{"id":1658,"date":"2023-08-20T22:18:49","date_gmt":"2023-08-20T22:18:49","guid":{"rendered":"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1658"},"modified":"2023-12-23T20:02:07","modified_gmt":"2023-12-23T20:02:07","slug":"todes-container-im-wattenmeer-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1658","title":{"rendered":"\u201eTodes Container im Wattenmeer\u201c (11)"},"content":{"rendered":"\n<p id=\"block-5415feb5-e0a2-48b4-93ca-607b553fa74d\"><strong>Kommissar Berger &#8211; Mord in Norden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-a14cfc02-0791-4bdd-9f54-7b52da447f8b\"><strong>von Lutz M\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-948df044-82c3-4bd8-aff2-967e492a0b01\"><em><strong>ein K\u00fcstenkrimi &#8211; Folge <\/strong><\/em>11<\/p>\n\n\n\n<p>Der Computerabgleich des Fotos der Leiche im Moor ergab einen Treffer. Es handelte<\/p>\n\n\n\n<p>121<\/p>\n\n\n\n<p>sich um einen Kurden, der bereits durch Drogendelikte polizeilich Aktenkundig war. Ihm wurden Kontakte zu einer syrischen Schlepperbande\u2006 \u2006 unterstellt, aber nicht bewiesen. Damit war den Kommissaren klar, warum er von den Verbrechern geopfert wurde. Er konnte mit dem Syndikat in Verbindung gebracht werden. Nun hatten die Kommissare mehrere Anhaltspukte und Spuren, die Identit\u00e4t des Opfers und den bei der Leiche gefundenen Ohrring. Renates Vermutung, die Frauen vom Golfplatz k\u00f6nnten etwas mit dem Mord zu tun haben, wurde durch den Fund des Ohrringes best\u00e4rkt, aber mehr auch nicht. Sie diskutierten auf der Fahrt zu Maren und ihrem Vater \u00fcber die Sachlage und das auch noch nicht gekl\u00e4rt war, warum in dem Container nur die Fl\u00fcchtlinge waren und keine Maschinenteile? Warum sind die Schlepper von ihrem bisherigen Vorgehen abgewichen? Die Kommissare hatten spontan keine Erkl\u00e4rung<\/p>\n\n\n\n<p>122<\/p>\n\n\n\n<p>daf\u00fcr und ob es f\u00fcr den Fall \u00fcberhaupt relevant war?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image wp-duotone-midnight-filter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1401&amp;preview=true\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Fahrt in die Krummh\u00f6rn verlief reibungslos, aber scheinbar endlos. Die Landschaft ver\u00e4nderte sich kilometerweit nicht und die Stra\u00dfen waren schnurrgrade und die Schafe an und auf den Deichen sahen alle gleich aus. Es hatte wieder einmal in<\/p>\n\n\n\n<p>123<\/p>\n\n\n\n<p>Ostfriesland geregnet und die Stra\u00dfen waren durch das herunter gewehte Laub der Stra\u00dfenb\u00e4ume stellenweise sehr glatt. So musste Berger vorsichtig fahren und so verl\u00e4ngerte sich ihre Fahrzeit erheblich. Aber jede Fahrt hat einmal ein Ende und so auch die der beiden Kommissare zum Popken Hof. Maren hatte bereits, den Tisch vor dem Haus unter einem alten Eichenbaum, mit Tellern und Gl\u00e4sern aus dem elterlichen Bestand eingedeckt. Der Vater hantierte am Grill und bem\u00fchte sich redlich die Holzkohle zum brennen zu bringen. Renate wunderte sich, dass f\u00fcnf Gedecke auf gelegt waren und fragte auch gleich nach, ob ein Gast kommen w\u00fcrde den sie kennen? Maren lachte und erz\u00e4hlte von ihrem Feriengast der f\u00fcr eine Woche bei ihnen ein Zimmer gemietete h\u00e4tte. Sie hatte ihn zum Grillen eingeladen und fragte nun ob es den beiden Freunden recht sei.