{"id":1510,"date":"2023-06-24T21:51:10","date_gmt":"2023-06-24T21:51:10","guid":{"rendered":"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1510"},"modified":"2023-12-03T21:05:37","modified_gmt":"2023-12-03T21:05:37","slug":"todes-container-im-wattenmeer-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fresenspegel.de\/?p=1510","title":{"rendered":"\u201eTodes Container im Wattenmeer\u201c (5)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\" id=\"block-4900998c-7a11-45c8-af57-9850d2bb4137\"><strong>Kommissar Berger &#8211; Mord in Norden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" id=\"block-ff8adfb6-efb2-49dd-bd8a-c78d714af3aa\"><strong>von Lutz M\u00fcller<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\" id=\"block-21a511ba-9371-45a8-a089-04c848a73cc7\"><em><strong>ein K\u00fcstenkrimi &#8211; Folge <\/strong><\/em>5<\/p>\n\n\n\n<p>Maren hatte wieder einmal keine Zeit f\u00fcr private Dinge, f\u00fcr ihren Freund Sven. Sven besuchte sie am Abend auf dem Gulfhof in der Krummh\u00f6rn. Der Vater freute sich \u00fcber eine Abwechslung und Neuigkeiten, den seine Tochter sprach mit ihm nur das n\u00f6tigste, wenn sie in einem Fall recherchierte. Maren kam sehr sp\u00e4t zum Hof und nach kurzer Begr\u00fc\u00dfung verschwand sie mit ihrem Laptop in ihrem Zimmer. F\u00fcr Sven war nun das Fass endg\u00fcltig \u00fcbergelaufen, es stieg in ihm eine uns\u00e4gliche Wut und Entt\u00e4uschung auf. Er betrat ohne anzuklopfen Marens Zimmer und ein aufgestauter Redeschwall schoss aus ihm f\u00f6rmlich heraus. \u201e Sag einmal bist du v\u00f6llig verr\u00fcckt geworden, kennst du nur noch deine Arbeit und auch noch abends zu Hause? Du nimmst mich \u00fcberhaupt nicht mehr war in deinem Leben, wei\u00dft du noch wer ich f\u00fcr dich bin? Ein gelegentlicher Geliebter, der f\u00fcr dich da ist wenn es dir n\u00f6tig erscheint?\u201c Maren schaute erschrocken von<\/p>\n\n\n\n<p>61<\/p>\n\n\n\n<p>ihrem Laptop auf und Sven mit gro\u00dfen Augen an. Ihr von Sommersprossen \u00fcbers\u00e4tes Gesicht wurde puterrot. Sie rang nach Luft bevor sie antworten konnte: \u201eWas habe ich dir getan? Ich habe dich doch freundlich begr\u00fc\u00dft!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>An der Reaktion im Gesicht von Sven, konnte sie erkennen, dass sie eben v\u00f6lligen Quatsch geantwortet hatte. Aber sie konnte es nicht mehr zur\u00fccknehmen und auch nicht korrigieren, den Sven konterte sofort: \u201eDazu kann ich wirklich nichts mehr sagen!\u201c Er drehte sich um, ohne auf eine weitere Erwiderung von Maren zu warten, verlie\u00df er den Raum und ohne den Vater zu gr\u00fc\u00dfen das Haus. Maren kamen die Tr\u00e4nen, sie liefen ihr \u00fcber die sch\u00f6ngeformten Wangen und tropften auf ihr Dekollet\u00e9. Sie schluchzte wie ein kleines M\u00e4dchen, weil ihre Puppe kaputt war. Der Vater betrat leicht verst\u00f6rt Marens Zimmer und fragte nach dem Grund des<\/p>\n\n\n\n<p>62<\/p>\n\n\n\n<p>ganzen Spektakels. Aber eine plausible Erkl\u00e4rung von Maren blieb aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Marens Stimmung hatte einen weiteren Tiefpunkt erreicht. Im Fall \u201eContainer\u201c kam sie nicht weiter, sie m\u00fcsste eine \u00dcberwachung des Notars beantragen, hatte aber keine stichhaltigen Gr\u00fcnde, die dem Staatsanwalt reichen w\u00fcrde. Mit Sven hatte sie einen deftigen Ehekrach, ohne Trauschein. Zu allem \u00dcberfluss sprach ihr Vater, seit dem Krach mit Sven, kein Wort mehr mit ihr, obwohl im Hause Popken auch sonst nicht viel gesprochen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kollegen Konsti