u00fcchtlingsfrauen fungierte. Die beiden Alten erwiesen sich als eine sehr trockene Quelle der erwarteten Informationen. Die Kommissare kamen einfach nicht n\u00e4her an den Kopf der Organisation heran.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Notar blieb vorl\u00e4ufig die einzige Quelle die sie nutzen k\u00f6nnten. Aber Friedrich galt als verbrannt f\u00fcr den Staatsschutz. Nun konnte er nur noch\u2006 \u2006 den Kommissaren als Lockvogel n\u00fctzlich sein. Friedrich hatte sich nach langen z\u00f6gern, entschieden, er wollte sein Leben in die H\u00e4nde der Kommissare legen und mit ihnen zusammenarbeiten. Die gedungenen Auftragsm\u00f6rder waren noch<\/p>\n\n\n\n<p>137<\/p>\n\n\n\n<p>auf der Flucht, oder untergetaucht um ihren Auftrag doch noch zu erf\u00fcllen, Friedrich f\u00fcr immer auszuschalten. Die Identit\u00e4t der Auftraggeber war den Kommissaren nicht bekannt und blieb das eigentliche Ziel der Ermittlungen. Berger bereitete die Aktion mit Friedrich akribisch vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich hatte Angst und seine H\u00e4nde zitterten als er die geheime Telefonnummer seines Mittelsmannes in das ortungsfreie Handy eintippte. Es gab ein Freizeichen, aber es meldete sich kein Teilnehmer. Er dr\u00fcckte die Wiederholungstaste zwei weitere Male, dann endlich eine vertraute Stimme am anderen Ende der Leitung: \u201eWer ruft mich auf dieser Nummer an? H\u00f6rte Friedrich sein Mittelsmann sprechen. \u201eIch bin das!\u201c\u2006 \u2006 \u201eWer ist Ich? Und was ist das f\u00fcr ein Handy?\u201c Friedrich, den sie ermorden lassen wollen!\u201c Am anderen Ende der Leitung war pl\u00f6tzlich Ruhe,<\/p>\n\n\n\n<p>138<\/p>\n\n\n\n<p>nur Atemz\u00fcge waren zuh\u00f6ren. Dann ein r\u00f6chelndes Ger\u00e4usch, die Stimme klang jetzt rau und gepresst: \u201eSie haben Nerven, was wollen sie von mir?\u201c Friedrich hatte gro\u00dfe M\u00fche seine Stimme unter Kontrolle zu halten, kurz vor dem Versagen presste er es heraus:\u201cEine Sicherheitszusage f\u00fcr meine Unversehrtheit und ein sehr verm\u00f6gendes Leben, dort wo sie mich nicht finden!\u201c Am anderen Ende der Leitung h\u00f6rte er ein h\u00f6llisches Lachen. Nach einer l\u00e4ngeren Pause, die Friedrich unendlich lang vorkam, h\u00f6rte er sein Gespr\u00e4chspartner fragen: \u201eWas haben sie zu bieten, dass ich nicht schon habe oder wei\u00df? Sie Wurm!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maren folgte ihrem weiblichen Bauchgef\u00fchl, sie verfolgte die Spur der beiden Russinnen in Norden weiter. Die Telefon\u00fcberwachung ergab einen regen Telefonverkehr nach Russland und auch mit Nummern in Norden und Aurich.<\/p>\n\n\n\n<p>139<\/p>\n\n\n\n<p>Die Telefonate wurden ausschlie\u00dflich \u00fcber ein nicht registriertes Handy gef\u00fchrt und konnten so nicht ohne weiteres identifiziert werden. Maren beantragte bei den Telefongesellschaften eine Telefonortung und die Namen des jeweiligen Anschlusses. Dies war nicht so einfach wie es sich anh\u00f6rte. Ein Gerichtsbeschluss war n\u00f6tig und der musste sehr gut begr\u00fcndet sein. Beides lag in diesem Fall vor und so konnte Maren auf die gelieferten Daten zugreifen. Dabei tauchte eine Nummer in Hannover auf, die einem deutschen Gesch\u00e4ftsmann geh\u00f6rte, der einen Import- und Exporthandel betrieb. Der wiederum auch mit Syrien Gesch\u00e4fte machte. Maren glaubte sich nun auf der richtigen Spur. Es lag aber kein Bildmaterial von dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vor und so blieb seine Identit\u00e4t vorerst weiter im Dunklen.<\/p>\n\n\n\n<p>Berger hatte in den Bordellen in Ostfriesland Erfolg bei seiner Recherche nach illegalen<\/p>\n\n\n\n<p>140<\/p>\n\n\n\n<p>Fl\u00fcchtlingsfrauen. Zwei Frauen aus Syrien waren sehr eingesch\u00fcchtert, waren dann aber bereit \u00fcber ihren Leidensweg zu berichten. Renate f\u00fchrte die Befragung der Frauen durch und konnte so eine gewisse Vertrauensbasis von Frau zu Frau aufbauen.