<\/p>\n\n\n\n<p>124<\/p>\n\n\n\n<p>Berger brummte wie \u00fcblich in seinen Vollbart, es h\u00e4tte alles bedeuten k\u00f6nnen, aber es wurde von Maren als ein Einverst\u00e4ndnis gedeutet. Renate lachte nur und nickte freundlich wie immer, bejahend in die Richtung von Maren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fremde stellte sich als Hans M\u00fcller vor, er sei Gesch\u00e4ftsmann auf Reisen zu seinen Kunden. Er wollte in Ostfriesland neue Kunden akquirieren und hier in der Krummh\u00f6rn w\u00fcrde er logistisch zwischen Norden, Aurich und Emden g\u00fcnstig wohnen. Er verkauft Gesundheitsartikel und Ger\u00e4te, f\u00fcr Fitnessstudios und Physio- Therapeuten. Berger gab Renate und Maren ein heimliches Zeichen, dass er mit ihnen sprechen wollte: \u201eIch habe ein ungutes Gef\u00fchl bei diesem Mann, so wie der extravagant gekleidet ist und steigt hier auf dem Hof ab, solche Leute logieren in erstklassigen H\u00e4usern in den St\u00e4dten.<\/p>\n\n\n\n<p>125<\/p>\n\n\n\n<p>Der hat doch was zu verbergen?\u201c Renate pflichtete ihm bei und sie verabredeten, sich nicht als Kommissare zu outen. Maren brachte im richtigen Moment ihrem Vater bei, sich ebenfalls daran zu halten. Was gab es sch\u00f6neres als ein gem\u00fctliches Beisammensein beim Grillen im Gulfhofgarten. Schnell stellte sich heraus, dass der Fremde keine gro\u00dfe Lust zeigte eine Konversation zu f\u00fchren, er fragte auch die Kommissare nicht nach ihrem Privatleben aus, die Kommissare hatten sich auch nur mit ihren Vornamen vorgestellt und dabei blieb es den ganzen Abend \u00fcber. Vater Popken erz\u00e4hlte von der Vergangenheit des Familienbesitzes, der bereits 200 Jahre von den Popkens bewirtschaftet wurde. Die Frauen tranken Rotwein aus Spanien und die M\u00e4nner labten sich an friesischem Bier. Berger mochte das Jever Bier nicht so gerne, es war ihm zu herb, aber er war h\u00f6flich genug um seine Meinung dar\u00fcber zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n\n\n\n<p>126<\/p>\n\n\n\n<p>Darum trank er nur ein Bier, weil er noch nach Norden fahren wollte. Sie sa\u00dfen bis es dunkel wurde zusammen und so gegen 22 Uhr verabschiedeten sich Renate und Konsti von Maren und den beiden M\u00e4nnern und fuhren zur\u00fcck nach Norden in ihr Ferienhaus. Auf dem Weg zur\u00fcck nach Norden unterhielten sich die Kommissare dar\u00fcber, dass sie gar nicht dazu gekommen waren \u00fcber die neusten Erkenntnisse in ihrem Container Fall zu sprechen. Dabei gab es so viel Neues zu besprechen. Auch dieser Fremde gingen Berger und Renate nicht so recht aus dem Sinn. Aber was waren schon Gef\u00fchle und frauliche Intuitionen? Halfen sie den Kommissaren, mehr als Fakten? Nein, aber sie schadeten auch nicht! Was sie sich dann noch in ihrem Ferienhaus in Norden zu sagen hatten, blieb in dieser Nacht ihr gemeinsames Geheimnis.\u2006 \u2006 \u2006<\/p>\n\n\n\n<p>127<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich Hagen sa\u00df immer noch in der Zelle im Kommissariat in Aurich, die weitere Vorgehensweise war von den Kommissaren und dem Staatsschutz nicht entschieden. Der Staatsanwalt war auch noch nicht involviert und somit hockte Friedrich in einer 6 qm kleinen Zelle und wartete auf die Dinge die da auf ihn zukommen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Was hatte Friedrich mit dem Staatsschutz zutun und wie wurde er \u00fcberzeugt f\u00fcr ihn zu arbeiten? Die Gesch\u00e4fte in Hannover liefen gut und die Kanzlei seines Vaters verkam immer mehr zu einer Tarnkanzlei, es gab keine Mandanten mehr, au\u00dfer die des Syndikats. Seine Spielsucht und die Abh\u00e4ngigkeit von den Syrern trieben ihn immer st\u00e4rker in eine Depression hinein. Er machte Fehler, die er sich nicht leisten durfte und er war nicht clever genug sie zu verheimlichen. So kam der Staatsschutz auf die Aktivit\u00e4ten eines Anwalts in Hannover Linden.