und Renate dr\u00e4ngten auf Ergebnisse und der Staatsanwalt forderte Fakten. Sie leitete letztendlich die Sonderkommision. Bei einer weiteren Besprechung einigten sich die drei Kommissare darauf, dass die Drogenspur jetzt Priorit\u00e4t hatte. Also welchen Weg nahmen die Drogen und wo wurden sie in Norden gelagert und<\/p>\n\n\n\n<p>63<\/p>\n\n\n\n<p>verteilt. So viele infrage kommende Orte gab es nicht in Norden, so argumentierte Maren etwas d\u00fcrftig. Berger \u00fcberlegte laut, ob der Handel mit Fl\u00fcchtlingen auch unmittelbar mit dem Drogenschmuggel zu tun hatte? Dann m\u00fcsste der Ort schon ganz speziell ausgestattet sein. Es m\u00fcssten gen\u00fcgend Unterk\u00fcnfte vorhanden sein und der Umschlagplatz f\u00fcr die Drogen unauff\u00e4llig f\u00fcr Au\u00dfenstehende. Maren beorderte die Kollegen vom Kommissariat in Norden nach Aurich. Sie waren die Experten in Norden, die einen solchen Ort kennen m\u00fcssten. Nun sa\u00dfen 12 Polizisten an einem gro\u00dfen Tisch im Besprechungsraum des Kommissariats in Aurich. Die drei Kommissare und die Kollegen aus Norden. Die Fragezeichen \u00fcber ihren K\u00f6pfen konnte man erahnen. Es wurden Orte genannt, die aber sofort wieder von einem der Kollegen verworfen wurde,<\/p>\n\n\n\n<p>64<\/p>\n\n\n\n<p>dann kamen zwei \u00d6rtlichkeiten in die engere Wahl. Das Boxstudio und das Fitnessstudio, beide in Norden. Beide hatten eindeutig das Potential mit den Machenschaften etwas zu tun zu haben.\u2006 \u2006 Aber Beweise von illegalen Aktivit\u00e4ten gab es bei beiden Institutionen nicht. Aber Berger entschloss sich Spuren zu suchen, den Spuren gab es immer er musste sie nur aufsp\u00fcren.<\/p>\n\n\n\n<p>Maren ging der \u00c4rger mit Sven nicht aus dem Sinn, aber sie musste sich jetzt auf den Fall konzentrieren und da war die Spur zu einem\u2006 \u2006 Anwalt aus Hannover, der jetzt in Norden als Notar praktizierte, ein gewisser Friedrich Hagen. Das Klientel was er in Hannover hatte, bewegte sich in Zuh\u00e4lter Kreisen. Zuh\u00e4lter und Menschenschmuggel, dass passte schon zusammen, dachte Maren und machte sich Notizen \u00fcber Namen der Mandanten und Zusammenh\u00e4nge der einzelnen F\u00e4lle dieses windigen Anwalts.<\/p>\n\n\n\n<p>65<\/p>\n\n\n\n<p>Sie wurde nach l\u00e4ngerem Aktenstudium f\u00fcndig. Der Notar hatte von einem seiner Mandanten Geld, f\u00fcr seine neue Kanzlei in Norden, erhalten, Maren musste schmunzeln und dachte, wie doof von den Beiden dieses auch noch schriftlich zu best\u00e4tigen. Jetzt hatte Maren eine belegte Spur von einer Verbindung zwischen einem Zuh\u00e4lter und dem Notar und das Geld geflossen war, also Grund genug um beim Staatsanwalt eine Observation des Friedrich Hagen zu beantragen. Nun kam Tempo in die Ermittlungen und Erfolg versprechende Spuren, zeigten den Kommissaren, dass sie auf dem richtigen Weg waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Friedrich wurde gezwungen in ein vor dem Teemuseum parkenden Wagen einzusteigen, ein Mercedes Kastenwagen, neueres Modell. Er sa\u00df noch nicht richtig auf der hinteren Bank, da wurden seine H\u00e4nde mit einem Kunststoffbinder zusammen gebun-<\/p>\n\n\n\n<p>66<\/p>\n\n\n\n<p>den. Er bekam eine Sonnenbrille aufgesetzt, die aber v\u00f6llig undurchsichtig war. Er h\u00f6rte den Motor aufheulen und das der Wagen ausgeparkt wurde. Die Fahrt ging ohne Stopp immer geradeaus, nach ca. 5 Minuten Fahrt bog der Wagen nach rechts ab und dann fuhren sie scheinbar endlos lange geradeaus. Dem Notar hatte das Zeitgef\u00fchl verlassen, er wusste nicht mehr wie lange sie schon unterwegs waren und seine Orientierung war auch nicht die Beste. Er hatte Todesangst, er hatte gen\u00fcgend Zeit gehabt nachzudenken, ihm wurde jetzt klar, dass er von seinem Auftraggeber aus dem Weg ger\u00e4umt werden sollte, wahrscheinlich f\u00fcr immer.