\u2006 \u2006 Die Befragung wurde in ein B\u00fcro verlegt, in dem es ein gem\u00fctliches Sofa gab und zwei Sessel vor einem runden, kleinen Tisch. Es wurde Tee gereicht und Geb\u00e4ck aus dem T\u00fcrkenladen aus der Nachbarschaft. Die deutschen Sprachkenntnisse der beiden Frauen waren erstaunlich gut und wie sich herausstellte in Syrien beim Goethe Institut erworben. Sie waren gebildete junge M\u00e4dchen von 17 und 19 Jahren, als sie gezwungen wurden ihre Heimat zu verlassen. Der Krieg und die damit verbundene Vertreibung aus ihren Heimatst\u00e4dten trennte sie von ihren Familien und sie konnten nur sich selbst retten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00f6rte. Ein Gerichtsbeschluss war n\u00f6tig und der musste sehr gut begr\u00fcndet sein. Beides lag in diesem Fall vor und so konnte Maren auf die gelieferten Daten zugreifen. Dabei tauchte eine Nummer in Hannover auf, die einem deutschen Gesch\u00e4ftsmann geh\u00f6rte, der einen Import- und Exporthandel betrieb. Der wiederum auch mit Syrien Gesch\u00e4fte machte. Maren glaubte sich nun auf der richtigen Spur. Es lag aber kein Bildmaterial von dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vor und so blieb seine Identit\u00e4t vorerst weiter im Dunklen.<\/p>\n\n\n\n<p>Berger hatte in den Bordellen in Ostfriesland Erfolg bei seiner Recherche nach illegalen<\/p>\n\n\n\n<p>140<\/p>\n\n\n\n<p>Fl\u00fcchtlingsfrauen. Zwei Frauen aus Syrien waren sehr eingesch\u00fcchtert, waren dann aber bereit \u00fcber ihren Leidensweg zu berichten. Renate f\u00fchrte die Befragung der Frauen durch und konnte so eine gewisse Vertrauensbasis von Frau zu Frau aufbauen.\u2006 \u2006 Die Befragung wurde in ein B\u00fcro verlegt, in dem es ein gem\u00fctliches Sofa gab und zwei Sessel vor einem runden, kleinen Tisch. Es wurde Tee gereicht und Geb\u00e4ck aus dem T\u00fcrkenladen aus der Nachbarschaft. Die deutschen Sprachkenntnisse der beiden Frauen waren erstaunlich gut und wie sich herausstellte in Syrien beim Goethe Institut erworben. Sie waren gebildete junge M\u00e4dchen von 17 und 19 Jahren, als sie gezwungen wurden ihre Heimat zu verlassen. Der Krieg und die damit verbundene Vertreibung aus ihren Heimatst\u00e4dten trennte sie von ihren Familien und sie konnten nur sich selbst retten.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-1b767501-ddd2-4ccc-900c-79bc84043a5b\"><em><strong>die weiteren Folgen des gesamten Romans erscheinen jeweils zum Wochenende, hier und \u00fcber die Fb-Gruppe Dornumer Nachrichten.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-943b58a6-5cf7-4f74-9d39-de6844b25014\">\ufeff<\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-2d02bb1e-4d61-46a6-bb47-2b6f2adb8b9f\"><strong>Der Autor dieses Kriminalromans, Lutz M\u00fcller lebt in Norden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-176e190a-c55a-4f01-9903-8aacfb8a7072\"><strong><em>Abdruck und unberechtigtes Teilen sind nicht gestattet und f\u00fchren zu rechtlichen Konsequenzen. Alle Rechte beim Autor.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommissar Berger &#8211; Mord in Norden von Lutz M\u00fcller ein K\u00fcstenkrimi &#8211; Folge 12 Es gab auf dem Neuen Weg in Norden eine angesagte Kneipe, das \u201eMittelhaus\u201c, dort trafen sich, seit dem Rausschmiss bei den 60 Plus Bocciaspielern auf dem Marktplatz in Norden, die beiden Ganoven mit Friedrich. Nun war Friedrich verschwunden und sie warteten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[402],"tags":[399,37,403],"class_list":["post-1663","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-literatur","tag-lutz-mueller","tag-norden","tag-ostfriesenkrimi"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1663","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1663"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1663\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1668,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1663\/revisions\/1668"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fresenspegel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}