<\/p>\n\n\n\n<p>128<\/p>\n\n\n\n<p>Der sehr guten Kontakte pflegte zu einer ganz speziellen Gruppe aus Syrien, die man mit Menschenschmuggel und Prostitution in Verbindung brachte. Leider bem\u00fchte sich der Staatsschutz seit einigen Monaten vergebens darum jemanden in die Gruppe einzuschleusen. Friedrich landete eine Steilvorlage, als er Fl\u00fcchtlinge ohne Papiere auf dem Schwarzarbeitsmarkt unterbringen wollte. Er lief in eine Falle des Zolls und des Staatsschutzes. Bei der darauf anstehenden Hausdurchsuchung fanden die Ermittler belastendes Material, aber keine Namen und Kontaktadressen. So wurde Friedrich Hagen von Hans Fischer ins Verh\u00f6r genommen. Er brauchte zwei Tage und N\u00e4chte um Friedrich von einer Zusammenarbeit zu \u00fcberzeugen. Die Psychomittel, die er dabei anwandte, waren nicht immer legal, aber wirksam. Friedrich sollte sich st\u00e4rker f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Aufgaben empfehlen und die Strukturen des Syndikats ausspionieren.<\/p>\n\n\n\n<p>129<\/p>\n\n\n\n<p>Der Notar machte wohl seine Sache so gut, dass er von seinem Mittelsmann nach Norden geschickt wurde. Dort sollte er f\u00fcr sich eine neue Vita aufbauen und die gesamte Koordination der Aktivit\u00e4ten in Ostfriesland \u00fcbernehmen. Der Staatsschutz triumphierte, er hatte einen Volltreffer direkt ins Innere des Syndikats gelandet. Aber dann kam der verh\u00e4ngnisvolle Tag und der Todes \u2013Container strandete im Wattenmeer vor Norddeich. Die ermittelnden Kommissare aus Aurich und Hannover befreiten Friedrich in der Fischereigenossenschaft in Greetsiel und verhaftete ihn.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun bekam Friedrich ein zweites Mal ein Angebot zur Zusammenarbeit, er hatte schnell begriffen, dass der Staatsschutz und die Kommissare aus Aurich nicht ordentlich miteinander kommunizierten. Eine Chance f\u00fcr ihn, oder ein Verh\u00e4ngnis? Friedrich konnte es nicht richtig einsch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p>130<\/p>\n\n\n\n<p>Aber er musste eine Abw\u00e4gung vornehmen und eine Entscheidung f\u00fcr sich treffen. Wen konnte er mehr vertrauen und damit sein Leben anvertrauen?<\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-1b767501-ddd2-4ccc-900c-79bc84043a5b\"><em><strong>die weiteren Folgen des gesamten Romans erscheinen jeweils zum Wochenende, hier und \u00fcber die Fb-Gruppe Dornumer Nachrichten.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-943b58a6-5cf7-4f74-9d39-de6844b25014\">\ufeff<\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-2d02bb1e-4d61-46a6-bb47-2b6f2adb8b9f\"><strong>Der Autor dieses Kriminalromans, Lutz M\u00fcller lebt in Norden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p id=\"block-176e190a-c55a-4f01-9903-8aacfb8a7072\"><strong><em>Abdruck und unberechtigtes Teilen sind nicht gestattet und f\u00fchren zu rechtlichen Konsequenzen. Alle Rechte beim Autor.<\/em><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommissar Berger &#8211; Mord in Norden von Lutz M\u00fcller ein K\u00fcstenkrimi &#8211; Folge 11 Der Computerabgleich des Fotos der Leiche im Moor ergab einen Treffer. 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