<\/p>\n\n\n\n<p>Umso l\u00e4nger die Fahrt dauerte, umso mehr stieg die Angst in Friedrich hoch.<\/p>\n\n\n\n<p>67<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Die Handy Ortung ergab, dass der Notar sich von Norden, in einem Auto sitzend in Richtung Greetsiel bewegte, einem kleinen historischen Sielhafen in der Krummh\u00f6rn. Dieser kleine Hafenort war der Heimathafen der verbliebenden deutschen Krabbenkutter Flotte, an der ostfriesischen K\u00fcste. Aber auch ein Anziehungspunkt f\u00fcr Touristen aus aller Welt. Dort war ein schnelles untertauchen ohne gro\u00dfe M\u00fche m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>68<\/p>\n\n\n\n<p>Maren forderte sofort die Kollegen aus Emden an, die waren nur wenige Kilometer von Greetsiel entfernt stationiert. Sie konnten \u00fcber die Ortung des Handys, schneller als die Norder Polizei dort eintreffen und reagieren. Konsti unterhielt sich auf der Fahrt mit Renate \u00fcber die M\u00f6glichkeit eines neuen Verteilerortes, mit Hafenanbindung. War die Stadt Norden vielleicht gar nicht der vermeintliche Umschlagplatz f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge und der Drogen, oder es teilte sich auf die beiden Orte auf, einer f\u00fcr die Drogen und der Andere f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge? Die Fahrt erschien Berger endlos lange, es sah alles gleich aus, Wiesen ohne Horizont und auf der anderen Seite der nicht enden wollende Deich. Eben Ostfriesland! Brummte Berger in seinen Bart, als ob die anderen Mitfahrer seine Gedanken lesen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>69<\/p>\n\n\n\n<p>Nun war wohl die Fahrt zu Ende, sein Leben wahrscheinlich auch. Eine harte Hand dr\u00e4ngte ihn aus den Wagen und schubste ihn durch eine T\u00fcr\u00f6ffnung in einen Raum. Es wurde Friedrich die Brille abgenommen und er wurde auf einen Sessel gedr\u00fcckt. Zusammengesunken wie ein H\u00e4uflein Elend schaute Friederich sich in den halbdunklen Raum um. Das einzige kleine Fenster war oberhalb des Zimmers und vergittert, es drang wenig Licht hinein. Der Raum roch nach Fisch und in der Mitte stand ein gro\u00dfer Eichentisch auf dem noch Reste von filetierten Fischen und Messer lagen. Friedrich vermutete, dass es sich um eine Fischgenossenschaft handelte, es standen 5 Kunststofftonnen am Rand des Tisches und sie waren mit Fisch bis an den Rand gef\u00fcllt. Das gab es nur noch in Greetsiel dachte der Notar, also hier her haben sie ihn gebracht, er kannte nur die anderen R\u00e4ume der Genossenschaft wo er auch die Drogen ablieferte.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>die weiteren Folgen des gesamten Romans erscheinen jeweils zum Wochenende, hier und \u00fcber die Fb-Gruppe Dornumer Nachrichten.<\/strong><\/em> <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Wir stellen Ihnen in K\u00fcrze den  Autor dieses Kriminalromans, Lutz M\u00fcller vor. Lutz M\u00fcller lebt in Norden. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Abdruck und unberechtigtes Teilen sind nicht gestattet und  f\u00fchren zu rechtlichen Konsequenzen. Alle Rechte beim Autor. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommissar Berger &#8211; Mord in Norden von Lutz M\u00fcller ein K\u00fcstenkrimi &#8211; Folge 5 Maren hatte wieder einmal keine Zeit f\u00fcr private Dinge, f\u00fcr ihren Freund Sven. 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